Lifestyle
Was ist Geld?
Marcel H
16. Januar 2010 16:40 Uhr
416 Kommentare
Geld - Viele Menschen haben es, wissen aber nicht woher es kommt oder wie es gesteuert wird. Heute gehört das Zahlungsmittel zum Alltag, doch das war nicht immer so.
Als es noch keine Kreditkarten, Banknoten oder Münzen gab, hat der Mensch mit Hilfe des einfachen Tauschhandels Waren “eingekauft“.
Dieser Tauschhandel lief wie folgt ab:
Ein Viehzüchter braucht Nahrung zum Überleben, doch er kann Produkte, wie Brot, nicht selbst herstellen. Also geht er zum Bäcker. Das einzige das er hat sind Kühe. Er tauscht somit Kuh gegen Brot, wenn sich der Bäcker auf den Handel einlässt. Jeder tauscht die Gegenstände, welche er braucht bzw. geben kann. Ein Handel kann auch über mehrere Personen ablaufen. Wenn der Bäcker z.B. keine Kuh braucht, dafür aber Salz, dann kann er die Kuh auch gegen Salz tauschen. Danach tauscht er Salz gegen das Brot.
Eines Tages reichte dieser einfache Handel aber nicht mehr aus und es musste eine neue Form des Tauschhandels her. Man kam schnell auf die Idee ein Universaltauschmittel zu erfinden, mit dem man die Dienstleistungen und Waren gegeneinander aufrechnen konnte. Das erste Geld wurde geboren. Damals war dieses aus Gold und Silber, da die beiden Edelmetalle als sehr wertvoll galten.
Doch mit der Zeit kamen auch die Probleme. Als das Kaufvolumen der Menschen stieg, wurde das Bezahlen mit dem schweren Metall immer schwieriger. Es musste erneut eine Lösung gefunden werden. Man entwickelte ein "Beglaubigungsschreiben".
Dieses Schreiben funktionierte wie folgt:
Ein Kaufmann zahlte bei Jemandem einen x-beliebigen Betrag ein. Bei dieser Einzahlung wurde ein Dokument verfasst, welches durch einen Boten in ein weit entferntes Land geschickte wurde. Vorteil des Dokuments war seine Leichtigkeit. Der Bote musste keine schweren Säckchen mit Gold oder Silber mit sich tragen. Als der Bote das ferne Ziel erreichte, wurde das Dokument im Mutterhaus (Rathaus oder Kirche) wieder in Gold- oder Silbermengen getauscht. Daraus entwickelte sich der internationale Bargeldverkehr.
Das Dokument entsprach damals dem heutigen Geldschein. Jedoch war dieser Schein kein Gramm Silber wert, sondern es war ein Versprechen. Ein Versprechen, gegen Übergabe dieses Papiers Münzen an den Gläubiger auszuhändigen.
Selbiges ist auch in den USA passiert. Im Jahre 1792, als diese langsam Gestalt annahm, wurde im Kongress der "United States Dollar" als gesetzlichen Währung festgelegt. Die Ein-Dollar Münze hatte einen Silbergehalt von 24,05 Gramm. Doch auch hier war der Zahlungsverkehr, durch das Gewicht der Münzen, eingeschränkt. Später erlaubte man, mit Hilfe eines Gesetzes, den Privatbanken und Händlern mit Noten und Briefen zu handeln.
Der Verfall der Währungskonstante:
In der Zeit von 1815-1914 hatte sich in England eine starke "Goldwährung" gebildet. Eine Unze Gold entsprach dabei 31,104g. Der Goldpreis lag bei 3 Pfund 17 Schilling 9 Pence. Diese Rechnung hatte eine Gültigkeit von fast 100 Jahren. Ein Vorteil davon war ein stabiles Währungsverhalten gegenüber den anderen Währungen auf der Welt. Das sorgte für stabile Verhältnisse, Wohlstand und eine fast vollständige Beschäftigung der Bevölkerung.
Doch als im Jahre 1914 der erste Weltkrieg begann, brauchten alle Staaten mehr Geld. Somit wurde mehr davon hergestellt. In Deutschland zum Beispiel stieg die Geldmenge von 9 Milliarden Reichsmark auf 52 Milliarden Reichsmark. Einfach per Druckmaschine. Durch diese Aktion, von Seiten der Staaten, wurde die Inflation (Wertverfall des Geldes) in Bewegung gesetzt.
Auch im Jahr 1920 war der US-Dollar noch 1 Dollar wert. Doch 75 Jahre später, im Jahr 1995, war der Grüne Schein nur noch 8 Cent wert.
Hier ein Zitat eines Wirtschaftwissenschaftlers:
"Das heutige Weltwirtschaftssystem hängt einzig und allein davon ab, dass die Menschen diesen bunten Papierschnipseln ohne jegliche Verpflichtung, genannt US-Dollarnoten, vertrauen."
Geld heute:
Heute ist Geld etwas Selbstverständliches geworden. Im Grunde hat sich nicht viel zu früher verändert, nur gibt es jetzt noch eine weitere Form des Geldes. Es handelt sich dabei um virtuelles Geld, welches auf Konten ist.
Dieser Tauschhandel lief wie folgt ab:
Ein Viehzüchter braucht Nahrung zum Überleben, doch er kann Produkte, wie Brot, nicht selbst herstellen. Also geht er zum Bäcker. Das einzige das er hat sind Kühe. Er tauscht somit Kuh gegen Brot, wenn sich der Bäcker auf den Handel einlässt. Jeder tauscht die Gegenstände, welche er braucht bzw. geben kann. Ein Handel kann auch über mehrere Personen ablaufen. Wenn der Bäcker z.B. keine Kuh braucht, dafür aber Salz, dann kann er die Kuh auch gegen Salz tauschen. Danach tauscht er Salz gegen das Brot.
Eines Tages reichte dieser einfache Handel aber nicht mehr aus und es musste eine neue Form des Tauschhandels her. Man kam schnell auf die Idee ein Universaltauschmittel zu erfinden, mit dem man die Dienstleistungen und Waren gegeneinander aufrechnen konnte. Das erste Geld wurde geboren. Damals war dieses aus Gold und Silber, da die beiden Edelmetalle als sehr wertvoll galten.
Doch mit der Zeit kamen auch die Probleme. Als das Kaufvolumen der Menschen stieg, wurde das Bezahlen mit dem schweren Metall immer schwieriger. Es musste erneut eine Lösung gefunden werden. Man entwickelte ein "Beglaubigungsschreiben".
umfrage
Dieses Schreiben funktionierte wie folgt:
Ein Kaufmann zahlte bei Jemandem einen x-beliebigen Betrag ein. Bei dieser Einzahlung wurde ein Dokument verfasst, welches durch einen Boten in ein weit entferntes Land geschickte wurde. Vorteil des Dokuments war seine Leichtigkeit. Der Bote musste keine schweren Säckchen mit Gold oder Silber mit sich tragen. Als der Bote das ferne Ziel erreichte, wurde das Dokument im Mutterhaus (Rathaus oder Kirche) wieder in Gold- oder Silbermengen getauscht. Daraus entwickelte sich der internationale Bargeldverkehr.
Das Dokument entsprach damals dem heutigen Geldschein. Jedoch war dieser Schein kein Gramm Silber wert, sondern es war ein Versprechen. Ein Versprechen, gegen Übergabe dieses Papiers Münzen an den Gläubiger auszuhändigen.
Selbiges ist auch in den USA passiert. Im Jahre 1792, als diese langsam Gestalt annahm, wurde im Kongress der "United States Dollar" als gesetzlichen Währung festgelegt. Die Ein-Dollar Münze hatte einen Silbergehalt von 24,05 Gramm. Doch auch hier war der Zahlungsverkehr, durch das Gewicht der Münzen, eingeschränkt. Später erlaubte man, mit Hilfe eines Gesetzes, den Privatbanken und Händlern mit Noten und Briefen zu handeln.
Der Verfall der Währungskonstante:

In der Zeit von 1815-1914 hatte sich in England eine starke "Goldwährung" gebildet. Eine Unze Gold entsprach dabei 31,104g. Der Goldpreis lag bei 3 Pfund 17 Schilling 9 Pence. Diese Rechnung hatte eine Gültigkeit von fast 100 Jahren. Ein Vorteil davon war ein stabiles Währungsverhalten gegenüber den anderen Währungen auf der Welt. Das sorgte für stabile Verhältnisse, Wohlstand und eine fast vollständige Beschäftigung der Bevölkerung.
Doch als im Jahre 1914 der erste Weltkrieg begann, brauchten alle Staaten mehr Geld. Somit wurde mehr davon hergestellt. In Deutschland zum Beispiel stieg die Geldmenge von 9 Milliarden Reichsmark auf 52 Milliarden Reichsmark. Einfach per Druckmaschine. Durch diese Aktion, von Seiten der Staaten, wurde die Inflation (Wertverfall des Geldes) in Bewegung gesetzt.
Auch im Jahr 1920 war der US-Dollar noch 1 Dollar wert. Doch 75 Jahre später, im Jahr 1995, war der Grüne Schein nur noch 8 Cent wert.
Hier ein Zitat eines Wirtschaftwissenschaftlers:
"Das heutige Weltwirtschaftssystem hängt einzig und allein davon ab, dass die Menschen diesen bunten Papierschnipseln ohne jegliche Verpflichtung, genannt US-Dollarnoten, vertrauen."
Geld heute:
Heute ist Geld etwas Selbstverständliches geworden. Im Grunde hat sich nicht viel zu früher verändert, nur gibt es jetzt noch eine weitere Form des Geldes. Es handelt sich dabei um virtuelles Geld, welches auf Konten ist.
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/Frank Schwichtenberg