Sport
Felix Loch gewinnt erste Goldmedaille
Julian Müller
15. Februar 2010 11:58 Uhr
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Felix Loch gewinnt Gold. Damit ist der 20-Jährige der jüngste Rodel-Olympiasieger aller Zeiten. Unbeirrt schoss er als Schnellster durchs Ziel, wenig später folgte Teamkollege David Möller an zweiter Stelle.

(Rodel-Olympiasieger Felix Loch)
Es ist ein Sieg mit gemischten Gefühlen. Vor wenigen Tagen verunglückte in genau dieser Rodelbahn in Whistler der 21-jährige Nodar Kumaritaschwili (newspoint berichtete), als er mit einer Geschwindigkeit von rund 144,3 km/h plötzlich die Kontrolle verlor, aus der Eisrinne rutschte und mit voller Wucht an einen Stahlpfeiler der Dachkonstruktion prallte. Schon vor Kumaritaschwilis Unfall kritisierten Experten die gefährliche Rodelbahn, jedoch wurden keine Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um das Verletzungsrisiko zu senken.
Die anschließenden Bemühungen um mehr Sicherheit mithilfe einer Verkürzung der Bahn, einer erhöhten Bande an der Unfallstelle und der Verlegung des Herrenstarts auf den der Damen, kamen für Kumaritaschwili zu spät. „Aus emotionalen und psychologischen Gründen haben wir den Start der Herren auf den Damenstart verlegt“, begründet Rodelchef Svein Romstad auf focus.de die getroffenen Maßnahmen.

Entscheidungen, die Rodel-Olympiasieger Felix Loch bei seiner Siegesfahrt geholfen haben mögen. Dadurch, dass Teamkollege David Möller (zu sehen rechts im Bild) gleich an zweiter Stelle durchs Ziel rauschte, können die deutschen Rodler erstmals seit 1988 einen Olympia-Doppelerfolg bejubeln.
Die Freude ist groß, denn mit Gold hat das deutsche Team nicht gerechnet. "Das ist das richtige Signal für die deutsche Mannschaft […]. Zudem ist es eine Goldmedaille, die wir nicht unbedingt eingeplant hatten.", erklärt der deutsche Präsident des Bob- und Schlittenverbandes Andreas Trautvetter auf sportal.de.
Lob gibt es auch seitens des 43-jährigen Georg Hackl: "Ich bin gerührt. Super! Der junge Kerl hat das klasse gemacht. Er ist ein sehr würdiger und sympathischer Olympiasieger", so Hackl (sportal.de)
Bildquelle: © commons.wikimedia.com
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