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Musik

Tokio Hotel - die andere Kritik

Gelöschter Nutzer
23. Dezember 2009 15:58 Uhr
1631 Kommentare
Tokio Hotel - eine Band, die seit ihrer ersten Singleauskopplung "Durch den Monsun" für allerlei Gesprächsstoff in Deutschland, später auch im Ausland, gesorgt hat. Stichworte: "Kinderband", durchgeknallte Fans und verrückte Stalker. Doch was steckt hinter dem deutschen Phänomen?
Was denkt Deutschland, wenn es den Bandnamen Tokio Hotel hört? Genau das, was die Presse ihnen seit nun mehr als vier Jahren auf dem Tablett serviert. Bis heute hat die breite Masse doch nur die Kinderstimme von Bill aus "Schrei" im Kopf. Die Medienwelt hämmerte von Beginn der Karriere der vier Jungs "Die Kinderband mit den Kinderfans" in die Köpfe der Menschen. Außerdem wurde über die Frisur und das Geschlecht des Sängers diskutiert und über die Ausfälle des Gitarristen philosophiert.

So klangen Tokio Hotel früher, als Bill noch nicht im Stimmenbruch war

Doch wer schreibt über die Live-Musik? Bis heute ging es bei Konzertberichten einschlägiger Zeitungen doch weniger um den Gitarrensound von Tom, oder die Leistung von Gustav am Schlagzeug, als um die Fans, die in der ersten Reihe einen Herzkasper bekommen haben. Der typische Tokio Hotel Fan muss kreiert werden: Jung und nicht mehr Herr der eigenen Sinne. Doch wer selber einmal auf einem Konzert war, der bemerkt schnell, dass dort das Durchschnittsalter lange nicht mehr bei 13 liegt.

Heute klingen sie erwachsener und spielen nach wie vor so gut wie immer live

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Tokio Hotel sind nun seit knapp viereinhalb Jahren im Musikgeschäft dabei und haben Millionen Platten verkauft. Sie gehören längst nicht mehr zu den Newcomern der dt. Musikszene. Sie spielen Konzerte in Deutschland, Europa und Übersee.

Man kann gespannt sein, ob die Presse von Heute irgendwann über ihren eigenen Schatten springen kann und ihre einseitige Berichterstattung überdenken wird.

Bei so vielen Groupies, Presselügen, Stalkern und Hassern kann man froh sein, dass die Jungs noch immer ihren Weg gehen.
Bildquelle: © Universal Music/Oliver Gast
redakteur
8. Februar 2012 14:19 Uhr