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Lifestyle

Storch Heinar vs. Thor Steinar

Stevie Knoop
19. Dezember 2009 16:39 Uhr
2424 Kommentare
Eine Initiative gegen den Rechtsextremismus verulkt das Neonazi-Modelabel Thor Steinar. Der Textilhersteller klagt - doch "Storch Heinar" plant schon die nächste Aktion.
Storch Heinar ist ein Projekt der JungsozialistInnen der SPD in Mecklenburg - Vorpommern.
Storch Heinar ist im wahrsten Sinne des Wortes ein hässlicher Vogel. Er hat eine schmale Brust, seine schwarzen Haare sind streng gescheitelt und auf seinem Schnabel wächst ein Zweifingerbart. Heinar ist ein "Führer"-Vogel. Doch trotz seiner Hässlichkeit ist er berühmt: Am 16.12.08 startete die Bewegung Endstation Rechts, ein Internetportal gegen Rechtsextremismus, die Aktion und machte den Namen zur Modemarke. Als Persiflage auf die allseits bekannte Neonazi-Mode von Thor Steinar.



Der Bekleidungsfirma MediaTex, welche im brandenburgischen Zeesen ansässig ist, passt das überhaupt nicht.
Die Firma produziert Jacken, Hosen, Pullover und Mützen, die in der rechtsextremen Szene äußerst beliebt sind, da das Label sich nordischer Runen und der nordische Mythologie bedient.
Der Verfassungsschutz von Brandenburg bezeichnete die Marke als "eindeutiges Erkennungszeichen" der rechtsextremen Szene. Das Symbol der Marke ist ein Kreuz mit zwei Punkten auf einem grauen Untergrund.



MediaTex ärgert vorallem neben der Ähnlichkeit des Namens vor allem das Symbol: Auf dem Motiv von Endstation Rechts streckt Storch Heinar die Flügel links und rechts in die Höhe, in der Mitte liegt ein Ei, als Anlehnung daran, dass Hitler nur ein Ei hatte. Die Firma findet offenbar, dass dieses Bild dem Thor-Steinar-Kreuz sehr nahe komme. Die Gegenseite sieht das anders, beharrt auf dem deutlichen Unterschied zwischen den Marken. Den Streit wird nun wohl ein Gericht entscheiden.

Zum laufenden Verfahren gegen Endstation Rechts will sich das Unternehmen MediaTex nicht äußern, nur mahnt, dass gegen jeden, der versucht, sich an der Marke zu bereichern, entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

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Vorsorglich hat die Bewegung Endstation Rechts schon einmal T-Shirts, pardon - "T-Hemden", drucken lassen, die man im Internet unter "das Volk" bringen will will. Sie zeigen Storch Heinar mit Stahlhelm, umrahmt vom Schriftzug "Weltkriegsverliererbesieger".

Mit dem Geld aus den neuen "Besieger-Shirts" will Endstation Rechts die Prozesskosten finanzieren. Parallel dazu startet eine SMS-Spendenaktion. Wer das Wort "Storch" an die Nummer 81190 schickt, spendet 3 Euro für die Aktion.


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redakteur
8. Februar 2012 15:01 Uhr