Lifestyle
Psychosen aufgrund von Cannabis?
J.- N. H.
2. März 2010 20:52 Uhr
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Ein australisches Forscherteam, unter der Leitung von John McGrath, untersuchte nun den Zusammenhang zwischen Psychosen und dem Konsum von Cannabis. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass der jahrelange Konsum von Haschisch oftmals der Auslöser für zukünftige Psychosen ist.
Es ist nicht unbekannt, dass der Konsum von Cannabis für viele Leute eine harmlose Freizeitbeschäftigung darstellt – im Gegensatz zu Kokain, Heroin oder anderen Drogen. Allerdings warnen Forscher schon seit langem, die Wirkung von Haschisch auf den Körper nicht zu unterschätzen. Eine aktuelle australische Studie bestärkt diese Meinung, so focus.de. Menschen, welche über Jahre Cannabis konsumieren, müssen mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen sowie einem stetigen Realitätsverlust rechnen. Die Stärke derartiger Psychosen richtet sich nach der Dauer des Konsums.
Um ihren 21. Geburtstag herum wurden 3801 Menschen befragt, welche zwischen 1981 und 1984 geboren worden. Dabei konzentrierten sich die Forscher um John McGrath auf den Cannabiskonsum der Probanden. Darüber hinaus entwickelten sie, anhand von Interviews und diversen Bewertungskriterien, Psychogramme der Probanden.
So zeigten etwa 50 Prozent der Teilnehmer Erfahrungen mit Haschisch. 543 Teilnehmer (14,3 Prozent) nahmen über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren Cannabis. Einen Konsum von vier bis fünf Jahren gaben 615 (16,2 Prozent) an und 672 (17,7 Prozent) hatten weniger als drei Jahre Erfahrungen mit Haschisch. Während 65 der Studienteilnehmer eine ausgeprägte psychische Störung, wie Shizophrenie, aufwiesen, trat bei 233 Probanden mindestens ein Anzeichen einer Psychose auf.
Verglichen mit den „Cannabis-freien“ Teilnehmern, wiesen die Langzeitkonsumenten ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko einer Psychose auf. Auch zeigten sie innerhalb des Tests für Wahnvorstellungen Werte, welche viermal über dem der anderen lagen. In „Archives of General Psychiatry“ heißt es dazu: „Die Beziehung zwischen Dosis und Wirkung war eindeutig. Je länger der Konsum dauerte, desto höher war das Risiko für psychotisches Verhalten“. Besonders im Blick hatten die Forscher 228 Zwillingspaare, um einen genetischen Fehler oder Umwelteinflüsse im Hinblick auf ausgelöste psychische Störungen ausschließen zu können. Auch hier zeigten die Tests ein eindeutiges Ergebnis.
Trotz dessen sei der Zusammenhang, laut den Forschern, nicht einfach. Beispielsweise neigen Menschen, welche schon in Kindestagen durch psychische Probleme auffielen, eher zum Konsum von Haschisch als andere. „Menschen, die anfällig für eine Psychose waren, griffen früher zu Cannabis. Der Drogenkonsum verstärkte dann die Tendenz und führte zu konkreten psychotischen Symptomen“.

Um ihren 21. Geburtstag herum wurden 3801 Menschen befragt, welche zwischen 1981 und 1984 geboren worden. Dabei konzentrierten sich die Forscher um John McGrath auf den Cannabiskonsum der Probanden. Darüber hinaus entwickelten sie, anhand von Interviews und diversen Bewertungskriterien, Psychogramme der Probanden.
So zeigten etwa 50 Prozent der Teilnehmer Erfahrungen mit Haschisch. 543 Teilnehmer (14,3 Prozent) nahmen über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren Cannabis. Einen Konsum von vier bis fünf Jahren gaben 615 (16,2 Prozent) an und 672 (17,7 Prozent) hatten weniger als drei Jahre Erfahrungen mit Haschisch. Während 65 der Studienteilnehmer eine ausgeprägte psychische Störung, wie Shizophrenie, aufwiesen, trat bei 233 Probanden mindestens ein Anzeichen einer Psychose auf.
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Trotz dessen sei der Zusammenhang, laut den Forschern, nicht einfach. Beispielsweise neigen Menschen, welche schon in Kindestagen durch psychische Probleme auffielen, eher zum Konsum von Haschisch als andere. „Menschen, die anfällig für eine Psychose waren, griffen früher zu Cannabis. Der Drogenkonsum verstärkte dann die Tendenz und führte zu konkreten psychotischen Symptomen“.
Bildquelle: © stock.xchng
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