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Lifestyle

Origami - Eine mal ganz andere Kunst

Anne G.
8. November 2009 16:10 Uhr
86 Kommentare
Kleben, schneiden, falten, malen. Jeder hat schon einmal gebastelt und dabei die unterschiedlichsten Dinge erstellt. Doch ist das immer viel Arbeit und gerade kleine Kinder haben hinterher keine Lust mehr alles aufzuräumen.
Bei Origami ist das anders, denn es ist die Kunst des Papierfaltens. Das heißt, man braucht nichts weiter als ein Stück Papier und natürlich ein wenig Geschick.

Allein der Begriff sagt alles über diese etwas andere Freizeitbeschäftigung aus. Das Wort Origami kommt aus dem japanischen von ori (dt. falten) und kami (dt. Papier).


Die traditionelle Form des Papiers ist ein Quadrat. Wenn man mehr Erfahrung hat, kann man aber auch andere Formen verwenden. Beim Falten entstehen dann zwei- oder dreidimensionale Figuren, wie Tiere oder andere Gegenstände. Die bekannteste Figur darunter ist der Kranich, doch jeder hat schon einmal ein ganz bestimmtes Origami gefalten – den allseits bekannten Papierflieger.

Wichtig beim Origami ist: Kein Klebstoff und keine Schere.

Doch der Verzicht darauf bringt keine Nachteile mit sich, sondern sogar Vorteile. Dadurch wurde die Entwicklung neuer Techniken gefördert, wie das Modulare Origami oder Nassfalten. Heute gibt es noch viele andere solcher Teilbereiche, z.B. Kirigami, Iso Area, Crumpling oder Multipiece Origami. Auch lassen sich Origami technisch anwenden (u.a. für Airbags oder medizinisches Implantate).
Statue von Sadako Sasaki mit Origami-Kranich

Dabei hat noch alles so normal, vor über 600 Jahren in der Muromachi-Zeit (1333 - 1568), angefangen. Nur konnte damals nicht jeder Papierfalten, denn Papier war sehr teuer. Auch gab es nur wenig Auswahl an Grundformen und keine Anleitungen.

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Das ist heute anders, weshalb diese Papierkunst auch immer beliebter wird. Es gibt mittlerweile sogar Ausstellungen dazu, wie 2005 in Salzburg. Dort wurden ca. 200 Origami ausgestellt. Vereine gibt es ebenfalls und das auch in Deutschland. "Origami Deutschland" ist einer davon.

Außerdem gilt der Kranich heute auch als Friedenssymbol und Zeichen gegen den Atomkrieg.


Bildquelle: © flickr.com, © commons.wikimedia.org/Lisa Norwood
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9. Februar 2012 01:16 Uhr