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Musik

bunt - schrill - MIKA

marlene (:
14. Juni 2010 21:39 Uhr
96 Kommentare
Mika – ein umstrittener Musiker, der noch nicht einmal jedem ein Begriff ist. Was macht ihn so besonders und doch so speziell, dass er bis heute nur eine relativ kleine Gruppe der Teenager begeistert, und wie kam es zu seiner einzigartigen Karriere?
Am 18.08.1983 wird Mica Penniman als mittleres Kind von insgesamt fünf Kindern einer libanesisch - amerikanischen Familie geboren. Ein Jahr darauf zieht die Familie nach Ausbruch des libanesischen Bürgerkrieges nach Paris. Bereits 1990 schreibt er sein erstes Klavierstück "Angry". 1992 verlegt die Familie ihren Wohnsitz nach London. Mikas Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) wird so schlimm, dass er schließlich das Lesen und Schreiben komplett verlernt. Seine Eltern beschließen, ihn ein halbes Jahr von der Schule zu nehmen.

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In dieser Zeit beginnt er auch, Gesangsunterricht zu nehmen. Bereits im Alter von 11 Jahren singt Mika in einer Strauss-Oper im Royal Opera House in London, wie die Fanseite mikafanclub.de angibt. In den nächsten Jahren folgen weitere Auftritte sowie CD-Aufnahmen und Werbejingles. Der begabte junge Mann startet am Royal College of Music ein Musikstudium, welches er zugunsten seiner Popkarriere nach ca. zwei Jahren jedoch abbricht. Während diverser Praktika in den USA fällt er positiv auf und bekommt eine Möglichkeit, eine CD aufzunehmen. Außerdem wird er von Universal Music unter Vertag genommen. Anfang 2007 erregen seine Singles „Relax, Take It Easy“ und „Grace Kelly“ Aufmerksamkeit und katapultieren Mika in die Charts und gleichzeitig ein erstes Mal ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit. Es folgen weitere Singleauskopplungen seines am 5.02.2007 erschienenen Albums “Life in Cartoon Motion“, von denen allerdings keine an den Erfolg der ersten beiden Veröffentlichungen anknüpfen kann. 2009 brachte er schließlich sein zweites Album mit dem Titel „The Boy Who Knew Too Much“ heraus, welches ebenfalls sehr erfolgreich wurde.



Was macht also den Künstler Mika aus? Heutzutage ist es schwer, unter all den Popstar etwas Neues zu kreieren, einen Wiedererkennungswert zu bekommen. Viele Künstler ähneln sich untereinander, beeinflussen sich gegenseitig und sind so in ihrer Musik kaum noch voneinander zu unterscheiden. Mika jedoch brachte mit seiner außergewöhnlich hohen Stimme und seinem schwerelosen und tanzbaren Elektro-Pop eine erfrischend neue Musikform in die europäischen Charts, die bisher mit keinem anderen Interpreten vergleichbar ist. Dennoch hat er nicht nur eine hohe, sondern im Gegenteil einfach eine sehr wandelbare, sagenhafte fünf Oktaven umfassende Stimme, von der er jedoch in seinen Liedern eher die höheren Lagen nutzt - wohl aus Gründen der Einzigartigkeit, da in normaler Stimmlage ja jeder singen könnte. Vor allem diese Stimme hat das öffentliche Interesse auf ihn gelenkt, brachten ihm jedoch auch Eunuchen-Gerüchte ein. Doch auch seine Texte machen ihn einzigartig, da sie flache Pop-Themen wie Liebe, Liebeskummer, Verliebtheit und nochmals Liebe weitgehend umgehen und stattdessen oft einen Hintergrund haben, den man nicht auf den ersten Blick erkennt.


Bildquelle: © Universal Music/Julian Broad
autor
redakteur
23. Mai 2012 10:41 Uhr