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Lifestyle

Kinder hören immer schlechter

Anne G.
26. April 2010 19:18 Uhr
288 Kommentare
Das Ohr ist eines der wichtigsten Sinnesorgane. Es ist nicht nur für das Gleichgewicht, sondern auch für die Aufnahme umliegender Geräusche zuständig. Nur wird letzteres immer mehr erschwert, denn bereits jedes achte Kind hört schlecht.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fand, laut dnews.de, jetzt heraus, das jedes achte Kind zwischen acht und vierzehn Jahren schlecht hört. Diese erschreckende Nachricht, welche am 28. April 2010 beim Internationalen Aktionstag gegen Lärm Thema sein wird, hat allerdings gute Gründe.


Als Hauptursache gilt der umliegende Lärm, der laut kindergesundheit-info.de besonders bis zum dritten Lebensjahr gefährlich sein kann - denn in dieser Zeit ist das kindliche Gehör sehr sensibel. Erst mit dem fünften bzw. sechsten Lebensjahr ist die Gehörausbildung beendet.

Einige Gründe:
- zu lautes Spielzeug (u.a. Trillerpfeifen)
- Lärm in der Umgebung

später:
- lautes Musikhören durch Kopfhörer, z.B. mit einen MP3-Player
- Diskotheken oder Konzerten


Mögliche Folgen:

- Schlafstörungen
- Konzentrationsschwächen
- Bluthochdruck
- Stress
- dauerhafte Hörschäden bzw. Schwerhörigkeit
- aggressives Verhalten
- Kontaktschwierigkeiten
- Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung
- chronisches Ohrenpfeifen

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Besonders von einer Hörminderung sind die mittleren und hohen Töne betroffen. Das belegt u.a. die Kinder-Umwelt-Survey (KUS) des Umweltbundesamtes. Dennoch müssen Hörschäden nicht sofort auftreten. "Hörschädigungen bei Kindern entwickeln sich meist langsam und über lange Zeit unbemerkt. Das ist besonders tückisch" - BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Häufige Diskobesuche und häufiges Hören mit In-Ear-Kopfhörern können ab 80 Dezibel dauerhafte Schäden - vom Hörverlust bis zum Tinnitus, besonders in Kombination mit Stress, hervorrufen. Hat man den ganzen Tag einen Pfeifton im Ohr, kann das zu starken psychischen Belastungen führen. Man hat eben nur das eine Ohr und das eine Trommelfell, welches sich so gut wie nicht mehr regenerieren kann, wenn es einmal geschädigt wurde.

Was kann man dagegen tun?
Ist der Hörschaden einmal da, dann ist er nicht mehr rückgängig zu machen. Deswegen sollten Eltern darauf achten die oben genannten Gründe zu vermeiden. Wenn der Schaden allerdings nur vorübergehend ist (z.B. ein kurzer Besuch in einer Diskothek), dann helfen auch Ruhepausen, die das Gehör entlasten. Bei einem akuten erstmaligen Tinnitus muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Bildquelle: © stock.xchng
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21. Mai 2012 19:20 Uhr