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Lifestyle

Keine Tiere aus dem Laden

Daniel Z.
6. Oktober 2009 13:06 Uhr
304 Kommentare
PETA hat ermittelt. In vielen deutschen Zooläden sieht es katastrophal aus. Von artgerechter Haltung kann da bei weitem keine Rede mehr sein.
PETA hat in deutschen Zoohandlungen ermittelt. Das Video dazu gibt es hier. Dabei wurde ersichtlich, dass auch dort der Kapitalismus Einzug gehalten hat, und Tiere dort nichtmal annähernd artgerecht behandelt werden.
Bei der Besichtigung der Aquarien wurde deutlich, dass dort mehrere Fische krank, sterbend oder sogar schon tot waren, und dass das die Verkäufer nicht wirklich interessiert hat.

In einem anderen Laden wurde ein Katzenbaby zum Verkauf freigegeben. Es war alleine, ohne Mutter, Geschwister oder zumindest andere Katzen, im Käfig. Woanders wurde eine verstümmelte Maus entdeckt, höchstwahrscheinlich wurde sie von ihren eigenen Artgenossen angegriffen und verletzt, einfach weil dort zuwenig Platz war. Das wurde von den Verkäufern nicht bemerkt oder es hat sie einfach nicht interessiert...
Und woanders konnte ein Kanarienvogel nicht in Ruhe brüten, weil eine Wachtel vor ihm (eigentlich ihr) auf und ab stolziert ist. Die Meerschweinchen wurden in Käfigen gehalten, welche viel zu klein für sie waren. Die Käfige waren nur wenig breiter, als die Tiere lang waren. Das ist etwa so, als würde ein Mensch in einer Telefonzelle wohnen.
Dann war da noch ein Käfig, in welchem 25 Ratten eingesperrt waren. Die Tiere dort haben nichtmal genug Platz gehabt, um sich einzeln zurückzuziehen und ausruhen zu können. Sie hockten praktisch aufeinander. Einige Meter weiter sah man dann einen Vogel, dessen Schnabel ziemlich beschädigt aussah, doch den Tierarzt hatte keiner gerufen. Und nicht zuletzt war da noch die tote Schildkröte im Terrarium, die niemand bemerkt hat, oder bemerken wollte...



Jungtiere werden schnell verkauft, aber wenn doch ein Tier mal den Laden hüten muss, weil ihn keiner kauft, erwartet ihn ein unschönes Schicksal. Denn die landen als tiefgefrorenes Futter im Kühlschrank, damit "Besitzer" von Schlangen und anderen Reptilien Futter für ihre Tiere haben. Die Ermittler von PETA haben einige dieser tiefgefrorenen Tiere untersucht. Dabei kam heraus, dass kaum eines von ihnen sanft entschlief. Sie wurden durch starke Gewalteinwirkung getötet, man hat mit einem Gegenstand auf die Tiere eingeschlagen... oder umgekehrt.

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Tiere sind inzwischen für die kapitalistischen Ladenbesitzer auch nichts weiter als Waren, mit denen man nach Gutdünken verfahren kann. Will jemand Haustiere haben, so sollte er doch lieber welche aus dem Tierheim holen. Dort sitzen ganz viele Tiere, die ein neues Zuhause suchen, und die meisten von ihnen sind auch recht jung und ziemlich zutraulich. Davon einmal abgesehen, dass die Tiere dort besser behandelt werden, schwächt man so die Ladenbesitzer, die dann "ihre" Tiere nicht mehr verkaufen können, und riesige Einbußen haben und somit hoffentlich weniger Tiere zum Verkauf anbieten.

Weitere Infos und weitere Aktionen gibt es bei: www.peta.de
Bildquelle: © flickr.com/masochismtango
autor
redakteur
4. Februar 2012 18:26 Uhr