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Lifestyle

SeaWorld: Wal tötet Trainerin

Lydi S.
26. Februar 2010 21:35 Uhr
727 Kommentare
Orca Tillikum tötete im Meerestierpark SeaWorld nun bereits zum dritten Mal einen Menschen. Er schnappte seine Trainerin Dawn Brancheau und zog sie in das Becken. Trotz dessen soll Tillikum in SeaWorld bleiben.


Der im Meerestierpark SeaWorld Orlando (Florida) lebende Schwertwal Tillikum tötete nun zum dritten Mal einen Menschen – darunter zwei seiner Trainer, so web.de. Diesmal wurde die 40-jährige Dompteurin Dawn Brancheau sein Opfer. Sie starb während einer öffentlichen Fütterung, als sie Tillikum am Bauch kraulte. Plötzlich packte er Brancheau am Arm, zog sie mit sich und schlug sie mehrere Male heftig auf das Wasser. Dieses Verhalten zeigen frei lebende Orcas sonst bei der Robbenjagd.


„Er schoss wie eine Fledermaus heraus, schnappte die Trainerin an der Hüfte und schüttelte sie heftig“

Quelle: welt.de
Ein junges brasilianisches Paar wurde Zeuge des tragischen „Unfalls“. Sie sagten, der stattliche Orca-Bulle sei bereits vor der Fütterung gereizt gewesen. Schon vor diesem Ereignis wurde den Trainern aufgrund der Größe der Tiere sowie der vergangenen Ereignisse verboten, in das Becken der Wale zu steigen und mit der Gruppe zu schwimmen.


„Du konntest deutlich sehen, dass dieser Wal absolut nicht in Stimmung war, dass er einfach nicht mitmachte.“

Quelle: welt.de

Die Bergung von Brancheaus Leiche war erst möglich, nachdem Mitarbeiter den Wal in ein kleineres Becken lotsten und die Tote aus dem Maul des Orcas befreiten. Laut dem Obduktionsbericht erlitt die 40-jährige schwerste Verletzungen. Todesursächlich war letztlich Ertrinken.


Trotz allem hält SeaWorld an dem Orca-Bullen fest. Chuck Tompkins, SeaWorld-Manager und Verantwortlicher der Walshows, sagte, dass Tillikum weder ausgewildert noch eingeschläfert wird, da er an das Leben mit seinen sieben Artgenossen gewohnt sei. Er versicherte eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen, äußerte sich jedoch nicht dazu, ob Tillikum weiterhin an den Shows teilnehmen wird.

Diverse Tierschützer, darunter der ehemalige Delphintrainer und Aktivist Russ Rector, bezeichnen diese Entscheidung als falsch. Zudem sieht er darin pures Profitdenken. "Wäre Tilikum eine Raubkatze oder ein Bär, hätten sie ihn schon längst eingeschläfert." Experten meinen, dass ein "geeignetes" Orca-Becken für einen Orca wie ein Leben in der Badewanne sein muss. "Er ist Millionen von Dollar wert", unter anderem auch als Zuchttier, sagte Rector. "Und er wird weiter töten."



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Die derzeit gestoppten Wal-Shows sollen ab Samstag, laut SeaWorld-Leitung, fortgesetzt werden. Bis zur Klärung werden vorerst keine Trainer ins Wasser gelassen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AP äußerte sich nun auch Brancheaus Ausbilder Thad Lacinak. Dieser gab an, dass sie jegliche Sicherheitsvorkehrungen außer Acht gelassen hat, während sie auf der Plattform liegend ihren Pferdeschwanz im Wasser baumeln ließ, so welt.de. Tillikum habe diesen mit einem Spielzeug verwechselt und aufgrund dessen zugeschnappt.

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redakteur
31. Juli 2010 08:46 Uhr