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Fußball
WM-Achtelfinale: 1D-2C
So. 27.06. 16:00
4:1
England
Am Sonntagnachmittag kommt es im Free-State-Stadium Mangaung in Bloemfontein zum ewigen Klassiker zwischen Deutschland und England. Für beide Teams verlief die Gruppenphase eher durchwachsen, sodass es nun darum geht, sich im Achtelfinale deutlich zu steigern. Die Motivation in diesem Duell der Erzrivalen ist bei beiden Teams natürlich riesig.
Sowohl Deutschland als auch England drohte vor dem letzten Gruppenspiel noch das Vorrundenaus. Doch nach dem 1:0-Arbeitssieg der DFB-Elf gegen Ghana und dem Sieg der Engländer gegen Slowenien mit gleichem Ergebnis, trifft man nun aufgrund des Last-Minute-Sieges der USA gegen Algerien in der Runde der besten 16 aufeinander. „Wenn wir Weltmeister werden wollen, müssen wir ohnehin jeden schlagen“, meinte sowohl Jermaine Defoe auf englischer als auch Thomas Müller auf deutscher Seite. Letzterer bezeichnete England zudem als „geilen Gegner“. „Wir müssen uns enorm steigern, um mithalten zu können“, so Verteidiger Per Mertesacker.
Denn während das Spiel der Deutschen mit jedem weiteren Auftritt bei dieser WM etwas einfallsloser in der Offensive wurde, steigerten sich die Engländer wiederum mit jedem Auftritt, auch wenn die Leistung gegen Slowenien immer noch keine Offenbarung war. Besonders die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, und auch die sonst so souveräne Defensive um John Terry geriet immer wieder ins Wackeln. All dies sind Probleme, die bei den letzten beiden Auftritten der Elf von Joachim Löw zu bemängeln waren. Besonders vorhin genannter Mertesacker zeigte gegen Ghana erschreckend viele Schwächen auf. Diese Unzulänglichkeiten gilt es also auf beiden Seiten
auszuschalten.
England und das Elfmeterschießen
Eine weitere Schwäche, die die Engländer jedoch gegenüber Deutschland aufweisen, ist das Elfmeterschießen. Medienberichten zufolge lässt Englands Nationaltrainer Fabio Capello seit Tagen intensiv Abschlüsse vom Punkt trainieren. Eine Reihenfolge der Schützen für eine eventuelle Entscheidung im Elfmeterschießen soll er auch bereits festgelegt haben. Grund für diese zusätzliche Trainingseinheit dürfte die Turnier-Historie der beiden Teams sein. Immer wieder traf man in großen Turnieren aufeinander, und nicht selten hatte man nach 120 Minuten keinen Sieger gefunden. Das darauf folgende Elfmeterschießen konnte England, wie im Halbfinale bei der WM 1990, nie für sich entscheiden.
Verletzungen im deutschen Lager
Auch die personelle Situation beider Teams könnte in diesem Duell der Erzrivalen eine wichtige Rolle im Kampf um das Viertelfinale spielen. Während Englands Stürmerstar Wayne Rooney nach einer Knöchelblessur wieder in vollem Umfang trainieren und somit an seiner kleinen WM-Formkrise arbeiten kann, sieht es in den Reihen der Deutschen schlechter aus. Setzte man nach der schwachen Leistung von Holger Badstuber gegen Serbien im Endspiel gegen Ghana noch auf Jerome Boateng, wird die Position des linken Verteidigers aufgrund muskulärer Probleme des Hamburgers wohl erneut umbesetzt werden müssen. Erste Wahl könnte Vereinskollege Marcell Jansen werden, der gegen Ghana schon 18 Minuten WM-Luft schnuppern durfte.
Eine noch schlimmere Nachricht als die von Boatengs Verletzung dürfte aber die des drohenden Ausfalls von Mittelfeldregisseur Bastian Schweinsteiger sein. Auch er laboriert an muskulären Problemen und aufgrund des zurzeit nur leichten Lauftrainings, das er absolviert, scheint ein Einsatz gegen England mehr als fraglich. „Ich bin sicher, dass Bastian spielen wird. Er ist ein großer Kämpfer“, so Kapitän Philipp Lahm hoffnungsvoll. Im Abschlusstraining am Samstagnachmittag sollen sowohl Boateng als auch Schweinsteiger sich einem Härtetest unterziehen. „Dann werden wir sehen, ob sie ihre Verletzungen auskuriert haben und 100 Prozent fit sind“, meinte Teammanager Oliver Bierhoff. Joachim Löw nannte den 20-jährigen Toni Kroos als erste Alternative für den Fall, dass Schweinsteiger und somit der Motor des deutschen Mittelfeldes tatsächlich ausfallen sollte.
Als wären diese beiden drohenden Verluste noch nicht genug, ist seit Samstagmorgen klar, dass Stürmer Cacau aufgrund einer Bauchmuskelzerrung nicht spielen werden kann. Miroslav Klose, der seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Serbien-Spiel abgesessen hat, wird wohl für ihn einspringen.
Rivalität und Kampf seit 1966
Dass das Aufeinandertreffen der beiden Teams brisant wird, ist aufgrund der seit dem Wembley-Tor von 1966 bestehenden Erzrivalität klar. Um kaum eine andere Begegnung ranken sich in der Welt des Fußballs so viele Legenden und Diskussionen. „Der Reiz der Partien liegt ursächlich in der Philosophie der beiden Fußball-Nationen. Beide leben traditionell vom Kampf. Und der wird im Aufeinandertreffen ebenso traditionell wieder auf die Spitze getrieben“, so Uwe Seeler zur Erklärung der tiefverwurzelten Rivalität zwischen Deutschland und England.
Prognose
Wie diese Partie endet könnte stark vom aufgebotenen Personal des deutschen Teams abhängen. Sollte mit Schweinsteiger das Herz dieser Mannschaft, wie Löw den 25-Jährigen zuletzt bezeichnete, wegfallen, wäre dies ein enorm harter Schlag für diese junge Elf. Doch bei all der Klasse, die England in seinem Kader hat, sind die „Three Lions“ bei weitem keine Übermannschaft, nachdem man sich in der Vorrunde nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hatte. Wenn die Engländer dieses Achtelfinale überstehen wollen, sollten sie dies lieber innerhalb von 120 Minuten schaffen, denn im Falle einer Entscheidung vom Elfmeterpunkt ist der Sieger nahezu klar. Findet Deutschland jedoch wieder zur Offensivkreativität, wie man sie gegen Australien und teilweise gegen Serbien beobachten konnte, dürfte dies relativ schwer werden.
Die ARD berichtet ab 14.35 Uhr, Anpfiff ist um 16 Uhr
Aktuelle Meldung: Schweinsteiger und Boateng werden spielen.

Nach einer großartigen Saison in der Premier League will Wayne Rooney der Durchbruch bei der WM noch nicht so recht gelingen
Denn während das Spiel der Deutschen mit jedem weiteren Auftritt bei dieser WM etwas einfallsloser in der Offensive wurde, steigerten sich die Engländer wiederum mit jedem Auftritt, auch wenn die Leistung gegen Slowenien immer noch keine Offenbarung war. Besonders die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, und auch die sonst so souveräne Defensive um John Terry geriet immer wieder ins Wackeln. All dies sind Probleme, die bei den letzten beiden Auftritten der Elf von Joachim Löw zu bemängeln waren. Besonders vorhin genannter Mertesacker zeigte gegen Ghana erschreckend viele Schwächen auf. Diese Unzulänglichkeiten gilt es also auf beiden Seiten
auszuschalten.
England und das Elfmeterschießen
Eine weitere Schwäche, die die Engländer jedoch gegenüber Deutschland aufweisen, ist das Elfmeterschießen. Medienberichten zufolge lässt Englands Nationaltrainer Fabio Capello seit Tagen intensiv Abschlüsse vom Punkt trainieren. Eine Reihenfolge der Schützen für eine eventuelle Entscheidung im Elfmeterschießen soll er auch bereits festgelegt haben. Grund für diese zusätzliche Trainingseinheit dürfte die Turnier-Historie der beiden Teams sein. Immer wieder traf man in großen Turnieren aufeinander, und nicht selten hatte man nach 120 Minuten keinen Sieger gefunden. Das darauf folgende Elfmeterschießen konnte England, wie im Halbfinale bei der WM 1990, nie für sich entscheiden.
Verletzungen im deutschen Lager
Auch die personelle Situation beider Teams könnte in diesem Duell der Erzrivalen eine wichtige Rolle im Kampf um das Viertelfinale spielen. Während Englands Stürmerstar Wayne Rooney nach einer Knöchelblessur wieder in vollem Umfang trainieren und somit an seiner kleinen WM-Formkrise arbeiten kann, sieht es in den Reihen der Deutschen schlechter aus. Setzte man nach der schwachen Leistung von Holger Badstuber gegen Serbien im Endspiel gegen Ghana noch auf Jerome Boateng, wird die Position des linken Verteidigers aufgrund muskulärer Probleme des Hamburgers wohl erneut umbesetzt werden müssen. Erste Wahl könnte Vereinskollege Marcell Jansen werden, der gegen Ghana schon 18 Minuten WM-Luft schnuppern durfte.

Auch Mittelfeldregisseur Bastian Schweinsteiger ist mit von der Partie
Eine noch schlimmere Nachricht als die von Boatengs Verletzung dürfte aber die des drohenden Ausfalls von Mittelfeldregisseur Bastian Schweinsteiger sein. Auch er laboriert an muskulären Problemen und aufgrund des zurzeit nur leichten Lauftrainings, das er absolviert, scheint ein Einsatz gegen England mehr als fraglich. „Ich bin sicher, dass Bastian spielen wird. Er ist ein großer Kämpfer“, so Kapitän Philipp Lahm hoffnungsvoll. Im Abschlusstraining am Samstagnachmittag sollen sowohl Boateng als auch Schweinsteiger sich einem Härtetest unterziehen. „Dann werden wir sehen, ob sie ihre Verletzungen auskuriert haben und 100 Prozent fit sind“, meinte Teammanager Oliver Bierhoff. Joachim Löw nannte den 20-jährigen Toni Kroos als erste Alternative für den Fall, dass Schweinsteiger und somit der Motor des deutschen Mittelfeldes tatsächlich ausfallen sollte.
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Rivalität und Kampf seit 1966
Dass das Aufeinandertreffen der beiden Teams brisant wird, ist aufgrund der seit dem Wembley-Tor von 1966 bestehenden Erzrivalität klar. Um kaum eine andere Begegnung ranken sich in der Welt des Fußballs so viele Legenden und Diskussionen. „Der Reiz der Partien liegt ursächlich in der Philosophie der beiden Fußball-Nationen. Beide leben traditionell vom Kampf. Und der wird im Aufeinandertreffen ebenso traditionell wieder auf die Spitze getrieben“, so Uwe Seeler zur Erklärung der tiefverwurzelten Rivalität zwischen Deutschland und England.
Prognose
Wie diese Partie endet könnte stark vom aufgebotenen Personal des deutschen Teams abhängen. Sollte mit Schweinsteiger das Herz dieser Mannschaft, wie Löw den 25-Jährigen zuletzt bezeichnete, wegfallen, wäre dies ein enorm harter Schlag für diese junge Elf. Doch bei all der Klasse, die England in seinem Kader hat, sind die „Three Lions“ bei weitem keine Übermannschaft, nachdem man sich in der Vorrunde nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hatte. Wenn die Engländer dieses Achtelfinale überstehen wollen, sollten sie dies lieber innerhalb von 120 Minuten schaffen, denn im Falle einer Entscheidung vom Elfmeterpunkt ist der Sieger nahezu klar. Findet Deutschland jedoch wieder zur Offensivkreativität, wie man sie gegen Australien und teilweise gegen Serbien beobachten konnte, dürfte dies relativ schwer werden.
Die ARD berichtet ab 14.35 Uhr, Anpfiff ist um 16 Uhr
Aktuelle Meldung: Schweinsteiger und Boateng werden spielen.
Bildquelle: © Kevork Djansezian/Getty Images, © Michael Steele/Getty Images
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