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Musik

Deutschrap Untergrund Teil 1

Michael Meyers
28. August 2009 15:39 Uhr
156 Kommentare
Sexismus. Gewaltverherrlichung. Anstiftung zu kriminellen Handlungen. Diese Schlagworte kommen einem entgegen, wenn man Zeitungs-oder Fernsehberichte über den deutschen Rap-Untergrund hört. Mysteriös. Aber was steckt wirklich dahinter?
Im deutschen Rap Untergrund haben viele heute bekannte Rapper angefangen, z.B. Rapper Frauenarzt. In den RTL 2 Nachrichten wird Frauenarzt als Rapper beschrieben, der es von Mallorca in die Charts geschafft hat, dabei ist "Atzenmuzik" sein nicht weitaus erstes Projekt. Über 20 Alben brachte Frauenarzt schon heraus, davon sind weit mehr als die Hälfte indiziert. Was mit BassBoxxx anfing, endete in Bluetooth-Wundern wie "Lass dich gehen", "Brennt den Club ab", "T-Shirt und Jeans", oder "Shake die M*schi". Damals der Albtraum aller Eltern. Die Lieder werden als äußerst frauenverachtend eingestuft. Dabei betont der Rapper immer wieder, dass er Altersbeschränkungen auch bei der Musik fordere.
Seine Lieder sollten anregende Unterhaltung sein, sozusagen ein Hardcore Film für die Ohren. Aber stattdessen wurden es Lieder, die nicht nur in Problembezirken, Jugendliche veränderten.
Auch ein Film für die Ohren sollten die älteren Alben des Labels Hirntot sein.
Aber hier dreht es sich nicht um nackte Frauen, sondern das Foltern und Töten von Menschen. Hirntot Records wurde 2007 durch die Hausbesuche des SEK bekannt, die sehr viel Medienaufmerkasamkeit genossen. Auch dabei wurden etliche Tonträger indiziert.
Dabei fordert auch Blokkmonsta zu einer Altersbeschränkung in der Musik auf.
Dass diese Alben nicht für Jugendliche vorgesehen waren, sollte von Anfang an klar sein. Auch waren sie eigentlich gar nicht für solche zu erhalten sein, da sie nur auf hirntot-shop.de gekauft werden konnten, und man dafür Geld überweisen muss.
Auch, erwähnte Björn Dörpholz (so Blokkmonsta mit bürgerlichem Namen) immer wieder, dass man es doch merken sollte, dass seine Texte reine Fiktion sind, den ansonsten wären die Straßen ja voller Leichen.
Heute macht auch Blokkmonsta keine Songs mehr, die keinen Sinn ergeben.
In sämtlichen Liedern wird erwähnt, dass der Mörder am Ende nicht der Sieger ist.
Für sein neues Album "1-Mann-Armee" musste Blokkmonsta bekannt geben, dass die Waffen auf dem Titelbild nur Nachbildungen seien.
Denn bei der letzten Hausdurchsuchung wurde auch von etlichen Zeitungen berichtet, dass eine AK-47 (ein Maschinengewehr) sichergestellt wurde.
Dass diese Waffee entmilitarisiert, und so nicht zu benutzen war, verschwiegen die meisten.
redakteur
22. Mai 2012 16:09 Uhr