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Migrantenkinder seltener in KiTas
J. N. H.
3. Februar 2012 13:30 Uhr
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Kinder unter drei Jahren mit Migrationshintergrund werden deutlich seltener in einer Kindertageseinrichtung oder durch eine Tagesmutter beziehungsweise einen Tagesvater betreut als Kinder ohne Migrationshintergrund.
Lediglich 14 Prozent in Kindertagsbetreuung
Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Bundesweit lag die Betreuungsquote der unter Dreijährigen Kinder mit Migrationshintergrund 2011 bei lediglich 14 Prozent. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund war sie mit 30 Prozent hingegen mehr als doppelt so hoch.
Im Alter von drei bis fünf Jahren wurden Migrantenkinder mit 85 Prozent gegenüber 97 Prozent bei Kindern ohne Migrationshintergrund ebenfalls deutlich seltener betreut. Im Vorjahresvergleich zeigt sich, dass bei den unter Dreijährigen die Betreuungsquote gestiegen ist. Bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren ist sie seit 2009 weitgehend konstant geblieben.
Betreuungsgeld "schwächt den Arbeitsmarkt"
Die EU-Kommission hat schwere Bedenken gegen das Betreuungsgeld, das die schwarz-gelbe Koalition ab 2013 auszahlen will. "Eltern einen Anreiz zu bieten, zu Hause zu bleiben und dafür Geld zu bekommen, schwächt den Arbeitsmarkt", sagte der zuständige EU-Sozialkommissar Laszlo Andor der Tageszeitung Die Welt. Er sei überrascht, dass die Bundesregierung Mütter zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause ermutige.
"Es gilt in Europa die klare Politik, die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt zu fördern." Das von Kritikern als "Herdprämie" bezeichnete Betreuungsgeld könnte für die schwarz-gelbe Regierung auf EU-Ebene unangenehme Folgen haben. Denn im Rahmen der Krisenmaßnahmen muss auch Berlin der EU-Kommission neuerdings nationale Reformprogramme vorlegen. Die Bundesregierung muss nun in einer schriftlichen Stellungnahme nachweisen, dass das geplante Betreuungsgeld keinen Nachteil für die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt hat. Strafen kann die EU-Kommission nicht verhängen.
Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Bundesweit lag die Betreuungsquote der unter Dreijährigen Kinder mit Migrationshintergrund 2011 bei lediglich 14 Prozent. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund war sie mit 30 Prozent hingegen mehr als doppelt so hoch.
Im Alter von drei bis fünf Jahren wurden Migrantenkinder mit 85 Prozent gegenüber 97 Prozent bei Kindern ohne Migrationshintergrund ebenfalls deutlich seltener betreut. Im Vorjahresvergleich zeigt sich, dass bei den unter Dreijährigen die Betreuungsquote gestiegen ist. Bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren ist sie seit 2009 weitgehend konstant geblieben.

Betreuungsgeld "schwächt den Arbeitsmarkt"
Die EU-Kommission hat schwere Bedenken gegen das Betreuungsgeld, das die schwarz-gelbe Koalition ab 2013 auszahlen will. "Eltern einen Anreiz zu bieten, zu Hause zu bleiben und dafür Geld zu bekommen, schwächt den Arbeitsmarkt", sagte der zuständige EU-Sozialkommissar Laszlo Andor der Tageszeitung Die Welt. Er sei überrascht, dass die Bundesregierung Mütter zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause ermutige.
"Es gilt in Europa die klare Politik, die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt zu fördern." Das von Kritikern als "Herdprämie" bezeichnete Betreuungsgeld könnte für die schwarz-gelbe Regierung auf EU-Ebene unangenehme Folgen haben. Denn im Rahmen der Krisenmaßnahmen muss auch Berlin der EU-Kommission neuerdings nationale Reformprogramme vorlegen. Die Bundesregierung muss nun in einer schriftlichen Stellungnahme nachweisen, dass das geplante Betreuungsgeld keinen Nachteil für die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt hat. Strafen kann die EU-Kommission nicht verhängen.
Textquellen: © dts
Bildquelle: © stock.xchng
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