Lifestyle
Subkultur Punk
L. Asstsiefrei
3. Oktober 2009 06:54 Uhr
530 Kommentare
Sie Kamen in den 70ern und waren alles, was man damals hasste: laut, bunt, wild und ihre Meinung verstieß gegen alles herkömmliche: Die Punks.
Doch immer weniger Jugendliche scheinen sich seitdem für diese Subkultur zu interessieren.
Ob mit Iro, Kurzhaarschnitt, langen Haaren, ob gefärbt oder nicht, ob Nieten und Stiefel oder ohne, Punks fallen auf. Seit 40 Jahren gibt es diese Subkultur schon. 1969 in den USA entstanden, hielt sie sich bis heute. Doch seit der Hochzeit - der 80er Jahre - ist einige Zeit vergangen und heute sieht man nur noch wenige Punks auf den Straßen. Viele Jugendliche interessieren sich heutzutage nicht mehr für die gesellschaftskritische Subkultur und manche wissen nicht einmal, was Punk ist.
Punk ist nicht definiert, kann also auch nicht exakt beschrieben werden, man kann es aber umschreiben.
Punk ist eine Subkultur, die - wie bereits beschrieben - ihre Anfänge 1969 in den USA, New York hatte. Seit diesem Zeitpunkt gab es einige Abspaltungen innerhalb der Szene, die jedoch nicht unbedingt zu einem Bruch führen mussten. Zwar verlaufen sich Anhänger der Abspaltungen meist, doch grob kann man folgende Richtungen aufzählen:
OI!-Punk:
Der OI! steht dem ursprünglichen Punk nahe. Zusammen mit Teilen der unpolitischen Skinhead-Szene lehnen sie Politik ab und stehen für ein einfaches Leben aus Arbeiten und Feiern. Manche unter ihnen stehen politisch engagierten Mitgliedern der Szene negativ eingestellt gegenüber, andere sind ihnen neutral gesinnt. Eine der wichtigsten Grundzüge stellt die Parole "Punks & Skins united dar", was sich gegen eine Szenenspaltung stellt.
Anarchopunk
Der Anarchopunk ist Ende der 70er entstanden und unterscheidet sich zu anderen Punks oft dadurch, dass sie eine starke anarchistische Einstellung haben. Anarchopunks leben oft in Kommunen und WGs zusammen, oder in der anarchistischen Freistadt Christania. Auch die Lebensweise des "Straight-Edge" und des veganen Lebens ist unter ihnen weit verbreitet.
Zwischen diesen beiden unterschiedlichen Stilen gibt es viele andere, die jedoch nicht näher benannt werden. Was jedoch in jedem Punk gleich ist, ist die antikommerzielle Haltung und eine starke antirassistische, bzw. antinationalsozialistische Einstellung. Aus diesem Grund sind Bands wie "die Ärzte" von vielen Punks verhasst, da sie, so viele Punks, mit kommerziellen Mitteln arbeiten und somit den sogenannten "Mainstream" unterstützen.
Außerhalb der Lebenseinstellung der Punks existieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Musikstile. Auch hier vermischen viele Bands einige Stile, die groben Richtungen sind jedoch:
Oldschool Punk
Oder auch 80's Punk bezeichnet. Er ist ein Sammelbegriff für viele in den Anfängen und der Hochzeit bekannten Bands. Die Texte handeln oft von dem Leben der Punks, der Gesellschaft, die man kritisierte, von Nazis und dem Staat. In Deutschland würden Bands wie Schleim Keim, Slime, Sluts, Tarnfarbe und viele andere unter diese Einteilung fallen. Der Punk der 80er ist oft ziemlich ungehobelt und einfach aufgebaut, weshalb man oft alte Punk Bands bereits am Klang erkennen kann. Besonders Bands, die in der DDR entstanden sind, hatten einen unsauberen Klang, da sie ihre Verstärker und Gitarren meist selber bauten, da in der DDR nur wenige dieser Instrumente vorhanden waren.
Hardcore-Punk
Der Hardcore-Punk - oder einfach HC-Punk - stellt eine schnellere, härtere Version des ursprünglichen Punks dar. Er entstand während der Hochzeit des Punks und ist in Deutschland durch Bands wie Canalterror, Boskops und viele andere vertreten. Auch hier sind viele Texte gegen die staatliche Institution und gegen Nazis geschrieben worden. Durch die Hardcore-Szene entwickelte sich das heute typische Aussehen der Punks mit Stiefeln und Nietenjacken.
Anarchopunk
Der Anarchopunk ist mit dem Harcore-Punk verwandt, allerdings unterscheiden sich deren anarchistische Texte oft von denen des Harcorepunks, in dem meist einfach nur eine Ablehnung des Staates beschrieben wurde. Oft werden auch die Gewalt beschrieben, mit denen die Polizei einem begegnet und des Lebens außerhalb der Norm oder die Texte handeln von Tierbefreiung, der "Animal Liberation". Bekannte Bands der Anarchopunk-Szene sind etwa Skarpretter, Conflict, Crass und andere.
OI!-Punk
Der Oi!-Punk ist eine etwas härtere Form des ursprünglichen Punks, der stark von den OI!-Skins geprägt wurde. Die Texte sind unpolitisch und handeln oft von dem Leben in Arbeit und Feiern, aber auch gegen Nazis und die Gesellschaft. Einige der in Deutschland bekannten Bands sind Perkele, Loikaemie, Soifass, Pöbel und Gesocks und Troopers.
Streetpunk
Der Streetpunk ist mit dem OI!-Punk verwandt, ist aber schneller gespielt und erinnert manchmal auch an den HC-Punk. Er ist unpolitisch, gesellschaftskritisch und dessen Texte beschreiben oft das Leben auf den Straßen, den Hass, der einem entgegenschläft und die Ungerechtigkeit des Lebens. Bekannte Bands sind zum Beispiel The Casualties, Angelic Upstarts, Wärters Schlechte.
Crust
Der Crust ist verwandt mit dem Anarchopunk und dem HC-Punk. Er stelt jedoch eine eigene Musikrichtung für sich dar. Der Crust basiert auf tiefen Gitarren, schnellem Schlagzeug und einer speziellen Art des Gesangs, dem sogenanntem "Growling". Die Texte ähneln dem des Anarchopunks und sind meist sehr anklagend. Doch im Gegensatz zum HC- und Anarchopunk werden in Cruststücke oft langsame Parts ohne Gesang eingebaut, in denen die Akkorde aufgelöst gespielt werden.
Punk ist nicht definiert, kann also auch nicht exakt beschrieben werden, man kann es aber umschreiben.
Punk ist eine Subkultur, die - wie bereits beschrieben - ihre Anfänge 1969 in den USA, New York hatte. Seit diesem Zeitpunkt gab es einige Abspaltungen innerhalb der Szene, die jedoch nicht unbedingt zu einem Bruch führen mussten. Zwar verlaufen sich Anhänger der Abspaltungen meist, doch grob kann man folgende Richtungen aufzählen:
OI!-Punk:
Der OI! steht dem ursprünglichen Punk nahe. Zusammen mit Teilen der unpolitischen Skinhead-Szene lehnen sie Politik ab und stehen für ein einfaches Leben aus Arbeiten und Feiern. Manche unter ihnen stehen politisch engagierten Mitgliedern der Szene negativ eingestellt gegenüber, andere sind ihnen neutral gesinnt. Eine der wichtigsten Grundzüge stellt die Parole "Punks & Skins united dar", was sich gegen eine Szenenspaltung stellt.
Anarchopunk
Der Anarchopunk ist Ende der 70er entstanden und unterscheidet sich zu anderen Punks oft dadurch, dass sie eine starke anarchistische Einstellung haben. Anarchopunks leben oft in Kommunen und WGs zusammen, oder in der anarchistischen Freistadt Christania. Auch die Lebensweise des "Straight-Edge" und des veganen Lebens ist unter ihnen weit verbreitet.
Zwischen diesen beiden unterschiedlichen Stilen gibt es viele andere, die jedoch nicht näher benannt werden. Was jedoch in jedem Punk gleich ist, ist die antikommerzielle Haltung und eine starke antirassistische, bzw. antinationalsozialistische Einstellung. Aus diesem Grund sind Bands wie "die Ärzte" von vielen Punks verhasst, da sie, so viele Punks, mit kommerziellen Mitteln arbeiten und somit den sogenannten "Mainstream" unterstützen.
Außerhalb der Lebenseinstellung der Punks existieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Musikstile. Auch hier vermischen viele Bands einige Stile, die groben Richtungen sind jedoch:
Oldschool Punk
Oder auch 80's Punk bezeichnet. Er ist ein Sammelbegriff für viele in den Anfängen und der Hochzeit bekannten Bands. Die Texte handeln oft von dem Leben der Punks, der Gesellschaft, die man kritisierte, von Nazis und dem Staat. In Deutschland würden Bands wie Schleim Keim, Slime, Sluts, Tarnfarbe und viele andere unter diese Einteilung fallen. Der Punk der 80er ist oft ziemlich ungehobelt und einfach aufgebaut, weshalb man oft alte Punk Bands bereits am Klang erkennen kann. Besonders Bands, die in der DDR entstanden sind, hatten einen unsauberen Klang, da sie ihre Verstärker und Gitarren meist selber bauten, da in der DDR nur wenige dieser Instrumente vorhanden waren.
Hardcore-Punk
Der Hardcore-Punk - oder einfach HC-Punk - stellt eine schnellere, härtere Version des ursprünglichen Punks dar. Er entstand während der Hochzeit des Punks und ist in Deutschland durch Bands wie Canalterror, Boskops und viele andere vertreten. Auch hier sind viele Texte gegen die staatliche Institution und gegen Nazis geschrieben worden. Durch die Hardcore-Szene entwickelte sich das heute typische Aussehen der Punks mit Stiefeln und Nietenjacken.
Anarchopunk
Der Anarchopunk ist mit dem Harcore-Punk verwandt, allerdings unterscheiden sich deren anarchistische Texte oft von denen des Harcorepunks, in dem meist einfach nur eine Ablehnung des Staates beschrieben wurde. Oft werden auch die Gewalt beschrieben, mit denen die Polizei einem begegnet und des Lebens außerhalb der Norm oder die Texte handeln von Tierbefreiung, der "Animal Liberation". Bekannte Bands der Anarchopunk-Szene sind etwa Skarpretter, Conflict, Crass und andere.
OI!-Punk
Der Oi!-Punk ist eine etwas härtere Form des ursprünglichen Punks, der stark von den OI!-Skins geprägt wurde. Die Texte sind unpolitisch und handeln oft von dem Leben in Arbeit und Feiern, aber auch gegen Nazis und die Gesellschaft. Einige der in Deutschland bekannten Bands sind Perkele, Loikaemie, Soifass, Pöbel und Gesocks und Troopers.
Streetpunk
Der Streetpunk ist mit dem OI!-Punk verwandt, ist aber schneller gespielt und erinnert manchmal auch an den HC-Punk. Er ist unpolitisch, gesellschaftskritisch und dessen Texte beschreiben oft das Leben auf den Straßen, den Hass, der einem entgegenschläft und die Ungerechtigkeit des Lebens. Bekannte Bands sind zum Beispiel The Casualties, Angelic Upstarts, Wärters Schlechte.
Crust
Der Crust ist verwandt mit dem Anarchopunk und dem HC-Punk. Er stelt jedoch eine eigene Musikrichtung für sich dar. Der Crust basiert auf tiefen Gitarren, schnellem Schlagzeug und einer speziellen Art des Gesangs, dem sogenanntem "Growling". Die Texte ähneln dem des Anarchopunks und sind meist sehr anklagend. Doch im Gegensatz zum HC- und Anarchopunk werden in Cruststücke oft langsame Parts ohne Gesang eingebaut, in denen die Akkorde aufgelöst gespielt werden.
Bildquelle: © flickr.com/miss_rogue
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