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Lifestyle

Sachschaden: Tierrandale im Kölner Zoo

J. N. H.
1. Februar 2012 14:52 Uhr
12 Kommentare
Hoher Sachschaden im Kölner Zoo. Allerdings haben hier keine jugendlichen „Scratcher“ ihr Unwesen getrieben, sondern die Tiere selbst – und das mitten am Tag.
Die Täter: Flussspferde und Krokodile
Christopher Landsberg, Vorstand des Kölner Zoos, gibt gesteht gegenüber express.de: „Das hatten wir nicht bedacht. Die Flusspferde zerkratzen mit ihren Zähnen die Scheiben. Noch schlimmer ist es bei den Krokodilen, denn die schwimmen oft kurz unter der Wasseroberfläche. Dabei zerkratzen sie mit ihren hervorstehenden Zähnen die Scheibe auf Augenhöhe der erwachsenen Zoobesucher.“



5000 Euro pro Scheibe
Besonders problematisch ist dabei das extrem dicke Plexiglas, aus welchem die Scheiben bestehen, da dieses stark kratzanfällig ist. „Weil die Scheiben gebogen sind, war es nicht möglich, normales, kratzfesteres Glas einzubauen. Unser Architekt hat uns bei der Planung des Hauses auch nicht auf die Problematik hingewiesen. Allerdings hat ihm auch niemand explizit gesagt, dass Flusspferde oft ihre Mäuler aufsperren und Krokodile hervorstehende Zähne haben.“

So muss der Zoo die Scheiben regelmäßig abschleifen, was pro Scheibe 5000 Euro kostet. „Wir müssen dazu die Tiere rausholen, das Wasser komplett ablassen und dann eine Spezialfirma mit schwerem Gerät die zerkratzten Stellen abschleifen lassen“. Doch damit nicht genug: Seit der Eröffnung des Hippodoms 2010, welches 12,5 Mio. Euro kostete, gibt es Streit um die Filteranlage, da man die Tiere vor Dreck oftmals gar nicht sehen kann. „Die Anlage wurde zu klein dimensioniert. Wir sind im Rechtsstreit mit dem Ingenieur, der die Anlage geplant hat. Für eine größere Anlage haben wir keinen Platz. Es geht also darum, die Filter leistungsfähiger zu machen.“


Bildquelle: © flickr.com/k_millo
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22. Mai 2012 15:10 Uhr