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Lifestyle

Teil 1: Wie verhütet man richtig?

J. N. H.
22. Dezember 2009 07:00 Uhr
647 Kommentare
Obgleich es noch nie so viele Möglichkeiten der Verhütung gab, war sie auch noch nie so verwirrend. Im nachfolgenden Artikel werden die verschiedenen Verhütungsmethoden etwas genauer beleuchtet.
Die Pille:
Sie wird in Deutschland täglich von etwa sieben Millionen Frauen eingenommen und gilt als das bislang sicherste Verhütungsmittel, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen. Eine Kombipille, welche Gestagen und Östrogene enthält, wird 21 oder 22 Tage eingenommen und anschließend sechs oder sieben Tage ausgesetzt. Hingegen wird die Minipille 28 Tage am Stück eingenommen.Bei regelmäßiger Einnahme, zählt die Pille als sicherstes Verhütungsmittel. Zudem lindert sie Menstruationsbeschwerden, verringert die Regelblutung und verbessert bei vielen Frauen die Haut.

Sollte die Pille jedoch vergessen werden und nicht binnen einer befristeten Zeit – bei der Kombipille zwölf Stunden, zwei Stunden bei der Minipille- eingenommen, so entfällt der Empfängnisschutz. Selbiges gilt bei Magen- und Darmbeschwerden, welche die Hormonaufnahme behindern. Weitere Gefahren der Pille sind eine erhöhte Thrombosegefahr, Übelkeit, Kopfschmerzen und eine häufige Gewichtszunahme. In diesen Fällen reicht oftmals der Wechsel der Pille.

Preis: Eine Minipille gibt es bereits für 12 Euro monatlich, eine Kombipille ab etwa 16 Euro pro Monat.

Das Hormonimplantat:
Dabei handelt es sich um ein kleines Stäbchen, welches vom Arzt unter die Haut an der Innenseite des Oberarmes gesetzt wird. Es bleibt dort bis zu drei Jahren und setzt geringe Mengen an Gestagen ab. Ähnlich wie die Pille bietet es fast hundertprozentigen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften.

Positiv ist, dass man sich dank Hormonimplantat drei Jahre keine Gedanken über Verhütung machen muss. Allerdings leiden viele Frauen unter Kopfschmerzen, Akne oder Gewichtszunahme. Zudem kann man ein Hormonimplantat nicht einfach absetzen, da es operativ entfernt werden muss.

Preis: ab 300 Euro.


Das Verhütungspflaster:
Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein Pflaster, welches auf die Haut geklebt wird und eine Kombination von Östrogenen und Gestagen abgibt. Bei richtiger konsequenter Anwendung ist besitzt es gleichwertige Zuverlässigkeit wie die Pille.

Positiv ist die unkomplizierte Anwendung, die hohe Sicherheit und die geringe Leberbelastung, da die Wirkstoffe direkt in das Blut übergehen. Zudem wird die Wirkung durch Erbrechen und Durchfall nicht beeinträchtigt. Allerdings kann es zu unregelmäßigen Blutungen, Übelkeit oder Kopfschmerzen kommen. Menschen, die an Lebererkrankungen, Thrombose, ungeklärten vaginalen Blutungen, Brustkrebs oder starker Migräne leiden, sollten keine Verhütungspflaster nutzen.

Preis: Eine monatliche Packung mit drei Pflastern kostet um die 20 Euro.


Das Kondom:
Als sicherster Schutz vor Geschlechtskrankheiten - vor allem Aids - sollte das Kondom immer benutzt werden, gerade wenn man sich noch nicht lange kennt.

Kondome bieten gleich doppelten Schutz. Einerseits vor diversen Infektionskrankheiten und andererseits vor einer ungewollten Schwangerschaft der Frau. Es wirkt sich nicht auf den Hormonhaushalt des Körpers aus und hat somit keine Nebenwirkungen.Obgleich es beim Liebesspiel zu leicht peinlichen Momenten kommen kann, wenn man erst das Kondom suchen muss sollte es wirklich immer griffbereit liegen und genutzt werden.

Preis: Je nach Größe und Hersteller gibt es Kondome ab 50 Cent/ Stück.


Die Hormonspirale:
Die Hormonspirale wird vom Arzt direkt in die Gebärmutter eingesetzt und wirkt dort bis zu fünf Jahren. Sie besteht aus einem Kunststoffteil, in welches ein kleines Hormondepot eingefügt ist. Von dort wird Gestagen direkt in die Gebärmutter abgegeben.

Da die Spirale nur Gestagene abgibt, eignet sie sich auch für Frauen mit einer Östrogenunverträglichkeit. Zudem verringern sich die Stärke der Monatsblutung und die Menstruationsbeschwerden. Da eine Hormonspirale recht dick ist, müsste der Gebärmutterhals von jungen Frauen vor dem Einsetzen vom Arzt gedehnt werden.

Des Weiteren können unregelmäßige oder ausbleibende Blutungen, spannende Brüste, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen auftreten. Zudem kann es zu Beckenentzündungen, Verletzungen oder gar Bauchhöhlenschwangerschaften kommen. Aufgrund dessen wird jungen Frauen meist von der Hormonspirale abgeraten.

Preis: ab 300 Euro.


>>>>>> Hier geht`s zu Teil 2
Bildquelle: © stock.xhng, © wikimedia.org
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9. Februar 2012 00:25 Uhr