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Musik

Ray Charles - The Genius

adriana s.
8. September 2009 19:26 Uhr
27 Kommentare
Ray Charles war ein US-amerikanischer Jazz-Sänger, der blind war. Was ihn für viele so einzigartig macht, ist, dass er es wie kein anderer schafft, Gefühle und Emotionen in seine Musik miteinzubringen; durch seine Musik kann man seine Leidenschaft zur Musik fühlen.
Raymond Charles Robinson wurde am 23. September 1930 in Georgia geboren. Er wuchs mit seiner Mutter Aretha und seinem Bruder George in Greenville/Florida auf. Kontakt zu seinem Vater hatte er nie.
Er musste schon früh harte Schicksalsschläge verarbeiten, denn als er fünf Jahre alt war, musste er hilflos mit ansehen, wie sein Bruder ertrank. Kurze Zeit später bekam Ray den "grünen Star", eine Augenkrankheit, und da seine Familie kein Geld zur ärztlichen Versorgung hatte, wurde er innerhalb von zwei Jahren auf beiden Augen blind.

Seine Mutter wollte, dass Ray trotz seiner Blindheit selbstständig wird. Sie ermutigte ihn, Fahrrad zu fahren, alleine durch die Kleinstadt zu gehen und schärfte ihm immer wieder ein: "Lass dich niemals zum Krüppel machen!".
Im Alter von 7 Jahren ging er auf eine staatliche Blindenschule, 300 Kilometer von zu Hause entfernt. In der Schule lernte der Blinde Klarinette, Altsaxophon und Klavier.

Im Mai 1945 - er war gerade einmal 15 Jahre alt - starb seine Mutter und er verließ seine Schule. Danach zog er zu Verwandten in Jacksonville/Florida. Seine musikalischen Vorbilder zu dieser Zeit waren Charles Brown und Nat Cole. Nach einem Jahr in Jacksonville zog er nach Orlando. Gelegentlich spielte er dort in einer Big Band mit.

Verzweifelt zog er nach Tampa und anschließend nach Seattle. Mit seinem damaligen Trio, das "McSon Trio", nahm er in Seattle sogar eine eigene Schallplatte auf. Der Titel war "Baby, Let Me Hold Your Hand". Von dieser Zeit an nannte er sich nicht mehr Ray Charles Robinson, sondern nur noch „Ray Charles“. Angeblich ließ sich der Blinde, der seine Augen hinter einer Sonnenbrille verbarg, seine Gage in Ein-Dollar-Noten auszahlen, um nicht betrogen zu werden.



Im Jahre 1951 heiratete er Eileen Williams, ließ sich jedoch nur einige Monate später wieder von ihr scheiden.

Luise, eine seiner zahlreichen Geliebten, gebar kurz nach der Trennung ein Kind von ihm. Er wurde Alkoholiker und wurde schließlich und endlich so abhängig von Heroin, dass er zwei bis drei Injektionen pro Tag benötigte.

In L.A, wohin Ray im Jahre 1950 gezogen war, löste sich sein Trio auf und er wurde von einer Bluesband von Lowell Fulson als Gaststar eingeladen, doch nach zwei Jahren zog er nach New York. Inzwischen suchte und fand der schwarze Sänger, der sich selbst am Klavier begleitete, seinen eigenen Musikstil (Swing, Soul, Gospel, R'n'B). Er spielte in allen möglichen Bands mit, um seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. 1954 konnte er sich schließlich seine eigene Combo zusammenstellen.

Er war neun Monate auf Tournee und hatte permanent Liebesaffären mit seinen Sängerinnen. Trotzdem heiratete Ray 1955 ein zweites Mal. Mit seiner Frau Della Beatrice hatte der Sänger drei Söhne, doch außerhalb seiner Ehe hatte er vermutlich ein Dutzend außereheliche Kinder. Von mehreren Frauen wurde er auf Vaterschaft verklagt - erfolgreich.


Sein wohl bekanntester Song: "Hit The Road Jack"

1959 entstand bei einer Session sein Hit "What'd I Say". Durch ein Top-Album nach dem anderen verdiente er so gut, dass er sich ein Haus bauen ließ, ein Privatflugzeug kaufte und zu guter Letzt auch ein eigenes Studio einrichten konnte.

Danach hatte er eine einjährige Pause, die er damit verbrachte, einen Drogenentzug zu machen, sonst hätte ein Gericht ihn wegen illegalen Drogenbesitzes bis zu fünf Jahre Gefängnis verurteilt. Nach seiner erfolgreichen Kur wurde Ray Charles als erfolgreiche Soul-Legende auf der ganzen Welt gefeiert.

Im Jahre 2002 traf sich der Sänger, dessen Erfolg über 50 Jahre dauerte, ein letztes Mal mit seinen unehelichen Kindern, um mit ihnen über seine Krebserkrankung zu sprechen.



Diese Krebserkrankung überlebte er nicht und starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills/Los Angeles.

Ihm zu Ehren fand im Oktober 2004 im Staples Center in Los Angeles ein Konzert mit dem Namen "A Night For Ray Charles" statt. Gäste waren unter anderem Quincy Jones, Tom Cruise, Morgan Freeman und Jamie Foxx. Elton John, Stevie Wonder und andere Weltstars sangen zwölf seiner größten Hits in der Nacht des 10. Oktober.

Sein Nachlass beruht schätzungsweise auf 75-85 Millionen Dollar, worum sich seine Kinder und sein ehemaliger Manager bis heute streiten.

Ray Charles' Leben wurde 2004 von Taylor Hackford verfilmt mit Jamie Foxx in der Hauptrolle.
Bildquelle: © flickr.com/bucklava
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22. Mai 2012 17:18 Uhr