Musik
Tocotronic- neues Album
Lukas S
3. August 2009 22:02 Uhr
46 Kommentare
Tocotronic- Das ist anspruchsvoller Indie-rock aus der Hansestadt Hamburg.
Die vier Tocos um Sänger und Gitarrist Dirk von Lowtzow haben die Aufnahmen zu ihrem neuen neunten Album, welches warscheinlich noch in diesem Jahr veröffentlicht wird, nun endlich abgeschlossen.
Tocotronic, das sind Sänger und Gitarrist Dirk von Lowtzow , Schlagzeuger Arne Zank, Bassist Jan Müller und seit 2004, der gebürtige Amerikaner und Lead-Gitarrist Rick Mc Phail .
Die Musik der Hamburger Band kann man am ehesten als vom LoFi bzw. Punk der 80/90 beeinflussten Post-Rock bezeichnen, dabei muss man aber festhalten, dass in Tocotronic-Liedern oftmals die Texte eine weitaus größere Rolle spielen als ellenlange Gitarrensolos und dergleichen.
Auf ihren ersten drei Alben "Digital ist besser", "Nach der verlorenen Zeit" und "Wir kommen um uns zu beschweren" geht es thematisch um die Ablehnung eines Lebens, welches vom sogenannten Mainstream geprägt ist.
In ihren Anfängen waren es sloganartige Songs, die sich in die Köpfe der Fans einbrannten, da hieß es zum Beispiel "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein", " die Welt kann mich nicht mehr verstehen" oder "Samstag ist Selbstmord".
Damals, vor 16 Jahren waren Tocotroonic eine der ersten deutschen Bands, die versuchte dem aus Seattle herüber schwappenden "Grunge-Boom", mit Bands wie zum Beispiel Nirvana oder Pearl Jam, Paroli zu bieten, indem sie ihren eigenen Sound entwickelten und, mit aus Dirk von Lowtzow Feder stammenden Texten , versuchten die oft vernachlässigte und gelangweilte Jugend wachzurütteln und sie dazu zu bringen, eigene Meinungen zu entwickeln.
Doch Tocotronic ist nicht nur eine Band, die durch Texte auf sich aufmerksam machen will; seit dem sogenannten "weißen Album", welches schlicht und einfach nach der Band benannt wurde und im Jahr 2002 erschien, sind die Tocos auch vertraut mit längeren Studioaufenthalten und der Tocotronic-Sound wurde dadurch klarer und nicht mehr so Lofi-lastig wie früher. Auch was die Texte v. Lowtows anbelangt, kann man ein deutliches "reifen" oder vielleicht auch ein "erwachsen werden", der Band und ihrer einzelnen Charaktere registrieren. Die Songs wurden weniger direkt und sloganartig, sondern sehr bildlich und teilweise sehr poetisch. Dennoch blieb der protestartige Grundgedanke in den meisten Texten, wie zum Beispiel in den Liedern "aber hier leben nein danke!", "Kapitulation" oder auch in "Pure Vernunft darf niemals siegen".
Abschließend kann man sagen, dass die Band früher wie heute großartige Alben produziert hat, und deswegen in der Indie-Szene zurecht einen Namen als einflussreiches Indie-Rock-Quartett genießen kann. Man muss sich also auf das neue Album freuen, egal, ob man ein eingefleischter Tocotronic-Fan ist oder ein neu dazugekommen Hörer.
Nebenbei sei gesagt, dass die Band die drei Klassiker-Alben "Wir kommen um uns zu beschweren", "es ist egal, aber" und "K.O.O.K" in neuer Auflage limitiert wiederveröffentlicht haben und sie schon seit dem 29. Mai erhältlich sind.
Für zusätzliche Informationen zum neuen Tocotronic Album und Sonstigem ist es empfehlenswert mal einen Blick auf die Bandhomepage www.tocotronic.de zu werfen.
In dem Sinne bleibt nur noch zu sagen : "Let there be rock" und " wir sind raus, und wir sind stolz darauf!"
Die Musik der Hamburger Band kann man am ehesten als vom LoFi bzw. Punk der 80/90 beeinflussten Post-Rock bezeichnen, dabei muss man aber festhalten, dass in Tocotronic-Liedern oftmals die Texte eine weitaus größere Rolle spielen als ellenlange Gitarrensolos und dergleichen.
Auf ihren ersten drei Alben "Digital ist besser", "Nach der verlorenen Zeit" und "Wir kommen um uns zu beschweren" geht es thematisch um die Ablehnung eines Lebens, welches vom sogenannten Mainstream geprägt ist.
In ihren Anfängen waren es sloganartige Songs, die sich in die Köpfe der Fans einbrannten, da hieß es zum Beispiel "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein", " die Welt kann mich nicht mehr verstehen" oder "Samstag ist Selbstmord".
Damals, vor 16 Jahren waren Tocotroonic eine der ersten deutschen Bands, die versuchte dem aus Seattle herüber schwappenden "Grunge-Boom", mit Bands wie zum Beispiel Nirvana oder Pearl Jam, Paroli zu bieten, indem sie ihren eigenen Sound entwickelten und, mit aus Dirk von Lowtzow Feder stammenden Texten , versuchten die oft vernachlässigte und gelangweilte Jugend wachzurütteln und sie dazu zu bringen, eigene Meinungen zu entwickeln. Doch Tocotronic ist nicht nur eine Band, die durch Texte auf sich aufmerksam machen will; seit dem sogenannten "weißen Album", welches schlicht und einfach nach der Band benannt wurde und im Jahr 2002 erschien, sind die Tocos auch vertraut mit längeren Studioaufenthalten und der Tocotronic-Sound wurde dadurch klarer und nicht mehr so Lofi-lastig wie früher. Auch was die Texte v. Lowtows anbelangt, kann man ein deutliches "reifen" oder vielleicht auch ein "erwachsen werden", der Band und ihrer einzelnen Charaktere registrieren. Die Songs wurden weniger direkt und sloganartig, sondern sehr bildlich und teilweise sehr poetisch. Dennoch blieb der protestartige Grundgedanke in den meisten Texten, wie zum Beispiel in den Liedern "aber hier leben nein danke!", "Kapitulation" oder auch in "Pure Vernunft darf niemals siegen".

Abschließend kann man sagen, dass die Band früher wie heute großartige Alben produziert hat, und deswegen in der Indie-Szene zurecht einen Namen als einflussreiches Indie-Rock-Quartett genießen kann. Man muss sich also auf das neue Album freuen, egal, ob man ein eingefleischter Tocotronic-Fan ist oder ein neu dazugekommen Hörer.
Nebenbei sei gesagt, dass die Band die drei Klassiker-Alben "Wir kommen um uns zu beschweren", "es ist egal, aber" und "K.O.O.K" in neuer Auflage limitiert wiederveröffentlicht haben und sie schon seit dem 29. Mai erhältlich sind.
Für zusätzliche Informationen zum neuen Tocotronic Album und Sonstigem ist es empfehlenswert mal einen Blick auf die Bandhomepage www.tocotronic.de zu werfen.
In dem Sinne bleibt nur noch zu sagen : "Let there be rock" und " wir sind raus, und wir sind stolz darauf!"
Bildquelle: © flickr.com/fabian-felix