Musik
† Les Paul - Urvater der E-Gitarren
Felix Z.
14. August 2009 13:05 Uhr
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Am gestrigen Abend ist Les Paul (eigentlich Lester William Polsfuss) im Alter von 94 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Les wurde weltberühmt, als er in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die vermutlich erste, echte E-Gitarre entwickelte.
Les Paul, der am 9. Juni 1915 in den USA zur Welt kam, war eigentlich kein Gitarren-Bauer, sondern ein begnadeter Gitarrist. Mit seinen Konzert-Tourneen und Radio-Sendungen verschaffte er sich in der Musik-Szene der 30er Jahre einen Namen. Zunehmend professionell ausgestattet, war Les Paul jedoch nicht mit der Qualität der damals erhältlichen Musikinstrumente zufrieden und begann kurz darauf seine eigenen Instrumente zu entwerfen.
Aus diesen Experimenten entstand zunächst "The Log", eine halb-akustische Gitarre, in die Les Paul einen Holzklotz hinein montierte, um eine Tonabnahme ohne Rückkopplungen zu ermöglichen. Mit diesem spartanischen Prototypen trat er zunächst erfolgreich bei seinen Konzerten auf und versuchte dann sein Glück bei der Gibson Guitar Corporation, einem alteingesessenen US-amerikanischen Traditionsunternehmen: Jedoch wurde sein Konstruktions-Vorschlag abgewiesen, da der damalige Gibson-Chef seine Idee für schwachsinnig und nicht tragbar hielt. Erst Jahre später, nachdem bereits Leo Fender mit seiner "Fender Telecaster", ebenfalls einer Solidbody-E-Gitarre (das sind E-Gitarren mit massivem Holzkorpus, ohne Resonanzkörper) beachtliche Erfolge erzielte, setzte sich die Chefetage von Gibson mit Les Paul zusammen und entwickelte die erste, hauseigene Solidbody-E-Gitarre: Die Gibson Les Paul, die nach der Fender Stratocaster heutzutage die berühmteste und meistverkaufte E-Gitarre der Welt ist.
Zum absoluten E-Gitarren-Titanen reichte der Erfolg von Les Paul jedoch nicht: Er hat zwar die erste echte E-Gitarre entworfen, diese ging jedoch zu spät in Produktion und somit darf sich nur Leo Fender mit seiner Telecaster als Erfinder der ersten massengefertigten E-Gitarren UND mit seiner Stratocaster als der Erfinder der meistverkauften E-Gitarre bezeichnen.
Und nun ist Les Paul den Weg in andere Welten angetreten. Er war ein Idol für viele Musiker, denn an Erfolg mangelte es ihm sicher nicht. Immer gut gelaunt und stets bei bester Gesundheit hinderte ihn bis zum Tod nichts daran seine "Gibson Les Pauls" - unter Gitarristen auch häufig „Paula“ genannt - zu spielen. Ohne ihn wäre nicht nur die Musikszene um einen bedeutenden Gitarristen ärmer, sondern es wären vielleicht ganze Musikrichtungen gar nicht erst entstanden.
Lester William Polsfuss
* 9. Juni 1915
† 13. August 2009
Aus diesen Experimenten entstand zunächst "The Log", eine halb-akustische Gitarre, in die Les Paul einen Holzklotz hinein montierte, um eine Tonabnahme ohne Rückkopplungen zu ermöglichen. Mit diesem spartanischen Prototypen trat er zunächst erfolgreich bei seinen Konzerten auf und versuchte dann sein Glück bei der Gibson Guitar Corporation, einem alteingesessenen US-amerikanischen Traditionsunternehmen: Jedoch wurde sein Konstruktions-Vorschlag abgewiesen, da der damalige Gibson-Chef seine Idee für schwachsinnig und nicht tragbar hielt. Erst Jahre später, nachdem bereits Leo Fender mit seiner "Fender Telecaster", ebenfalls einer Solidbody-E-Gitarre (das sind E-Gitarren mit massivem Holzkorpus, ohne Resonanzkörper) beachtliche Erfolge erzielte, setzte sich die Chefetage von Gibson mit Les Paul zusammen und entwickelte die erste, hauseigene Solidbody-E-Gitarre: Die Gibson Les Paul, die nach der Fender Stratocaster heutzutage die berühmteste und meistverkaufte E-Gitarre der Welt ist. Zum absoluten E-Gitarren-Titanen reichte der Erfolg von Les Paul jedoch nicht: Er hat zwar die erste echte E-Gitarre entworfen, diese ging jedoch zu spät in Produktion und somit darf sich nur Leo Fender mit seiner Telecaster als Erfinder der ersten massengefertigten E-Gitarren UND mit seiner Stratocaster als der Erfinder der meistverkauften E-Gitarre bezeichnen.
Und nun ist Les Paul den Weg in andere Welten angetreten. Er war ein Idol für viele Musiker, denn an Erfolg mangelte es ihm sicher nicht. Immer gut gelaunt und stets bei bester Gesundheit hinderte ihn bis zum Tod nichts daran seine "Gibson Les Pauls" - unter Gitarristen auch häufig „Paula“ genannt - zu spielen. Ohne ihn wäre nicht nur die Musikszene um einen bedeutenden Gitarristen ärmer, sondern es wären vielleicht ganze Musikrichtungen gar nicht erst entstanden.
Lester William Polsfuss
* 9. Juni 1915
† 13. August 2009
Bildquelle: © stock.xchng