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Lifestyle

Opferfest-Tradition oder Tierquälerei?

JUL KEHR
26. Dezember 2009 06:01 Uhr
1955 Kommentare
Jedes Jahr bildet das mehrtägige Opferfest den Abschluss der Pilgerfahrt nach Mekka bei dem hundertausende von Tieren zu Ehren Allahs grausam geschächtet werden und ein qualvolles Ende erleiden.
Mit dem Opferfest Eid el Adha feiern die Muslime jedes Jahr Ende November das Ende der Pilgerfahrt nach Mekka. An jenem Tag werden Tiere geopfert, um das Wohlgefallen und die Vergebung Gottes zu erlangen. Zudem besteht der Gedanke das Teilen und das friedliche Miteinander. Das Opferfest ist neben dem Fest des Fastenbrechens zum Abschluss des Ramadan der höchste Feiertag im Islam. Doch leider gehört zu diesem höchsten Feiertag der Muslime auch die Schlachtung hundertausender Schafe und Ziegen.
Wie www.rp-online.de berichtet, sind 2006 dabei im Rahmen einer Massenpanik 346 Menschen ums Leben gekommen, 1990 sogar mehr als 1400.



Das Schächten sybolisiert Abrahams Bereitschaft Gott seinen Sohn zu opfern.
Das Schächten
Das sogenannte "Schächten", ist die Bezeichnung für die grausame Vorgehensweiße mit der die Tiere geschlachtet werden. Dabei durchschneidet der Schlächter die Halsschlagader und lässt das Tier ausbluten, da der Islam den Verzehr von Blut verbietet. Das Tier selber ereilt dardurch ein langsamer und qualvoller Tot.

Das Schächten in Deutschland
In Deutschland hatten islamische Verbände 2002 das Recht auf diese langsame und für die Tiere grausame Methode vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten. Die Richter begründeten das Urteil mit der Religionsfreiheit. Tierschützer hat das nicht überzeugt. Sie verweisen darauf, dass der Tierschutz ebenfalls seit 2002 Staatsziel mit Verfassungsrang sei.



Religionsausübung oder Tierschutz?
Ein pikanter Teil dieses Themas ist die Frage was Priorität hat die Ausübung der Religion oder das Wohlergehen der Tiere.
Ist es wichtiger einem Religiösen Ritus nachzugehen der fester Bestandteil des Islams ist ?
Oder ist es sinnlos und grausam Tieren solche qualen zuzufügen für einen Gott der villeicht nichteinmal existiert? Hier werden sich wahrscheinlich die Meinungen spalten: Fest steht aber, dass den Tieren großes Leid zugefügt wird.

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Betäubung
Einen ersten Schritt ging in diesem Jahr die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB).Sie appelierten an alle Muslime, Tiere beim Schächten nicht zu quälen. So könne man zum Beispiel das Tier vor der Schächtung durch einen Elektroschlag betäuben.
Doch die dardurch herbeigeführte Bewegungslosigkeit könnte ein Nachteil sein, da die Zuckungen im Todeskampf dafür sorgen sollen das das Tier von selber ausblutet, wodurch die Betäubung von dem meisten Schlächtern abgelehnt wird.
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redakteur
22. Mai 2012 15:02 Uhr