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Sport

Blindenfußball

Mchamp .
3. Februar 2010 17:03 Uhr
135 Kommentare
Blindenfußball ist wohl noch eine unbekannte Sportart, die erst in 21 Ländern verübt wird. Der Artikel soll zumindest im Groben darüber informieren.
Blindenfußball gibt es seit 2006 in Deutschland. Wie der Name sagt, spielen Blinde. Hierbei geht es vor allem um die Körperbeherrschung, das Gehör, einen guten Orientierungssinn und engen Kontakt zum Ball. Die Blinden haben eine spezielle Technik, um bis zur Übergabe mit dem Ball in Berührung zu bleiben. Außerdem erleichtern Trainer, Torhüter und der sogenannte Guide durch Zurufe das Spiel. Die Mannschaften bestehen aus Spielern, die mindestens den höchsten Grad der Sehbehinderung erreicht haben. Eine Ausnahme dabei ist der Torhüter. Gespielt wird wie bei normalen "sehenden" Fußball. Allerdings gibt es einige Unterschiede was Maße und Ausrüstung betrifft. So zum Beispiel der Ball, der mit Rasseln bestückt ist. Das Spielfeld ist auch kleiner: statt 50-mal-100 Meter nur 20-mal-40 Meter. Es spielen immer nur vier Spieler auf dem Feld. Auch einen Elfmeter in dem Sinne gibt es nicht, dieser ist auf acht Meter begrenzt. Gespielt wird immer 50 Minuten bei einer Halbzeit von 25 Minuten. Es gibt keine Abseitsregelung und, um eventuelle Sehunterschiede zwischen den Spielern auszugleichen, müssen alle eine Augenbinde tragen, natürlich bis auf den Torwart.



2004 wurde Blindenfußball bei den Paralympischen Spielen aufgenommen. Damals mit dabei waren Spanien, Brasilien, Ukraine, Frankreich, Argentinien, Russland, Korea und Griechenland. Alle zwei Jahre finden Europameisterschaften statt. Auch im Sommer 2008 in Peking wurde Blindenfußball gespielt. Gold gewannen die Brasilianer.
Im Moment gibt es 21 Länder, die Blindenfußball offiziell ausüben. Organisiert werden sie durch die International Blind Sports Federation (IBSA) (Sitz in Madrid).
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7. Februar 2012 10:23 Uhr