Musik
Dredg - The Pariah, the Parrot, ...
Neon Tiger
10. September 2009 12:47 Uhr
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Nach vierjähriger Pause veröffentlichen Dredg ihr viertes Studio-Album und scheinen auch mit dieser CD den Weg weiter beschreiten zu wollen, sich von ihren Wurzeln als doch recht harte Progressive-Metal Band (Orph, 1997; leitmotif, 1998) zu emanzipieren und auf "popigeren" Pfaden zu wandeln.
Bei Dredg handelt es sich um eine hierzulande nicht allzu bekannte Band aus dem Genre des Progressivemetal/ -Rock. Gegründet wurde Dredg 1993 im sonnigen Kalifornien von Gavin Hayes, Drew Roulette, Mark Engles und Dino Campanella während ihrer gemeinsamen Highschool-Zeit. Langsam begann die Band sich durch die Veröffentlichung von EPs einen Namen zu machen und baute ihre regionale Fangemeinschaft aus. Diese frühen EPs sind allerdings eher dem Numetal/ Progressivemetal zuzuordnen und enthielten weder die für die späteren Dredg-Releases typischen Weltmusik-Einflüße und Lust zur experimentellen Musik noch die die Alben vereinheitlichenden Konzepte.
Entsprechend sind derzeit Fans wie Kritiker in zwei Lager gespalten, wobei die einen sich zu Dredg als Metal-Band bekennen und das aktuelle Album als Zugeständnis zu kommerzieller Musik verurteilen, während andere den Weg, den Dredg seit ihren frühen Werken beschritten haben als künstlerischen Fortschritt interpretieren.
Nachfolgend sei ein Einblick in Dredgs aktuelles Album "The Pariah, The Parrot, The Delusion" gewährt. Wie alle Alben ist auch dieses eng um ein Konzept gestrickt und nimmt sich als Vorlage den Essay "Imagine there is no heaven - A letter to the six billionth citizen" von Salman Rushdie. Diesen Essay hier genauer vorzustellen würde den Rahmen leider sprengen, doch sei gesagt, dass Salman Rushdie seinen Essay sich an den sechsbillionsten Erdenbürger adressiert und diesen mit den auf der Erde tobenden Kultur- und Religionskriegen konfrontiert und ihn auffordert, sich von diesen Konflikten (und vor allem den ihnen zugrunde liegenden Motiven) loszusagen und sein Leben nach bestem Wissen und Gewissen, frei von Dogmatik und Ideologien und der Illusion einer vorgeschobenen göttlichen Macht zu führen.
Ohne Salman Rushdie schlicht zu plagatieren greifen Dredg dieses Konzept von der ersten Sekunde ihres Album an auf und lassen "The Pariah, the Parrot, the Delusion" mit einem entfremdeten Kinderchor auf "Pariah" eröffnen und singen dazu: "Oh delusions are meant to justify, justify the things you do. Oh delusions never really qualify, qualified as an excuse". Im weiteren Verlauf des Liedes wird beschrieben, wie ein Mann sich mit einem "Plan, geschrieben in Blut und Tod", dem Zentrum einer Stadt nähert, wissend, dass es nichts mehr zu bedenken gibt, nur noch dieser todbringende Plan existiert.
Auf dem trügerischen "Ireland" widmen sich Dredg dem Komfort, den eine gewohnte Umgebung bietet und der daraus resultierenden Unlust, Grenzen zu überschreiten und hinter den Horizont zu blicken ungeachtet der durchaus positiven Resultate, die eine solche Neugierde bewirken könnte. Gesungen aus der Ich-Perspektive gibt sich "Ireland" als wunderschönes Lobeslied auf oben aufgelistete Bequemlichkeit und es bedarf schon eines genaueren Zuhörens um zwischen dem verherrlichenden Refrain und den ätherischen Klängen des Liedes Kritik herauszufiltern. Was dem Zuhörer bleibt ist das Gefühl molliger Wärme, untergraben von seichtem Zweifel.
Auf "Ireland" folgt eins von insgesamt vier Interludes, allesamt betitelt mit "Stamp of Origin: ...". Wiederum tritt das Brief-Motiv in den Vordergrund und das kurze Zwischenspiel "Stamp of Origin: Pessimistic" bereitet den Hörer auf den nächsten Titel "Light Switch" vor.
"Light Switch" setzt zum ersten Mal einen eher dunklen Akzent und handelt von der verzweifelten Suche nach Erlösung aus dem Dunkel des Unwissens. Die langsame Spielart und klagenden Lyrics im Kontrast zum hell gespielten und gesungenem Mittel- und Endteil unterstreichen diese Suche bestens.
"Information" ist der Höhepunkt und einer der polarisierenden Titel der CD. Eine zuckersüße Ballade, die zum einen den alteingessenen Fans der Rock-Band Dredg vor den Kopf stoßen dürfte, zum anderen aber auch das musikalische Potenzial und die schöpferische Kraft von Dredg unter Beweiß stellt. Untermalt von einem langsamen Klavier, nahezu ätherischen Gitarrenklängen singt Gavin Hayes trostspendende Textzeilen: "You're suffering, I feel your pain. Allow me to be your sponge. Cuz I can absorb your sorrows, I'm the one. Fire may rain down on you, but I'll be your water". Es folgt eine Bridge, in der das Dilemma eines Attentäters besungen wird, der morgens neben seiner Geliebten aufwacht, wissend sie zum letzten Male zu berühren, zu sehen und zu lieben, woraufhin "Information" langsam mit seinem Refrain ausklingt.
Auf das stille und nachdenkliche "Stamp of Origin: Ocean meets Bay" folgt das lebhafte "Saviour", welches die Amivalenz von Rache und Erlösung thematisiert. Auch wenn Dredg sich hier noch verglichen zu älteren Liedern zurückhalten, dringen hier zum ersten Mal musikalisch Aggression, rger und Unmut in Form von schnellerer und harter Spielart durch.
Ein weiterer Höhepunkt ist "I don't know". Dredg lobpreisen auf diesem Lied Ingoranz und Unwissen, nicht in Form von "die Augen verschliessen", sondern als ein sich Abfinden mit der Endlichkeit des menschlichen Wissens. "I don't know" erinnert musikalisch wieder mehr an vergangene Zeiten und Alben und kommt experimenteller daher. Am Ende des Liedes folgt auf einen ruhigen Vocal-Part nochmals der Refrain und vor allem der Drumer Dino Campanella stellt unter Beweiß, warum Dredg eine Progressivmetal-Band sind.
Der Tiefpunkt folgt mit "Mourning this morning", das recht träge, uninspiriert und fade daher kommt.
Auf das recht elektronisch und ätherische anmutende Zwischenspiel "Stamp of Origin: Take a look around" folgt dann glücklicherweise das durch Streicher eingeleitete, harte Instrumental "Long days and vague clues", welches fast schon auf einem Apocalyptica-Album seinen Platz einnehmen könnte.
"Cartoon showroom" klingt wieder leicht uninspiriert, funktioniert aber als Ballade mit Appell an die Verantwortlichkeit eines jeden doch in sich und rettet sich durch den im wahrsten Sinne des Wortes progressiven, sich zuspitzenden Schlussteil.
"Quotes" stellt wie es sich für guten Progressiverock gehört die Drums von Dino Campanella in den Vordergrund und bedient sich der Gitarre von Mark Engles nur als atmosphäre-schaffendes Instrument. Vor allem durch den fast schon unvereinbar klingenden Kontrast und die Unterschiede der einzelnen Liedteile entsteht somit der "progrieste" Titel auf "the Pariah, the Parrot, the Delusion". Allerdings lassen auch hier Dredg wieder ihre Lust am musikalischen Experimentieren, abgesehen von ein paar äußerst subtilen Streichern, vermissen und was bleibt ist ein (lediglich?) solider Prog-Song mit vergebenem Potenzial zum Highlight des Albums.
Apropos Highlight: Mit dem Instumental "Down to the Cellar" zelebrieren Dredg ihre Wurzeln im harten Progressive-Rock und fahren zum ersten und einzigen Mal harte Geschütze auf. "Down to the Cellar" beginnt leise und langsam und entschließt sich dann sich immer penetranter ins Gehör zu bohren, wobei es den Hörer im wahrsten Sinne des Wortes mit sich hinab reißt. Auf diesem Lied wird erkenntlich, dass Dredg nun seit 13 Jahren zusammen musizieren und es ist der erste Track, auf dem es Dredg gemeinsam gelingt, durch perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel eine Atmosphäre zu kreieren, die den Zuhörer in seinen Bann zieht und einen dieses Hochgefühl erleben lässt, wozu nur Progrock in der Lage ist.
Nach diesem auch innerhalb des Albums gut gesetzten letzten Höhepunkt und Aufbäumens folgt zum Ausklang des Albums "Stamp of Origin: Horizon", welches stark an NINs "The day the world went away" erinnert und lyrisch durch Zitate aus den vorangegangen Liedern das Album gut abrundet und einen mit seinen langsamen, fast wehmütigen akustischen Gitarrenklängen und der dazu rauschenden Stimme entlässt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dredg mit "The Pariah, the Parror, the Delusion" zwar musikalisch nicht ganz an die vorangegangen Alben anknüpfen können (zugegebenermaßen in diesem Falle auch ein schweres Erbe), mit ihrem aktuellen Werk aber nichtsdestotrotz ein solides Rock-Album abliefern. Vor allem die Thematik und ihre musikalische Inszenierung retten vieles auf diesem Album. Zudem ist Dredg eine Band, die konstant auf hohem Niveau abgeliefert hat und sich an Meilensteinen wie "El cielo" messen lassen muss, wodurch auch "durchschnittliche" Alben dieser Band weit über dem
Durchschnitt anderer gegenwärtiger Bands liegen.
Zwar haben sich Dredg mit diesem Album so weit von ihren Wurzeln entfernt wie mit noch keinem anderen Album zuvor, doch kann man dieser Entwicklung durchaus den positiven Effekt abgewinnen, dass hierdurch ein Album entstanden ist, das auch dem durchschnittlichen, an Popmusik gewöhnten Musikkonsumenten die Tür in Richtung Progressivrock öffnet.
Somit lässt sich "The pariah, the parrot, the delusion" abschließend wohl als in sich stimmiges, solides Progressivepop-Album bewerten, welches den Zuhörer mit stimmigen, wohligen Rockklängen bedient, zum Nachdenken anregt, zum sich verlieren einlädt, Trost spendet, wehmütig macht und Lust auf mehr weckt.
Entsprechend sind derzeit Fans wie Kritiker in zwei Lager gespalten, wobei die einen sich zu Dredg als Metal-Band bekennen und das aktuelle Album als Zugeständnis zu kommerzieller Musik verurteilen, während andere den Weg, den Dredg seit ihren frühen Werken beschritten haben als künstlerischen Fortschritt interpretieren.
Nachfolgend sei ein Einblick in Dredgs aktuelles Album "The Pariah, The Parrot, The Delusion" gewährt. Wie alle Alben ist auch dieses eng um ein Konzept gestrickt und nimmt sich als Vorlage den Essay "Imagine there is no heaven - A letter to the six billionth citizen" von Salman Rushdie. Diesen Essay hier genauer vorzustellen würde den Rahmen leider sprengen, doch sei gesagt, dass Salman Rushdie seinen Essay sich an den sechsbillionsten Erdenbürger adressiert und diesen mit den auf der Erde tobenden Kultur- und Religionskriegen konfrontiert und ihn auffordert, sich von diesen Konflikten (und vor allem den ihnen zugrunde liegenden Motiven) loszusagen und sein Leben nach bestem Wissen und Gewissen, frei von Dogmatik und Ideologien und der Illusion einer vorgeschobenen göttlichen Macht zu führen.
Ohne Salman Rushdie schlicht zu plagatieren greifen Dredg dieses Konzept von der ersten Sekunde ihres Album an auf und lassen "The Pariah, the Parrot, the Delusion" mit einem entfremdeten Kinderchor auf "Pariah" eröffnen und singen dazu: "Oh delusions are meant to justify, justify the things you do. Oh delusions never really qualify, qualified as an excuse". Im weiteren Verlauf des Liedes wird beschrieben, wie ein Mann sich mit einem "Plan, geschrieben in Blut und Tod", dem Zentrum einer Stadt nähert, wissend, dass es nichts mehr zu bedenken gibt, nur noch dieser todbringende Plan existiert.
Auf dem trügerischen "Ireland" widmen sich Dredg dem Komfort, den eine gewohnte Umgebung bietet und der daraus resultierenden Unlust, Grenzen zu überschreiten und hinter den Horizont zu blicken ungeachtet der durchaus positiven Resultate, die eine solche Neugierde bewirken könnte. Gesungen aus der Ich-Perspektive gibt sich "Ireland" als wunderschönes Lobeslied auf oben aufgelistete Bequemlichkeit und es bedarf schon eines genaueren Zuhörens um zwischen dem verherrlichenden Refrain und den ätherischen Klängen des Liedes Kritik herauszufiltern. Was dem Zuhörer bleibt ist das Gefühl molliger Wärme, untergraben von seichtem Zweifel.
Auf "Ireland" folgt eins von insgesamt vier Interludes, allesamt betitelt mit "Stamp of Origin: ...". Wiederum tritt das Brief-Motiv in den Vordergrund und das kurze Zwischenspiel "Stamp of Origin: Pessimistic" bereitet den Hörer auf den nächsten Titel "Light Switch" vor.
"Light Switch" setzt zum ersten Mal einen eher dunklen Akzent und handelt von der verzweifelten Suche nach Erlösung aus dem Dunkel des Unwissens. Die langsame Spielart und klagenden Lyrics im Kontrast zum hell gespielten und gesungenem Mittel- und Endteil unterstreichen diese Suche bestens.
"Information" ist der Höhepunkt und einer der polarisierenden Titel der CD. Eine zuckersüße Ballade, die zum einen den alteingessenen Fans der Rock-Band Dredg vor den Kopf stoßen dürfte, zum anderen aber auch das musikalische Potenzial und die schöpferische Kraft von Dredg unter Beweiß stellt. Untermalt von einem langsamen Klavier, nahezu ätherischen Gitarrenklängen singt Gavin Hayes trostspendende Textzeilen: "You're suffering, I feel your pain. Allow me to be your sponge. Cuz I can absorb your sorrows, I'm the one. Fire may rain down on you, but I'll be your water". Es folgt eine Bridge, in der das Dilemma eines Attentäters besungen wird, der morgens neben seiner Geliebten aufwacht, wissend sie zum letzten Male zu berühren, zu sehen und zu lieben, woraufhin "Information" langsam mit seinem Refrain ausklingt.
Auf das stille und nachdenkliche "Stamp of Origin: Ocean meets Bay" folgt das lebhafte "Saviour", welches die Amivalenz von Rache und Erlösung thematisiert. Auch wenn Dredg sich hier noch verglichen zu älteren Liedern zurückhalten, dringen hier zum ersten Mal musikalisch Aggression, rger und Unmut in Form von schnellerer und harter Spielart durch.
Ein weiterer Höhepunkt ist "I don't know". Dredg lobpreisen auf diesem Lied Ingoranz und Unwissen, nicht in Form von "die Augen verschliessen", sondern als ein sich Abfinden mit der Endlichkeit des menschlichen Wissens. "I don't know" erinnert musikalisch wieder mehr an vergangene Zeiten und Alben und kommt experimenteller daher. Am Ende des Liedes folgt auf einen ruhigen Vocal-Part nochmals der Refrain und vor allem der Drumer Dino Campanella stellt unter Beweiß, warum Dredg eine Progressivmetal-Band sind.
Der Tiefpunkt folgt mit "Mourning this morning", das recht träge, uninspiriert und fade daher kommt.
Auf das recht elektronisch und ätherische anmutende Zwischenspiel "Stamp of Origin: Take a look around" folgt dann glücklicherweise das durch Streicher eingeleitete, harte Instrumental "Long days and vague clues", welches fast schon auf einem Apocalyptica-Album seinen Platz einnehmen könnte.
"Cartoon showroom" klingt wieder leicht uninspiriert, funktioniert aber als Ballade mit Appell an die Verantwortlichkeit eines jeden doch in sich und rettet sich durch den im wahrsten Sinne des Wortes progressiven, sich zuspitzenden Schlussteil.
"Quotes" stellt wie es sich für guten Progressiverock gehört die Drums von Dino Campanella in den Vordergrund und bedient sich der Gitarre von Mark Engles nur als atmosphäre-schaffendes Instrument. Vor allem durch den fast schon unvereinbar klingenden Kontrast und die Unterschiede der einzelnen Liedteile entsteht somit der "progrieste" Titel auf "the Pariah, the Parrot, the Delusion". Allerdings lassen auch hier Dredg wieder ihre Lust am musikalischen Experimentieren, abgesehen von ein paar äußerst subtilen Streichern, vermissen und was bleibt ist ein (lediglich?) solider Prog-Song mit vergebenem Potenzial zum Highlight des Albums.
Apropos Highlight: Mit dem Instumental "Down to the Cellar" zelebrieren Dredg ihre Wurzeln im harten Progressive-Rock und fahren zum ersten und einzigen Mal harte Geschütze auf. "Down to the Cellar" beginnt leise und langsam und entschließt sich dann sich immer penetranter ins Gehör zu bohren, wobei es den Hörer im wahrsten Sinne des Wortes mit sich hinab reißt. Auf diesem Lied wird erkenntlich, dass Dredg nun seit 13 Jahren zusammen musizieren und es ist der erste Track, auf dem es Dredg gemeinsam gelingt, durch perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel eine Atmosphäre zu kreieren, die den Zuhörer in seinen Bann zieht und einen dieses Hochgefühl erleben lässt, wozu nur Progrock in der Lage ist.
Nach diesem auch innerhalb des Albums gut gesetzten letzten Höhepunkt und Aufbäumens folgt zum Ausklang des Albums "Stamp of Origin: Horizon", welches stark an NINs "The day the world went away" erinnert und lyrisch durch Zitate aus den vorangegangen Liedern das Album gut abrundet und einen mit seinen langsamen, fast wehmütigen akustischen Gitarrenklängen und der dazu rauschenden Stimme entlässt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dredg mit "The Pariah, the Parror, the Delusion" zwar musikalisch nicht ganz an die vorangegangen Alben anknüpfen können (zugegebenermaßen in diesem Falle auch ein schweres Erbe), mit ihrem aktuellen Werk aber nichtsdestotrotz ein solides Rock-Album abliefern. Vor allem die Thematik und ihre musikalische Inszenierung retten vieles auf diesem Album. Zudem ist Dredg eine Band, die konstant auf hohem Niveau abgeliefert hat und sich an Meilensteinen wie "El cielo" messen lassen muss, wodurch auch "durchschnittliche" Alben dieser Band weit über dem
umfrage
Zwar haben sich Dredg mit diesem Album so weit von ihren Wurzeln entfernt wie mit noch keinem anderen Album zuvor, doch kann man dieser Entwicklung durchaus den positiven Effekt abgewinnen, dass hierdurch ein Album entstanden ist, das auch dem durchschnittlichen, an Popmusik gewöhnten Musikkonsumenten die Tür in Richtung Progressivrock öffnet.
Somit lässt sich "The pariah, the parrot, the delusion" abschließend wohl als in sich stimmiges, solides Progressivepop-Album bewerten, welches den Zuhörer mit stimmigen, wohligen Rockklängen bedient, zum Nachdenken anregt, zum sich verlieren einlädt, Trost spendet, wehmütig macht und Lust auf mehr weckt.
Bildquelle: © Universal Music
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