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Lifestyle

Peta fordert Heimtierschutzgesetz

Daniel Z.
2. Februar 2010 13:27 Uhr
395 Kommentare
PETA verfolgt das Ziel, in Deutschland ein Gesetz zu erlassen, welches Haustiere schützen soll. In Deutschland leben etwa 23 Millionen Haustiere. Doch sie werden kaum von Gesetzen geschützt, sodass viele von ihnen ungestraft vernachlässigt werden. Deshalb fordert Peta nun ein Heimtierschutzgesetz.
Viele Haustiere werden alleine gehalten, obwohl es von Natur aus, eher soziale Tiere sind. Für ein Meerschweinchen oder ein Kaninchen, ist es meist eine Tortur alleine zu sein. Und obendrein, wenn der Käfig viel zu klein ist und das Tier nur wenig Beschäftigungsmöglichkeiten hat. In der Schweiz ist man da schon weiter. Dort ist gesetzlich festgeregelt, dass Gruppentiere nicht alleine gehalten werden dürfen, daran otientiert sich jetzt auch PETA, wie auf peta.de nachzulesen ist.

Sollte man einen Degu zuhause halten?

Die meisten Haustiere stammen aus Zoohandlungen oder von Züchtern. Dabei platzen unzählige Tierheime praktisch aus allen Nähten. Woher die Tiere kommen, die in Zoohandlungen sind, bleibt ebenso unklar. Auch Zoohandlungen werden häufig den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht. Dort werden Jungtiere in viel zu kleinen Käfigen, mit viel zuvielen Artgenossen gehalten. Auch die Mitarbeiter sind nicht immer vollkommen informiert, was die Haltung von Haustieren angeht.

Oder etwa ein Cahmäleon?

Ziele, die mit dem Heimtierschutzgesetz angestrebt werden, sind u.A., dass geschlechtsreife Tiere sofort kastriert werden. Weil sich Katzen rasant vermehren, werden sie häufig ausgesetzt. Oft verwildern sie dann. Doch in der vermeintlichen Wildnis unserer Städte sterben sie dann an Verkehrsunfällen, sadistischen Tierquälern oder Krankheiten, die ein Tierarzt im Nu kurieren könnte. Weiterhin denkt man über die Einführung eines Hundeführerscheins nach. Damit wird sichergestellt, dass jeder der einen Hund kauft, auch weiß, wie er mit dessen Bedürfnissen zurechtkommt.

Die Forderungen sind:

    * Verbot sexueller Handlungen mit Tieren
    * Gruppenhaltung sozialllebender Arten (Kaninchen, Vögel, etc.)
    * Haltungsverordnung nach Richtlinien der Schweiz und des TVT für alle „Heimtiere“
    * Verbot der Wildtierhaltung in Privathaushalten
    * Sachkundenachweis für Hundehalter
    * Massive Eindämmung der Zucht aller „Heimtiere“
    * Beendung der sog. „Qualzuchten“
    * Kastrationsgebot für alle geschlechtsreifen Tiere, die unkontrolliert ins Freie gelassen werden
    * Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel
    * Ausbildungsverordnung für Mitarbeiter des Zoohandels
    Quelle: peta.de

umfrage

Mit dem neuen Gesetz will man auch Tierbörsen das Geschäft vermasseln, welche eingefangene Wildtiere in Deutschland verkaufen. Ein Wildtier kann niemals einfach so zu einem Haustier werden! Davon abgesehen, dass die meisten Käufer garnicht wissen, wie sie mit dem Tier umzugehen haben, sind einige Wildtiere – besonders Exoten – auch ziemlich gefährlich. Und das wiederum könnte Menschen gefährden.

Mehr dazu unter http://www.peta.de/web/heimtierschutzgese.3015.html
Bildquelle: © flickr.com/masochismtango, © commons.wikimedia.org/ heavyuser
autor
redakteur
7. September 2010 04:06 Uhr