Lifestyle
HIV-Infektion
Marlen Hermann
4. Oktober 2009 20:24 Uhr
91 Kommentare
HIV-Infektion bzw. AIDS- jeder kennt die Problematik, die meisten verdrängen das Problem. Was steckt wirklich hinter der Erkrankung?
HIV ist die englische Bezeichnung für Human Immunodeficiency Virus. Es ist der Erreger der HIV-Infektion. Fälschlicherweise wird die Erkrankung allgemein als AIDS bezeichnet. Dieser Begriff wird aber anders definiert. Korrekt bezeichnet die Abkürzung AIDS die englische Bezeichnung Aquired Immuno Deficiency Syndrome. In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet sie soviel wie „Erworbenes Immundefekt-Syndrom“. Dies bedeutet, dass bei Infektion mit HI-Viren die Reaktion des Immunsystems ausbleibt. In Folge dessen führen harmlose Erkrankungen oder Turmorerkrankungen häufig zum Tod des Erkrankten.
HIV-positiv ist jede Person, bei der HI-Viren direkt oder indirekt im Blut nachgewiesen werden.
Das HI-Virus- der größte Feind des Menschen
Das HI-Virus gehört zu den RNA-Viren aus der Gruppe der Retroviren. Es wurde 1983 von Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi entdeckt. Die Vermehrung des HI-Virus erfolgt in Wirtszellen, den T-Helfezellen des menschlichen Körpers. Dort wandelt es seine RNA zu zellulärer DNA um. Diese wird in das Genom der Zelle eingebaut, was die Eigenschaften der Zelle verändert.
Um sich mit HI-Viren zu infizieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. In allen Fällen wird das Virus über Kontaktinfektion übertragen. Dies ist durch Blut, Sperma und Muttermilch möglich. Allerdings erfolgt eine Infektion nicht durch Kontakt von infektiösen Körperflüssigkeiten mit der Haut. Um HI-Viren zu übertragen, muss ein direkter Kontakt zwischen infizierter und nicht-infizierter Substanz erfolgen. Der alltägliche Umgang mit infizierten Personen ist unbedenklich!
Die Inkubationszeit ist die Zeit, die benötigt wird, bis die Infektion ausbricht. Sie variiert im Falle der HIV-Infektion stark. Die Inkubationszeit kann einige Monate, aber auch bis zu 15 Jahre betragen.
Leider kommt es immer wieder zu Fehlern bei der Diagnose der HIV-Infektion. Ihre Symptome sind sehr vielfältig und leicht mit anderen, harmlosen Erkrankungen zu verwechseln.
Allgemein wird die HIV-Infektion in drei Stadien unterteilt: die Stadien A-C. Lediglich das Stadium C wird als AIDS bezeichnet! Zu den Stadien A-C werden die Zahlen 1-3 hinzugefügt. Die Zahl 1 bedeutet, dass mehr als 500 T-Helferzellen pro µl Blut vorhanden sind. 200-499 T-Helferzellen pro µl ordnen einen HIV-Infizierten der Zahl 2 zu. Die Zahl 3 steht für weniger als 200 T-Helferzellen pro µl Blut.
Das A-Stadium
Im A-Stadium der HIV-Infektion treten häufig Schwellungen der Lymphknoten, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und Erbrechen auf. Außerdem leidet der Erkrankte unter Appetitlosigkeit, Fieber, Halsentzündungen und Hautausschlag. Einige der Symptome führen dazu, dass das A-Stadium häufig mit einem grippalen Infekt verwechselt wird.
Das B-Stadium
Fieber über 38,5°C, andauernder Durchfall und Gürtelrose prägen das B-Stadium der HIV-Infektion. Außerdem kommt es zu Pilzbefall des Mund- und Rachenraumes sowie der weiblichen Genitalien. Nervenerkrankungen in Armen und Beinen prägen ebenso das B-Stadium wie Beckenentzündungen mit Abszessen im Eileiter und Eierstock oder Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals.
An das B-Stadium der HIV-Infektion schließt sich häufig eine jahrelange symptomfreie Zeit (Latenzzeit) an.
Das C-Stadium
Das C-Stadium oder auch AIDS ist die dritte und letzte Stufe der HIV-Infektion. Sie ist von starkem Gewichtsverlust, erheblichen Einschränkungen der Hirnfunktionen und chronischen Darminfektionen geprägt. Häufig treten Tumore auf, die neben Lungenentzündungen und leichten Erkrankungen die Haupttodesursache für HIV-Infizierte sind.
Die Behandlung der HIV-Infektion ist bis heute nur über Medikamente möglich, die die Symptome der Erkrankung lindern und hinauszögern sollen. Eine Heilung ist bis dato nicht möglich. Zwar wird mit Hochdruck an einer Impfung gegen die HIV-Infektion gearbeitet, doch wurde bisher kein allzu brauchbarer gefunden.
Skeptisch sollten auch die letzten Meldungen über einen neu entwickelten Impfstoff in Asien betrachtet werden. Er garantiert einen maximalen Schutz von 33%, aber keine 100%ige Sicherheit. Bis ein wirksamer Impfstoff gefunden wird, werden täglich viele Menschen neu infiziert.
Zudem sind Tests von gefundenen, möglichen Impfstoffen sehr schwierig, da Tierversuche nur an Schimpansen möglich wären, was in Deutschland gesetzlich verboten ist.
Wie kann man sich vor HI-Viren schützen?
Generell sollte beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen verhütet werden. Sie bieten zwar keinen 100%igen Schutz, aber den bestmöglichen, der momentan garantiert werden kann. Vorallem bei neuen, kurzzeitigen Partnern oder One-Night Stands sollte auf die Benutzung eines Kondoms Wert gelegt werden.
Eine weitere Schutzmaßnahme ist der Einsatz von Eigenblut bei geplanten Operationen. Dazu muss vorher eine Blutspende erfolgen.
Außerdem sollte soweit wie möglich auf eine medizinische Behandlung in Schwellen- und Entwicklungsländern verzichtet werden.
Sollte man zu Erster Hilfe gezwungen sein, sind Handschuhe zum Schutz der eigenen Gesundheit zu tragen.
In Großstädten werden zudem seit einiger Zeit kostenlose Einmalspritzen für Drogensüchtige verteilt um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.
Wie wirkt das HI-Virus auf den menschlichen Körper?
Das HI-Virus gelangt zunächst in das Blut des Menschen. Dort nistet es sich in die T-Helferzellen, einen wichtigen Bestandteil des Immunsystems, ein. In diesen Zellen wandelt das Virus seine RNA zu zellulärer DNA seiner Wirtszelle um. Die veränderte DNA wird in das Genom der T-Helferzelle eingefügt und verändert ihre Eigenschaften.
Die T-Killerzellen, ein weiterer Bestandteil des Immunsystems, erkennt die infizierten T-Helferzellen und baut diese ab. In Folge dessen steigt der Anteil der T-Unterdrückerzellen im Blut des Menschen stark an. Die T-Unterdrückerzellen sind von HI-Viren nicht angreifbar. Sie dienen dem Abbruch der Immunreaktion nach erfolgreicher Bekämpfung einer Infektion. Dieser Vorgang erfolgt auch bei einer Infektion mit HI-Viren. Die T-Unterdrückerzellen führen dazu, dass die Immunantwort des Körpers vorzeitig gestoppt wird. HI-Viren können sich so nach und nach ausbreiten. Sie führen zur Selbstzerstörung des menschlichen Immunsystems.
Neue Erreger, die in den menschlichen Organismus eindringen, lösen Krankheiten aus, die der Körper nicht bekämpfen kann. So werden harmlose Erkrankungen für den Menschen lebensbedrohlich. Häufig führen Krebserkrankungen zum Tod, die dank abgeschalteter Immunreaktion rasch wachsen und das Gewebe des Organismus zerstören.
Erstmals traten HI-Viren in Afrika auf. 1979 wurden sie in den USA nachgewiesen. Seit dem verbreitete sich das HI-Virus auf der ganzen Welt. Heute gibt es in allen Ländern bekannte Fälle.
Jeden Tag kommen tausende Neuinfektionen hinzu - Tendenz steigend.
2007: 33 Millionen Infizierte weltweit.
Jeden Tag kommen tausende Neuinfektionen hinzu - Tendenz steigend.
2007: 33 Millionen Infizierte weltweit.
HIV-positiv ist jede Person, bei der HI-Viren direkt oder indirekt im Blut nachgewiesen werden.
Das HI-Virus- der größte Feind des Menschen
Das HI-Virus gehört zu den RNA-Viren aus der Gruppe der Retroviren. Es wurde 1983 von Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi entdeckt. Die Vermehrung des HI-Virus erfolgt in Wirtszellen, den T-Helfezellen des menschlichen Körpers. Dort wandelt es seine RNA zu zellulärer DNA um. Diese wird in das Genom der Zelle eingebaut, was die Eigenschaften der Zelle verändert.
Um sich mit HI-Viren zu infizieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. In allen Fällen wird das Virus über Kontaktinfektion übertragen. Dies ist durch Blut, Sperma und Muttermilch möglich. Allerdings erfolgt eine Infektion nicht durch Kontakt von infektiösen Körperflüssigkeiten mit der Haut. Um HI-Viren zu übertragen, muss ein direkter Kontakt zwischen infizierter und nicht-infizierter Substanz erfolgen. Der alltägliche Umgang mit infizierten Personen ist unbedenklich!
Die Inkubationszeit ist die Zeit, die benötigt wird, bis die Infektion ausbricht. Sie variiert im Falle der HIV-Infektion stark. Die Inkubationszeit kann einige Monate, aber auch bis zu 15 Jahre betragen.
Leider kommt es immer wieder zu Fehlern bei der Diagnose der HIV-Infektion. Ihre Symptome sind sehr vielfältig und leicht mit anderen, harmlosen Erkrankungen zu verwechseln.
Allgemein wird die HIV-Infektion in drei Stadien unterteilt: die Stadien A-C. Lediglich das Stadium C wird als AIDS bezeichnet! Zu den Stadien A-C werden die Zahlen 1-3 hinzugefügt. Die Zahl 1 bedeutet, dass mehr als 500 T-Helferzellen pro µl Blut vorhanden sind. 200-499 T-Helferzellen pro µl ordnen einen HIV-Infizierten der Zahl 2 zu. Die Zahl 3 steht für weniger als 200 T-Helferzellen pro µl Blut.
Das A-Stadium Im A-Stadium der HIV-Infektion treten häufig Schwellungen der Lymphknoten, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und Erbrechen auf. Außerdem leidet der Erkrankte unter Appetitlosigkeit, Fieber, Halsentzündungen und Hautausschlag. Einige der Symptome führen dazu, dass das A-Stadium häufig mit einem grippalen Infekt verwechselt wird.
Das B-Stadium
Fieber über 38,5°C, andauernder Durchfall und Gürtelrose prägen das B-Stadium der HIV-Infektion. Außerdem kommt es zu Pilzbefall des Mund- und Rachenraumes sowie der weiblichen Genitalien. Nervenerkrankungen in Armen und Beinen prägen ebenso das B-Stadium wie Beckenentzündungen mit Abszessen im Eileiter und Eierstock oder Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals.
An das B-Stadium der HIV-Infektion schließt sich häufig eine jahrelange symptomfreie Zeit (Latenzzeit) an.
Das C-Stadium
Das C-Stadium oder auch AIDS ist die dritte und letzte Stufe der HIV-Infektion. Sie ist von starkem Gewichtsverlust, erheblichen Einschränkungen der Hirnfunktionen und chronischen Darminfektionen geprägt. Häufig treten Tumore auf, die neben Lungenentzündungen und leichten Erkrankungen die Haupttodesursache für HIV-Infizierte sind.
Die Behandlung der HIV-Infektion ist bis heute nur über Medikamente möglich, die die Symptome der Erkrankung lindern und hinauszögern sollen. Eine Heilung ist bis dato nicht möglich. Zwar wird mit Hochdruck an einer Impfung gegen die HIV-Infektion gearbeitet, doch wurde bisher kein allzu brauchbarer gefunden.
Skeptisch sollten auch die letzten Meldungen über einen neu entwickelten Impfstoff in Asien betrachtet werden. Er garantiert einen maximalen Schutz von 33%, aber keine 100%ige Sicherheit. Bis ein wirksamer Impfstoff gefunden wird, werden täglich viele Menschen neu infiziert.
Zudem sind Tests von gefundenen, möglichen Impfstoffen sehr schwierig, da Tierversuche nur an Schimpansen möglich wären, was in Deutschland gesetzlich verboten ist.
Wie kann man sich vor HI-Viren schützen?
Generell sollte beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen verhütet werden. Sie bieten zwar keinen 100%igen Schutz, aber den bestmöglichen, der momentan garantiert werden kann. Vorallem bei neuen, kurzzeitigen Partnern oder One-Night Stands sollte auf die Benutzung eines Kondoms Wert gelegt werden.
Eine weitere Schutzmaßnahme ist der Einsatz von Eigenblut bei geplanten Operationen. Dazu muss vorher eine Blutspende erfolgen.

Außerdem sollte soweit wie möglich auf eine medizinische Behandlung in Schwellen- und Entwicklungsländern verzichtet werden.
Sollte man zu Erster Hilfe gezwungen sein, sind Handschuhe zum Schutz der eigenen Gesundheit zu tragen.
In Großstädten werden zudem seit einiger Zeit kostenlose Einmalspritzen für Drogensüchtige verteilt um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.
Wie wirkt das HI-Virus auf den menschlichen Körper?
Das HI-Virus gelangt zunächst in das Blut des Menschen. Dort nistet es sich in die T-Helferzellen, einen wichtigen Bestandteil des Immunsystems, ein. In diesen Zellen wandelt das Virus seine RNA zu zellulärer DNA seiner Wirtszelle um. Die veränderte DNA wird in das Genom der T-Helferzelle eingefügt und verändert ihre Eigenschaften.
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Die T-Killerzellen, ein weiterer Bestandteil des Immunsystems, erkennt die infizierten T-Helferzellen und baut diese ab. In Folge dessen steigt der Anteil der T-Unterdrückerzellen im Blut des Menschen stark an. Die T-Unterdrückerzellen sind von HI-Viren nicht angreifbar. Sie dienen dem Abbruch der Immunreaktion nach erfolgreicher Bekämpfung einer Infektion. Dieser Vorgang erfolgt auch bei einer Infektion mit HI-Viren. Die T-Unterdrückerzellen führen dazu, dass die Immunantwort des Körpers vorzeitig gestoppt wird. HI-Viren können sich so nach und nach ausbreiten. Sie führen zur Selbstzerstörung des menschlichen Immunsystems.
Neue Erreger, die in den menschlichen Organismus eindringen, lösen Krankheiten aus, die der Körper nicht bekämpfen kann. So werden harmlose Erkrankungen für den Menschen lebensbedrohlich. Häufig führen Krebserkrankungen zum Tod, die dank abgeschalteter Immunreaktion rasch wachsen und das Gewebe des Organismus zerstören.
Bildquelle: © flickr.com, © stock.xchng
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