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Lifestyle

Der Kimono

Anne G.
20. Dezember 2009 16:40 Uhr
139 Kommentare
In Japan ist das elegante Kleidungsstück eine alte Tradition und auch in Europa immer mehr im Kommen. Besonders bei Festen ist der Kimono ein besonderer Hingucker.
Übersetzt heißt Kimono "Anzieh-Sache" und ist ein Kleidungsstück, welches bis zu den Fußknöcheln geht. Er besitzt keinerlei Knöpfe oder Verschlüsse und wird lediglich von einem Obi (Gürtel) zusammengehalten.

Früher war Kimono eine Bezeichnung für alle Kleidungsstücke. Allerdings ist die heutige T-Form des Kimonos erst seit der Heian-Zeit (794-1192) gleich geblieben und etablierte sich als dann Traditionskleidungsstück.

Außer der T-förmigen, geradlinigen Robe besitzt der Kimono noch einen Kragen, Obi und weite Ärmel, die bis zur Hüfte reichen. Dabei besteht er aus mehreren Stoffbahnen.

Beim Anziehen ist es wichtig den Körper in die Robe einzuwickeln und immer die linke über die rechte Seite zu schlagen. Nur bei Toten ist dies anderes herum der Fall. Das ganze wird dann von einem Obi zusammengehalten und am Rücken verknotet.

Heute gibt es, im Gegensatz zu Früher, viele verschiedene Kimono-Arten und Varianten in Farbe, Stil, Stoff, Accessoires und Obi. Unter anderem gibt es für besonders formelle Anlässe einen bestimmten Kimono. Dieser unterscheidet sich in Farbe, Stil, Stoff (meistens Seide) und/oder Muster. Außerdem ist auf diesem meist das Familienwappen (jap. mon). Lässige Kimonos sind aus Baumwolle, Wolle, Leinen oder Polyester.

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Trotz der wiederkehrenden Beliebtheit des Kleidungsstücks in Japan und Europa ist ein Kimono sehr teuer. Das liegt daran, dass sie handgemacht und sehr aufwändig sind. Da kann ein einziger Kimono schon mal 10.000 € kosten. Wenn das ganze dann noch mit Ausstattung (z.B. Unterkleidung, Socken, Sandalen, usw.) ist, dann können die Kosten bei über 20.000 € liegen.

Wegen der teuren Preise wird auch der Handel mit gebrauchter Ware oder das Selbermachen immer beliebter. Obi bleiben allerdings auch gebraucht noch teuer (über 100 €) - neu kosten diese über 1.000 €.

Kimonos sind selbst im modernen Japan deswegen noch etwas Besonderes. Doch gibt es heute auch Kombinationen aus Kimono und westlicher Kleidung, die vor allem bei jüngeren Leuten immer beliebter werden.

Kimono-Arten:
- Tomesode (sehr formeller Kimono, der u.a. zu Hochzeiten getragen wird)
- Hômongi (wird zu Besuchszwecken oder als Hochzeitsgast getragen)
- Tsukesage (Kimono mit schlichtem Muster)
- Iromuji (einfarbiger und ungemusterter Kimono)
- Komon (Kimono für den Alltag)
- Edokomon (Kimono mit sehr feinem Muster)
- Uchikake (Hochzeitskimono mit glückbringenden Symbolen)
- Shiromuku (weißer Kimono mit Motiven, wie Kranich)
- Furisode (farbenfroher, gemusterter Kimono)
- Kofurisode (siehe Furisode, nur kürzere Ärmel)
- Yukata (Kimono für die Freizeit aus Baumwolle oder Leinen - für Frauen und Männer)
- Mofuku (wird auf Beerdigungen getragen)


Bildquelle: © flickr.com/parhessiastes, © flickr.com/JoshBerglund19, © flickr.com/ori2uru
autor
3. September 2010 17:39 Uhr