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Lifestyle

Welt-Vegetarier-Tag

Hon Gre
1. Oktober 2009 13:33 Uhr
835 Kommentare
Heute ist Welt-Vegetarier-Tag, an dem dazu aufgerufen wird HEUTE so wenig wie möglich Fleisch zu essen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Und nachfragen tun nun mal die Konsumenten.
Die Argumente, die ein Vegetarier für seine Lebensweise vorbringt, sind allseits bekannt. Man hört sie, als wäre es ein kritischer Songtext, den man fast mitsingen kann, ihm aber keine Beachtung mehr schenkt.
Dennoch sollte der Welt-Vegetarier-Tag einmal im Jahr zumindest Anlass sein, sich mit den Argumenten bzw. konsequenten Überlegungen auseinander zu setzen.


1. Kühe, Hühner und Schweine sind minderwertige Tiere

Diese Tiere haben auch ein Gehirn, auch ein Schmerzzentrum, ein Herz - alle menschenähnlichen Voraussetzungen, um Leid wahrzunehmen und auch zu äußern. Warum stellt sich der Mensch darüber? Und wer war bisher wenigstens so fair und hat sich das Schlachten einer Kuh schon mal angeschaut?


Zumindest eine Zerteilung kann auf Youtube finden

2. Warum essen wir dann keine Hunde, Katzen und Meerschweinchen?

a) Die erste lapidare Antwort, die oft kommt: Das hat die Natur nicht so vorgesehen!
Aber was ist denn die Natur? Gott? Die Neandertaler damals? Ist es nicht eher so, dass der Mensch sich überlegt hat, an welchen Tieren das meiste "dran" ist und welche Tiere er am besten dominieren und einsperren könnte? Und könnte es sich der Mensch - nicht die Natur - nicht auch noch anders überlegen?

b) Die zweite Antwort geht richtig ans Herz: Wir sind doch mit ihnen aufgewachsen, wir können sie doch nicht essen.
Das mag daran liegen, dass eine liebenswerte Kuh vielleicht nicht in ein Wohnzimmer passt. In Indien ist sie ja heilig, obwohl ersteres nicht der Fall ist. In anderen, oft asiatischen Ländern isst man auch sehr wohl Hund und Katz, obwohl man mit ihnen aufgewachsen ist. Warum ist der gemeine Okzidentale da so inkonsequent in seiner Skrupellosigkeit?

3. Aber wir brauchen doch die Aminosäuren und das Eiweiß

Wissenschaftlichen Studien zufolge liefern verschiedene Fleischformen acht Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann. Dennoch gibt es gute Ausgleichsprodukte wie z.B. Nüsse, Getreide, Käse, Milch und Milchprodukte, die den Bedarf decken. Einige Pflanzen, wie z.B. die Sojabohne und die Avocado, enthalten ebenfalls alle essentiellen Aminosäuren.

umfrage

Wer also ein Zeichen setzen möchte, weil er eigentlich schon Fleisch isst, ihn oder sie jedoch einige Argumente dennoch zum Nachdenken gebracht haben, der/die darf sich heute etwas an der sinkenden Nachfrage an Fleisch beteiligen und verzichtet heute mal auf Schnitzel, Wurst und Chicken Nuggets.
Bildquelle: © stock.xchng, © flickr.com/jelene
autor
31. Juli 2010 08:44 Uhr