login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Lifestyle

Welse - Sonderheiten unter den Fischen

Delectra aka Autofreak
4. August 2009 00:16 Uhr
197 Kommentare
Welse, welche in manchen Regionen auch Waller genannt werden, sind bis heute berüchtigte Räuber. Viele wissen überhaupt nichts über die so sonderbaren Tiere.
Welse (lat.Silurus glanis) leben meistens auf dem Schlammgrund von Flüssen und Seen. Sie besitzen einen lang gestreckten Körper und können eine Körpergröße von 1m - 1,5m erreichen. Allerdings sind auch schon größere Exemplare gesichtet wurden. An ihrem breiten, aber trotzdem flachen Kopf befindet sich ein großes Maul. An diesem sitzen die Bartfäden, auch Barteln genannt. Am Oberkiefer befinden sich zwei längere Barteln und am Unterkiefer vier kürzere.
Einige Tiere sind schon bis zu 80 Jahren alt geworden, da sie durch ihre Größe keine Fressfeinde zu Fürchten haben. Eher haben sich die anderen Tiere vor ihnen zu fürchten, denn der Wels ist

1. der größte einheimische Wildfisch

und

2. ein Raubfisch, der als Einzelgänger jagt.

Meist verlässt der nachtaktive Fisch sein Versteck in der Dämmerung und macht Jagd auf Fische. Sie ernähren sich aber auch von kleinen Krebsen. Größere Tiere sollen sogar schon Wasservögel oder kleine Säugetiere ge******n haben. Deshalb fürchten viele Menschen den Wels. Diese Sorge ist aber unbegründet, denn Welse sind recht scheu und lassen sich nur äußerst selten blicken. Junge Tiere sind auch in Gruppen anzutreffen, doch ältere Exemplare leben meist alleine.

Weißlinge
Weißlinge sind nichts anderes als Welse.
Sie unterscheiden sich nur durch ihre Farbe von anderen Welsen, welche eher eine dunklere Farbe besitzen. Durch das Fehlen von den entsprechenden Farbpigmenten in der Haut dieser Tiere entsteht eine weiße Farbe. Solche Albinotiere sind ja nicht unbekannt. Jedoch gibt es Albinowelse sehr selten, denn durch die weiße Farbe geraten sie häufiger in das Visier von Fressfeinden.
Trotzdem haben junge Weißlinge eine relativ große Überlebenschance, wenn es ihnen gelingt sich vor großen Hechten bzw. anderen Feinden zu verstecken.

Der größte und mitunter einzige Feind ist der Mensch!
Leider werden immer mehr Welse mit Netzen, Angeln usw. gefangen, denn die großen Tiere haben eine große wirtschaftliche Bedeutung (besonders in Osteuropa). Welseier werden z.B. auch als Kaviar verwendet. Viele Tiere werden auch in Teichen gezüchtet.
Doch auch immer mehr Hobbyangler versuchen die wenigen Exemplare mit Ködern, wie Tauwürmern oder Fischen zu fangen, um dann damit anzugeben.

Traurig, aber wahr.
Bildquelle: © flickr.com/Joachim S. Müller, © flickr.com/wefish.de
22. Mai 2012 15:39 Uhr