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Lifestyle

Sind Rechte automatisch dümmer?

J.- N. H.
27. Februar 2010 14:37 Uhr
1915 Kommentare
Mit dieser Frage befasst sich eine amerikanische Langzeit-Studie. Forscher kamen zum Schluss, dass rechtsorientierte Menschen im Durchschnitt dümmer sind als andere. Überrascht waren sie davon nicht, denn Tradition funktioniere auch ohne Denken.
Die politische Orientierung eines Menschen lässt sich, zumindest im Durchschnitt, an deren Intelligenz-Quotienten (IQ) ablesen. Süddeutsche.de berichtet über eine amerikanische Langzeit-Studie, an welcher etwa 15.000 Probanden teilnahmen. Dabei erreichten junge Menschen, welche sich selbst als „sehr konservativ“ beschrieben, durchschnittlich einen IQ von 95. Damit lagen sie fünf Punkte unter dem Durchschnitt. Hingegen erreichten die „sehr liberal“ denkenden Gleichaltrigen einen Durchschnittswert von 106.

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Keine Überraschung für Satoshi Kanazawa, Psychologieprofessor der London School of Economics. Dieser glaubt, es sei nicht ungewöhnlich, dass sich intelligente Menschen anders verhalten, als es laut Evolution vorgesehen wurde, so Social Psychology Quarterly. Ihre Intelligenz bietet ihnen die Freiheit, neue Wege im sozialen Leben zu erforschen. Sie sind fähig Ressourcen für fremde Menschen aufzuwenden und vertreten vermehrt die „staatliche Wohlfahrt, die höhere Steuern erfordert.“

Diese Auffassung belegt auch eine britische Langzeitstudie, in welcher 6000 Menschen, die im April 1970 geboren wurden, fortan begleitet wurden. Während die Intelligenteren vermehrt die Grünen oder Liberaldemokraten wählten, neigten die weniger Intelligenten zu den Konservativen oder Labour Party.

Selbigen Unterschied belegte der Psychologe Ian Deary (Universität Edinburgh) in einer Studie 2008. Darin beziffert er die den IQ der Grünen-Wähler auf 108, der Konservativen auf 104 und der Labour-Wähler auf 103. Unpolitische oder Rechtsextremisten lagen weit unter 100 IQ-Punkten.

Detlef Rost, Intelligenz-Forscher der Universität Marburg äußerte sich dazu wie folgt: "Diese Unterschiede sind nicht groß, aber sie lassen sich auch nicht durch Zufälle erklären. Um progressiv zu sein, brauchen Menschen kognitive Leistungsfähigkeit. Wer immer im Bekannten bleibt, muss nicht viel überlegen." Mit ähnlichen Argumenten erklärte auch Kanazawa die Studienergebnisse. Intelligenz sei der Schlüssel sich von Traditionen abwenden zu können. Zu selbigen zählt er auch den Nichtglauben an Gott. Während die "sehr religiösen" Amerikaner nur 97 IQ-Punkte erreichten, belegten die „überhaupt nicht religiösen“ einen Durchschnittswert von 103.
Bildquelle: © stock.xchng
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31. Juli 2010 08:22 Uhr