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Klöster im Mittelalter
Jojo M.
13. November 2009 19:24 Uhr
30 Kommentare
Viele denken jetzt vielleicht: "Beten und in der Bibel lesen - was haben die denn sonst gemacht?" Doch das stimmt nicht ganz. Klöster waren zu ihren Zeiten weiter, als so manche Städte.
Klöster allgemein
Köster (lat. Claustrum) waren Orte an denen Ordensangehörige (Mönche oder Nonnen) zusammen lebten und arbeiteten. Es waren meistens sehr große Gebäude in denen die typischen Räume der Speisesaal, Schlafsaal und Arbeitsraum war. Natürlich gab es auch Kirchen. Eine Klosterstadt war weit verzweigt. Die Lebensräume der Mönche befanden sich im Zentrum von den übrigen Bereichen streng getrennt. Alle waren nur durch einen Kreuzgang miteinander verbunden.
Nonne und Mönch:
Eine Nonne ist eine Frau, die ihr Leben Gott gewidmet hat. Sie ist an die Kirche und Gemeinde gebunden und ist meist einer Äbtissin oder Priorin unterstellt. Dasselbe trifft auch auf den Mönch zu, nur ist er einem Abt unterstellt. Wenn beide ihr Gelübde ablegen, dann willigen sie auf bestimmte Verzichte ein. Das sind Armut und Ehelosigkeit. Außerdem sind sie an Gehorsam gebunden.
Wenn man Mönch oder Nonne werden wollte, musste man sich zuerst ein Jahr lang einer Art Vorbereitungszeit (Noviziat) unterziehen. Dort wurde man von einem Meister in Theorie und Praxis des Mönchs-/Nonnenlebens eingeführt und musste am Ende dieser Zeit ein Gelübde ablegen. Häufig wurden auch Kinder durch Verträge, die keine Rückkehr in das normale Leben mehr zuließen, von dem Kloster übergeben oder wenn die Eltern selbst nicht mehr genug Nahrung hatten, einfach vor dem Kloster ausgesetzt, um ihnen den Tod zu ersparen. Deshalb hatten manche Klöster ein Waisen- und Findlingskinderhaus.
Arbeit im Kloster
Bibliothek:
Ordensangehörige haben sich, neben ihren Gottesdienstlichen und Pflichten, mit Handarbeit oder dem Lesen von Gottesbüchern befasst. Das Lesen füllte täglich mehrere Stunden aus und während der Fastenzeit wurde ein ganzes Buch durchgearbeitet. Neben den Reliquien (Heilige Gegenstände, wie Tabernakel, Monstrans und Altar) waren Bücher der wertvollste Besitz eines Klosters. Diese Bücher wurden von Mönchen/Nonnen kunstvoll mit der Hand abgeschrieben und häufig mit Gold colorierten Figuren ausgeschmückt.
Schule:
Besonders Karl der Große kümmerte sich um die Hebung des Bildungsstandes. Er erließ ein Gesetz, welches besagt, dass jedem Kloster eine Schule angeschlossen werden müsse. Die Mönche/Nonnen wurden hier in allgemeinen Kulturtechniken wie Schreiben, Lesen, Rechnen und Singen eingeführt. Später kamen noch Latein, Philosophie, Redekunst, Mathematik und Naturwissenschaften dazu.
Handwerk:
Ein Kloster war so angelegt, dass alle Stellen an denen das Handwerk ausgeübt wurde sich innerhalb der Klostermauer befand. Darunter war u.a. eine Goldschmiede, in der sie kostbare Reliquien mit Elfenbeinschnitzereien verzierten. Das Klosterhandwerk war auch intensiv an der Buchbinderei und dem handwerklich- technischen Fortschritt beteiligt.
Landwirtschaft:
Im Mittelpunkt der körperlichen Arbeit stand die bäuerliche Bewirtschaftung der Acker. Sie wurden so zu den eigentlichen Pionieren der Landwirtschaft. Die Bauern haben ihre Söhne zu ihnen in die Lehre geschickt und auf den klösterlichen Gütern wurde der Getreidebau kultiviert. Außerdem wurden Obst- und Gemüsesorten gezüchtet und Wein hergestellt.
Karitative Tätigkeiten:
Das Kloster wirkte direkt auf die mittelalterliche Gesellschaft. Es nahm sich den Armen und Kranken an und erschuf so eine Art "Sozialfürsorge". Die Mönche/Nonnen sahen in ihnen die Nächsten, denen geholfen werden müsse. In Klöster-Krankenhäusern waren heilkundige Mönche/Nonnen als "Ärzte" tätig und in Apotheken wurden, aus selbst angebauten Kräutern, die Arzneien zubereitet. Ein Gesetz von 817 besagte, dass ein Zehntel der Geschenke den Armen zukommen müsse. Aus diesen Mitteln wurden Hospize, Altenheime, Armen- und Waisenhäuser finanziert.
Köster (lat. Claustrum) waren Orte an denen Ordensangehörige (Mönche oder Nonnen) zusammen lebten und arbeiteten. Es waren meistens sehr große Gebäude in denen die typischen Räume der Speisesaal, Schlafsaal und Arbeitsraum war. Natürlich gab es auch Kirchen. Eine Klosterstadt war weit verzweigt. Die Lebensräume der Mönche befanden sich im Zentrum von den übrigen Bereichen streng getrennt. Alle waren nur durch einen Kreuzgang miteinander verbunden.
Nonne und Mönch:
Eine Nonne ist eine Frau, die ihr Leben Gott gewidmet hat. Sie ist an die Kirche und Gemeinde gebunden und ist meist einer Äbtissin oder Priorin unterstellt. Dasselbe trifft auch auf den Mönch zu, nur ist er einem Abt unterstellt. Wenn beide ihr Gelübde ablegen, dann willigen sie auf bestimmte Verzichte ein. Das sind Armut und Ehelosigkeit. Außerdem sind sie an Gehorsam gebunden.
Wenn man Mönch oder Nonne werden wollte, musste man sich zuerst ein Jahr lang einer Art Vorbereitungszeit (Noviziat) unterziehen. Dort wurde man von einem Meister in Theorie und Praxis des Mönchs-/Nonnenlebens eingeführt und musste am Ende dieser Zeit ein Gelübde ablegen. Häufig wurden auch Kinder durch Verträge, die keine Rückkehr in das normale Leben mehr zuließen, von dem Kloster übergeben oder wenn die Eltern selbst nicht mehr genug Nahrung hatten, einfach vor dem Kloster ausgesetzt, um ihnen den Tod zu ersparen. Deshalb hatten manche Klöster ein Waisen- und Findlingskinderhaus.
Arbeit im Kloster
Bibliothek:
Ordensangehörige haben sich, neben ihren Gottesdienstlichen und Pflichten, mit Handarbeit oder dem Lesen von Gottesbüchern befasst. Das Lesen füllte täglich mehrere Stunden aus und während der Fastenzeit wurde ein ganzes Buch durchgearbeitet. Neben den Reliquien (Heilige Gegenstände, wie Tabernakel, Monstrans und Altar) waren Bücher der wertvollste Besitz eines Klosters. Diese Bücher wurden von Mönchen/Nonnen kunstvoll mit der Hand abgeschrieben und häufig mit Gold colorierten Figuren ausgeschmückt.
Schule:
Besonders Karl der Große kümmerte sich um die Hebung des Bildungsstandes. Er erließ ein Gesetz, welches besagt, dass jedem Kloster eine Schule angeschlossen werden müsse. Die Mönche/Nonnen wurden hier in allgemeinen Kulturtechniken wie Schreiben, Lesen, Rechnen und Singen eingeführt. Später kamen noch Latein, Philosophie, Redekunst, Mathematik und Naturwissenschaften dazu.
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Handwerk:
Ein Kloster war so angelegt, dass alle Stellen an denen das Handwerk ausgeübt wurde sich innerhalb der Klostermauer befand. Darunter war u.a. eine Goldschmiede, in der sie kostbare Reliquien mit Elfenbeinschnitzereien verzierten. Das Klosterhandwerk war auch intensiv an der Buchbinderei und dem handwerklich- technischen Fortschritt beteiligt.
Landwirtschaft:
Im Mittelpunkt der körperlichen Arbeit stand die bäuerliche Bewirtschaftung der Acker. Sie wurden so zu den eigentlichen Pionieren der Landwirtschaft. Die Bauern haben ihre Söhne zu ihnen in die Lehre geschickt und auf den klösterlichen Gütern wurde der Getreidebau kultiviert. Außerdem wurden Obst- und Gemüsesorten gezüchtet und Wein hergestellt.
Karitative Tätigkeiten:
Das Kloster wirkte direkt auf die mittelalterliche Gesellschaft. Es nahm sich den Armen und Kranken an und erschuf so eine Art "Sozialfürsorge". Die Mönche/Nonnen sahen in ihnen die Nächsten, denen geholfen werden müsse. In Klöster-Krankenhäusern waren heilkundige Mönche/Nonnen als "Ärzte" tätig und in Apotheken wurden, aus selbst angebauten Kräutern, die Arzneien zubereitet. Ein Gesetz von 817 besagte, dass ein Zehntel der Geschenke den Armen zukommen müsse. Aus diesen Mitteln wurden Hospize, Altenheime, Armen- und Waisenhäuser finanziert.