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Lifestyle

Skandal um behinderte Models

Hon Gre
25. Januar 2010 17:24 Uhr
250 Kommentare
Auf der Berliner Fashion Week wollte Designer Torsten Amft mal ein anderes Laufsteg-Konzept vorstellen und mit behinderten Models das Thema Genmanipulation und Viren anstoßen. Mit der Umsetzung stieß er jedoch an die Grenzen des guten Geschmacks.
Wie rtl.de berichtete, hatte Torsten Amft einen ungewöhnlichen Weg beschreiten wollen, sich mit dem Thema Genmanipulation und Mode auseinander zu setzen. Auf die Frage, warum er das überhaupt thematisiere, sagte dazu, er würde sich heutzutage noch im Supermarkt erschrecken, weil er nicht wüsste, ob die Tomaten im Regal nicht genmanipuliert seien. Das sollte seiner Meinung nach in der Öffentlichkeit einmal so miteinander kombiniert werden und zwar in Form von behinderten Models, die wohl somit auch mit Genmanipulation in Zusammenhang stehen sollten.



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Die geplante Provokation scheiterte im Eklat. Wie auf Punkt 12 zu sehen war, verstrickte sich Amft immer mal wieder in Versuchen Models zu erklären, wie er sich die Umsetzung von Genmanipulation vorstelle. So wäre es die beste Präsentation gewesen, wenn ein weibliches Model mit Arm- und Beinstumpfen einfach über die Bühne getragen worden wäre, obwohl sie laufen kann. So fragte er in ihrer Anwesenheit einfach ein männliches Model, ob er sich vorstellen könne, sie wie ein Baby über die Bühne zu tragen. Eine weitere Dame sollte doch bestenfalls vorne auf dem Laufsteg mit ihrer Prothese winken und die Krönung wäre gewesen, wenn ein Mann ohne Arme und Beine in einem Rucksack getragen worden wäre und nur sein Kopf heraus geguckt hätte. Die behinderten Models, die gehofft hatten, trotz ihrer Behinderung einmal auf dem Laufsteg gehen zu können und nicht als Behinderte vorgeführt zu werden, brachen an dieser Stelle ab und liefen nicht. Die Modenschau war letztendlich auch nur mäßig besucht.
Bildquelle: © flickr.com/twicepix
autor
8. Februar 2012 14:38 Uhr