Musik
Beethovens Schicksalssinfonie
Kevin Meyer
13. April 2010 15:09 Uhr
80 Kommentare
Jeder weiß worum es sich handelt, wenn das im Fortissimo gespielte, aus vier Tönen bestehende, schlichte Thema erklingt. Es ist der Anfang der fünften Sinfonie Beethovens. Doch wie geht es weiter?
Es ist neben Mozarts "kleiner Nachtmusik", Edvard Griegs "Bergkönig" und Beethovens "Für Elise" das wohl bekannteste Stück der klassischen Musik; und doch kennen die meisten nicht mehr als das Anfangsthema.
Die Schicksalssinfonie ist die fünfte Sinfonie Beethovens. Sie erzählt von Triumph und Niederlage, Leid und Erlösung und dem menschlichen Schicksalskampf. Fertiggestellt wurde sie im Jahre 1808, zehn Jahre nach Beginn von Beethovens zunehmender Taubheit.
Der erste Satz, Allegro con brio, ist in c-moll geschrieben und hat eine klassische Sonatenhauptsatzform, d.h. eine Exposition mit zwei meist konträren Themen, eine Durchführung, in der die Themen verarbeitet werden und einer Reprise, bei der beide Themen in der Grundtonart, der Tonika, erklingen.
Das erste Thema beginnt mit drei im Fortissimo gespielten Achteln auf G und einem langgezogenem Es. Auf diesem erstem Thema basiert die gesamte Sinfonie. Die vier Töne werden sequenziert, das heißt auf einer anderen Tonhöhe gespielt. Danach geht das Thema in einem Fluss durch alle Stimmen durch und wird schließlich vom Tutti auf der Dominante beendet.
Das Seitenthema steht in der Paralleltonart Es-Dur und besteht aus gleichmäßig fließenden Vierteln.
Der größte Teil der Durchführung verarbeitet das erste Thema in verschiedenen Harmonien. In der Reprise werden, wie für die Sonatenhauptsatzform typisch, die beiden Themen in der Grundtonart wiederholt.
Der zweite Satz, Andante con moto, steht in der sechsten Stufe zur Tonika, also As-Dur. Er stellt einen starken Kontrast zum ersten Satz dar. Das Thema ist im Gegensatz zu dem kurzen prägnanten Thema des ersten Satzes, gesanglich und melodiös. Zwischen dem sich immer wiederholendem Thema sind freie Variationen, die ähnliche Aufgaben wie in der Sonatenhauptsatzform übernehmen.
Der dritte Satz, Allegro, ist ein Scherzo und steht in der Grundtonart c-moll. Dieses ist ziemlich charakterschwach und ist eher eine spannungssteigernde Überleitung zum Finale.
Der vierte Satz, Allegro, steht in C-Dur. Er trägt das Schwergewicht der ganzen Sinfonie und ist wie der erste Satz in der Sonatenhauptsatzform komponiert. Die Exposition dauert 85, die Durchführung 66, die Reprise 110 und die Coda sage und schreibe 126 Takte. Das erste Thema beginnt mit einem fanfarenartigen, arpeggierten (gebrochenen) Dreiklang in C-Dur. Die Modulation (Überleitung) besteht aus durchlaufenden Achteln. Das Seitenthema in der Dominante G-Dur ist durch Triolen rhythmisch abgehoben. In der Durchführung wird hauptsächlich das Triolenmotiv des zweiten Themas verarbeitet. Die Coda, die der Reprise folgt, nimmt ein ähnliches Thema wie das erste auf und leitet schließlich zu dem finalen Presto über. Sieben Viertelschläge im Orchester, durch lange Pausen getrennt, beenden schließlich das Werk.
Die Schicksalssinfonie ist die fünfte Sinfonie Beethovens. Sie erzählt von Triumph und Niederlage, Leid und Erlösung und dem menschlichen Schicksalskampf. Fertiggestellt wurde sie im Jahre 1808, zehn Jahre nach Beginn von Beethovens zunehmender Taubheit.
Der erste Satz, Allegro con brio, ist in c-moll geschrieben und hat eine klassische Sonatenhauptsatzform, d.h. eine Exposition mit zwei meist konträren Themen, eine Durchführung, in der die Themen verarbeitet werden und einer Reprise, bei der beide Themen in der Grundtonart, der Tonika, erklingen.
Das erste Thema beginnt mit drei im Fortissimo gespielten Achteln auf G und einem langgezogenem Es. Auf diesem erstem Thema basiert die gesamte Sinfonie. Die vier Töne werden sequenziert, das heißt auf einer anderen Tonhöhe gespielt. Danach geht das Thema in einem Fluss durch alle Stimmen durch und wird schließlich vom Tutti auf der Dominante beendet.
Das Seitenthema steht in der Paralleltonart Es-Dur und besteht aus gleichmäßig fließenden Vierteln.
Der größte Teil der Durchführung verarbeitet das erste Thema in verschiedenen Harmonien. In der Reprise werden, wie für die Sonatenhauptsatzform typisch, die beiden Themen in der Grundtonart wiederholt.
Der zweite Satz, Andante con moto, steht in der sechsten Stufe zur Tonika, also As-Dur. Er stellt einen starken Kontrast zum ersten Satz dar. Das Thema ist im Gegensatz zu dem kurzen prägnanten Thema des ersten Satzes, gesanglich und melodiös. Zwischen dem sich immer wiederholendem Thema sind freie Variationen, die ähnliche Aufgaben wie in der Sonatenhauptsatzform übernehmen.
Der dritte Satz, Allegro, ist ein Scherzo und steht in der Grundtonart c-moll. Dieses ist ziemlich charakterschwach und ist eher eine spannungssteigernde Überleitung zum Finale.
Der vierte Satz, Allegro, steht in C-Dur. Er trägt das Schwergewicht der ganzen Sinfonie und ist wie der erste Satz in der Sonatenhauptsatzform komponiert. Die Exposition dauert 85, die Durchführung 66, die Reprise 110 und die Coda sage und schreibe 126 Takte. Das erste Thema beginnt mit einem fanfarenartigen, arpeggierten (gebrochenen) Dreiklang in C-Dur. Die Modulation (Überleitung) besteht aus durchlaufenden Achteln. Das Seitenthema in der Dominante G-Dur ist durch Triolen rhythmisch abgehoben. In der Durchführung wird hauptsächlich das Triolenmotiv des zweiten Themas verarbeitet. Die Coda, die der Reprise folgt, nimmt ein ähnliches Thema wie das erste auf und leitet schließlich zu dem finalen Presto über. Sieben Viertelschläge im Orchester, durch lange Pausen getrennt, beenden schließlich das Werk.
Bildquelle: © stock.xchng
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