Musik
Sido über Popstars
Hon Gre
16. Oktober 2009 00:01 Uhr
270 Kommentare
Rüpel-Rapper Sido setzt in der Bravo jetzt fort, was er Ende 2008 schon einmal kritisierte. Er hält die gesamte Show Popstars für einen großen Fake und nennt D! Soost einen „Vollidioten“.
Dass Popstars nicht zu seinen Lieblingsformaten gehören würde, konnten sich die meisten Menschen damals bereits denken. Dennoch waren viele verwundert, als sich "Ghetto-Rapper" Sido in der Queensberry-Staffel plötzlich dem Mainstream-Format Popstars als Jury-Mitglied zur Verfügung stellte.
Auch wenn seine Motivation dafür dahin gestellt bleiben wird, so macht er nun all denen, die einst an dieser Zusammenarbeit zweifelten klar – sie hatten recht. In der aktuellen BRAVO lässt Sido kein gutes Haar mehr an der ersten deutschen Band-Casting-Show und ihren Protagonisten, die in ihrer aktuell siebenten Staffel mit sinkenden Quoten zu kämpfen haben.
Detlef D! Soost sei „abgebrüht – privat genau wie in der Sendung.“ Er wolle nur seine Tanzschule vermarkten, so Sido. Auch Popstars selbst sei ein systematisch strukturiertes Format, das hinter der Kamera jedes Detail lenkt. Er sprach dabei vom „Ampelprinzip“. Die Jury sähe während der Castings eine Ampel, die die Zuschauer nicht sehen würden.
Leuchte die Ampel rot, müsse der Kandidat gehen, auch wenn er talentiert ist. Anders herum: Leuchte sie grün, kommt der Kandidat weiter, auch wenn er keinen Ton trifft. In der Regel sorge dafür seine „spannende Geschichte“.
Laut Sido gehe es komplett um private Hintergründe, die bestenfalls abgründig sind. Er frage sich, ob die Kandidaten direkt vor der Sendung erstmal gefragt würden: „Hat deine Mutter Krebs?“ oder: „Ist dein Vater pleite?“
Hier noch ganz in gewohnter Popstars-Manier: Sido als Kandidaten-Disser
Schon 2008 legte Sido noch während der Ausstrahlungen los und sprach über das niedrige stimmliche Niveau der Mädels und die inszenierten Tränenausbrüche, ruderte während der Sendung dann aber wieder zurück.
Von ähnlich Betroffenen hätten sie sich mehr Unterstützung gewünscht, ist auf jetzt.de zu lesen, aber viele andere erfolglose Casting-Teilnehmer hätten sich aufgrund des Drucks nicht getraut ihre Erfahrungen öffentlich zu machen.
Die Switch-Darsteller haben schon lange die Absurdidtät von Popstars erkannt.
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Detlef D! Soost sei „abgebrüht – privat genau wie in der Sendung.“ Er wolle nur seine Tanzschule vermarkten, so Sido. Auch Popstars selbst sei ein systematisch strukturiertes Format, das hinter der Kamera jedes Detail lenkt. Er sprach dabei vom „Ampelprinzip“. Die Jury sähe während der Castings eine Ampel, die die Zuschauer nicht sehen würden.
Leuchte die Ampel rot, müsse der Kandidat gehen, auch wenn er talentiert ist. Anders herum: Leuchte sie grün, kommt der Kandidat weiter, auch wenn er keinen Ton trifft. In der Regel sorge dafür seine „spannende Geschichte“.
Laut Sido gehe es komplett um private Hintergründe, die bestenfalls abgründig sind. Er frage sich, ob die Kandidaten direkt vor der Sendung erstmal gefragt würden: „Hat deine Mutter Krebs?“ oder: „Ist dein Vater pleite?“
Hier noch ganz in gewohnter Popstars-Manier: Sido als Kandidaten-Disser
Schon 2008 legte Sido noch während der Ausstrahlungen los und sprach über das niedrige stimmliche Niveau der Mädels und die inszenierten Tränenausbrüche, ruderte während der Sendung dann aber wieder zurück.
In ihrem Buch haben sie sogar die Originalverträge seitenlang abgedruckt.
Weiteres Salz in die Popstars-Wunde streuen zurzeit auch die ehemaligen Casting-Kandidaten Martin Kesici (Starsearch) und Markus Grimm (Popstars - Nu Pagadi) mit ihrem Buch: „Sex, Drugs & Casting-Shows“. Darin enthüllen sie die gestellten Szenen und die Sensationsgeilheit der Produzenten, wie z.B. in dem Fall, als sich Markus beim Joggen übergeben musste und die Kameraleute euphorisch drauf hielten. Über Detlef D! Soost sind sie geteilter Meinung. Von ähnlich Betroffenen hätten sie sich mehr Unterstützung gewünscht, ist auf jetzt.de zu lesen, aber viele andere erfolglose Casting-Teilnehmer hätten sich aufgrund des Drucks nicht getraut ihre Erfahrungen öffentlich zu machen.
Die Switch-Darsteller haben schon lange die Absurdidtät von Popstars erkannt.
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