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Kind mit Behinderung - Strafe Gottes?
Takaa X.
29. Januar 2012 13:31 Uhr
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In manchen Ländern gelten Kinder mit Behinderung als verhext oder Strafe Gottes. Dies betrifft etwa 200 Mio. Kinder weltweit.
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Was ist eine Behinderung? 
Gemeinhin unterscheidet man zwischen angeborenen und erworbenen Behinderungen.
Letztere haben meist bestimmte Krankheiten (zB. Poliomyelitis = Kinderlähmung), Kriege, unzureichende medizinische Versorgung, Gewalt, Vitamin- und Ernährungsmängel sowie Unfälle als Ursache.
Angeborene Behinderungen sind hingegen meist genetisch bedingt (Vererbung) und existieren schon bei der Geburt.
Unterschieden wird dabei zwischen sechs Arten:
- Körperliche Behinderung
- Sinnesbehinderung (z.B. Taubheit, Blindheit)
- Sprachbehinderung
- Seelische Behinderung (z.B. Alzheimer, Persönlichkeitsstörung)
- Lernbehinderung
- Geistige Behinderung
Behinderung als „Strafe Gottes“
Besonders in Entwicklungsländern schämen sich Familien, wenn ein behindertes Kind geboren wird. Aufgrund dessen werden die Kinder dort meist zeitlebens versteckt, wodurch sie weder soziale Kontakte noch schulische Bildung erhalten, berichtet younicef.de. Die „Schuld“ wird dabei meist der Mutter zugeschrieben. Das Kind selbst gilt als „wertlos“ oder gar als „Strafe Gottes“.
Menschenrechtler kritisieren
Menschenrechtler setzen sich nun dafür ein, dass auch behinderten Menschen weltweit ein menschenwürdiges und erfülltes Leben geboten wird. So hätten sie weltweit das Recht auf besondere Betreuung und Fördermittel durch den Staat verdient. Dazu gehört auch eine ausreichende Bildung sowie umfassende medizinische Betreuung. In Deutschland wird Behinderung bereits derartige Unterstützung geboten.
Bildquelle: © flickr.com/Andrew Czap