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Freiheit - Teil 1
Robin H.
15. Mai 2010 17:49 Uhr
258 Kommentare
Was ist Freiheit eigentlich? Wie äußert sie sich? Inwieweit ist Freiheit problematisch? Fragen, die Menschen schon seit Ewigkeiten zum nachdenken bringen, werden versucht hier näher zu beleuchten.
Schon bei der einfachen Frage: Was ist Freiheit eigentlich?, entstehen erste Probleme bei der Beantwortung. Eigentlich bezeichnet sie ja einen Zustand der Grenzenlosigkeit, dennoch ist dies viel zu ungenau, weil noch zu viele andere Faktoren eine Rolle spielen. Selbst die größten Denker der Menschheit konnten sich noch nicht auf eine feste Definition einigen. Dies erkannte schon Abraham Lincoln.
Abraham Lincoln:
" Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden."
Kant versuchte ebenfalls 'Freiheit' näher zu erklären, sodass er die Theorie der positiven und negativen Freiheit formulierte. Als positive Freiheit bezeichnete er einen Zustand, in dem man die Möglichkeit hat, alles zu tun, was einem beliebt, quasi "die Freiheit zu etwas". Dem entgegen steht "die Freiheit von etwas". So kann jeder tun und sagen, was er will, auch wenn er damit andere Menschen in ihrer Würde verletzt (negative Freiheit).
Trotz der Probleme Freiheit zu definieren, kann man sie in verschiedene Arten unterteilen:
Politische Freiheit:
Politische Freiheit wird auch als Autonomie (griechisch: autonomía = Selbständigkeit) bezeichnet und beschreibt das freie Tun und Lassen innerhalb des gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmens. Der Vorteil der politischen Freiheit ist, dass durch den geschaffenen Rahmen das Leben innerhalb der Gesellschaft geklärt ist und somit die Ordnung unterstützt wird. Im Weiteren fördert sie die Eigenständigkeit eines Individuums, das für sein Tun und Handeln die Verantwortung tragen muss, und schützt somit vor Abhängigkeit.
Der Hauptkritikpunkt der politischen Freiheit ist die Eingrenzung von Rechten durch einen gegebenen Ordnungsrahmen.Das hat zur Folge, dass man in seinen Möglichkeiten beschränkt ist und nicht mehr frei entscheiden kann. Daher kann man sie auch als beschränkte Freiheit bezeichnen.
Oft wird die politische Freiheit im Zusammenhang "Staat-Bürger" diskutiert. Da der Staat den Ordnungsrahmen vorgibt, in dem der Bürger leben muss, entsteht ein Kompetenzkonflikt, inwieweit der Staat dies darf.
Physische Freiheit:
Physische Freiheit bezeichnet die Freiheit von etwas, das heißt es gibt keine äußere Macht, die das Handeln einschränkt. Freiheit ist somit nur den Naturgesetzen unterworfen, was für den Mensch als Individuum einen großen Freiraum schafft.
Physische Freiheit ist immer ein Thema, wenn es darum geht, einen Menschen in Gefangenschaft zu nehmen, weil er eine Straftat gegen die Gesellschaft begangen hat und damit versucht wird die Ordnung zu erhalten. Auch historisch ist sie von großer Bedeutung, da Menschen nicht nur in ihrer physischen Freiheit stark beschränkt wurden, sondern auch noch, in Form der Sklaverei, ausgenutzt wurden.
Psychologische Freiheit:
Die psychologische Freiheit beschreibt die Freiheit eines denkenden Individuums, das in seinem momentanen Denken, Wollen und Handeln, frei von äußeren Reizen ist. So bestimmt nur der Wille, die Persönlichkeit und der Charakter die eigenen Handlungen. Durch die psychologische Freiheit besitzt jedes Individuum die Fähigkeit zu überlegen und seine eigene Wahl treffen zu können.
Torsten de Winkel:
"Die einzige Möglichkeit, einen wirklich freien Willen zu manifestieren, wäre, etwas zu tun, wozu es keinerlei Veranlassung gibt.[...]"
Nach weiteren Überlegungen entsteht aber ein Problem: Inwieweit besitzen Individuen psychologische Freiheit? Denn diese Art der Freiheit setzt ein freies Denken, eine Persönlichkeit und einen Charakter voraus. Aber wie sieht dies bei einem Menschen aus, der aus einer Notsituation heraus, im Überlebenskampf steht? Das menschliche Denken unterliegt und weicht animalischen Überlebenstrieben. Diese Überlegung zeigt, dass man selbst in dieser Art der Freiheit beeinträchtigt werden kann.
Metaphysische Freiheit:
Die metaphysische (lat.:metaphysica = natürliche Beschaffenheit) Freiheit ist genau genommen eine Unterart der psychologischen Freiheit und gehört damit auch zur Kategorie der Willensfreiheit. Sie kennzeichnet die Unabhängigkeit des Willens vor jeglichen Einflüssen.
Die "Hochform" der metaphysischen Freiheit, wird als Aseität (lat: ens a se = aus sich sein) bezeichnet. Diese Form der kompletten geistigen Unabhängigkeit, wird in vielen Religionen nur "Gott" zugesprochen.
Der zweite Teil folgt morgen...
Abraham Lincoln:
" Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden."
Kant versuchte ebenfalls 'Freiheit' näher zu erklären, sodass er die Theorie der positiven und negativen Freiheit formulierte. Als positive Freiheit bezeichnete er einen Zustand, in dem man die Möglichkeit hat, alles zu tun, was einem beliebt, quasi "die Freiheit zu etwas". Dem entgegen steht "die Freiheit von etwas". So kann jeder tun und sagen, was er will, auch wenn er damit andere Menschen in ihrer Würde verletzt (negative Freiheit).
Trotz der Probleme Freiheit zu definieren, kann man sie in verschiedene Arten unterteilen:
Politische Freiheit:
Politische Freiheit wird auch als Autonomie (griechisch: autonomía = Selbständigkeit) bezeichnet und beschreibt das freie Tun und Lassen innerhalb des gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmens. Der Vorteil der politischen Freiheit ist, dass durch den geschaffenen Rahmen das Leben innerhalb der Gesellschaft geklärt ist und somit die Ordnung unterstützt wird. Im Weiteren fördert sie die Eigenständigkeit eines Individuums, das für sein Tun und Handeln die Verantwortung tragen muss, und schützt somit vor Abhängigkeit.
Der Hauptkritikpunkt der politischen Freiheit ist die Eingrenzung von Rechten durch einen gegebenen Ordnungsrahmen.Das hat zur Folge, dass man in seinen Möglichkeiten beschränkt ist und nicht mehr frei entscheiden kann. Daher kann man sie auch als beschränkte Freiheit bezeichnen.
Oft wird die politische Freiheit im Zusammenhang "Staat-Bürger" diskutiert. Da der Staat den Ordnungsrahmen vorgibt, in dem der Bürger leben muss, entsteht ein Kompetenzkonflikt, inwieweit der Staat dies darf.
Physische Freiheit:
Physische Freiheit bezeichnet die Freiheit von etwas, das heißt es gibt keine äußere Macht, die das Handeln einschränkt. Freiheit ist somit nur den Naturgesetzen unterworfen, was für den Mensch als Individuum einen großen Freiraum schafft.

Psychologische Freiheit:
Die psychologische Freiheit beschreibt die Freiheit eines denkenden Individuums, das in seinem momentanen Denken, Wollen und Handeln, frei von äußeren Reizen ist. So bestimmt nur der Wille, die Persönlichkeit und der Charakter die eigenen Handlungen. Durch die psychologische Freiheit besitzt jedes Individuum die Fähigkeit zu überlegen und seine eigene Wahl treffen zu können.
Torsten de Winkel:
"Die einzige Möglichkeit, einen wirklich freien Willen zu manifestieren, wäre, etwas zu tun, wozu es keinerlei Veranlassung gibt.[...]"
Nach weiteren Überlegungen entsteht aber ein Problem: Inwieweit besitzen Individuen psychologische Freiheit? Denn diese Art der Freiheit setzt ein freies Denken, eine Persönlichkeit und einen Charakter voraus. Aber wie sieht dies bei einem Menschen aus, der aus einer Notsituation heraus, im Überlebenskampf steht? Das menschliche Denken unterliegt und weicht animalischen Überlebenstrieben. Diese Überlegung zeigt, dass man selbst in dieser Art der Freiheit beeinträchtigt werden kann.
Metaphysische Freiheit:
Die metaphysische (lat.:metaphysica = natürliche Beschaffenheit) Freiheit ist genau genommen eine Unterart der psychologischen Freiheit und gehört damit auch zur Kategorie der Willensfreiheit. Sie kennzeichnet die Unabhängigkeit des Willens vor jeglichen Einflüssen.
Die "Hochform" der metaphysischen Freiheit, wird als Aseität (lat: ens a se = aus sich sein) bezeichnet. Diese Form der kompletten geistigen Unabhängigkeit, wird in vielen Religionen nur "Gott" zugesprochen.
Der zweite Teil folgt morgen...
Bildquelle: © flickr.com/ fabio, © stock.xchng