login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Lifestyle

Der Seeleopard - Ein sanfter Riese?

Anne G.
3. Februar 2010 17:18 Uhr
124 Kommentare
Der Seeleopard gehört mit zu den gefährlichsten Raubtieren der Welt, die keinen Unterschied zwischen Pinguin und Mensch machen. Deswegen sind diese Tiere auch so gefürchtet, doch ein Fotograf erlebte genau das Gegenteil. Sind sie also doch eher sanfte Riesen?
Der Seeleopard gehört zu den Robben und lebt in der Antarktis (Südpol). Dort sind sie das ganze Jahr über anzutreffen. Seinen Namen hat er wegen des gefleckten Fells und des Jagdverhaltens. Zu den Beutetieren gehören, neben Fisch und Krabben, auch Pinguine oder andere kleinere Robben.

Die Säugetiere können bis zu vier Meter lang und 450 kg schwer werden. Aufgrund ihres stromlinienförmigen Körpers, den starken Flossen und ihrer Länge können sie außerdem noch eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h erreichen.


Der Seeleopard ist die einzige Robbenart von der man sagt, sie wäre ein “echter Jäger“. Das liegt hauptsächlich auch am Jagdverhalten. Die Riesen lauern oft unter den Eisschollen und schnellen blitzartig hervor. Pinguine haben meistens keine Chance zu reagieren. Menschen sind da keine Ausnahme. Es kam schon oft vor, dass Forscher oder Fotografen mit in die Tiefe gerissen wurden und ertranken, so etwa auch Kirsty Brown (2003 verunglückt).

Auch Göran Ehlmé, ein schwedischer Filmemacher, hat die Tiere über einen längeren Zeitraum beobachtet und sagte u.a. über sie: "Kein Wunder, dass diese Robben einen solchen Ruf haben. Es war schaurig, als ich sie zum ersten Mal sah: der große Kopf, das gefährliche Maul, der stechende Blick."

umfrage


Deshalb ist es noch so unglaublicher, was der National Geographic-Fotograf Paul Nicklen erlebt hat. Grund seines Aufenthalts in der Antarktis war die Tierwelt, welche er fotografieren wollte. Plötzlich sah er eine Seeleopardin und ging daraufhin ins Wasser. So konnte er diese besser ablichten. Als er sich ihr näherte lies das Raubtier allerdings von ihrer Beute los, schwamm zu ihm hin und öffnete das Maul. Seine Kamera und er selbst wurden mitgerissen, aber dann passierte etwas Ungewöhnliches.

Die Seeleopardin drehte ab und brachte einen lebenden Pinguin. Es hatte den Anschein, dass sie den Fotografen füttern wollte. Dann lies sie den Pinguin los und er schoss an Paul vorbei. Sie schaute erst empört und holte danach immer wieder neue Pinguine. Irgendwann begriff sie, dass er nicht zum Raubtier geeignet ist und brachte geschwächte, später sogar tote Pinguine zu ihm. Das Tier geriet in Panik, hatte Angst, dass Paul verhungert. Sie zeigte ihm sogar wie man seine Beute essen soll. Vier Tage lang verhielt sich das Weibchen so weiter. Das vermeintliche Raubtier war nun eine Mutter, die Paul beschützte, umsorgte und fütterte.


autor
9. Februar 2012 00:59 Uhr