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Lifestyle

CO2- Kennzeichnung für Lebensmittel

Simon S.
8. November 2009 23:11 Uhr
163 Kommentare
In Schweden bekommen demnächst alle Lebensmittel neben den Kennzeichnungen für Brennwert, Kalorien und Eiweißgehalt eine weitere Kennzeichnung. Der in der Produktion verursachte CO2 Ausstoß pro Kilogramm Lebensmittel soll auf die Verpackung gedruckt werden.
Haferflocken produzieren pro Kilogramm 0,87 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Tomaten schaden der Umwelt mehr als Kartoffeln. Und Hühnchen stoßen in der Zucht weniger Treibhausgase aus als Rinder oder Schweine. In Schweden haben Kennzeichnungsverbände, Bauern sowie Milch- und Fleischkooperationen eine Aktion ins Leben gerufen, welche die zusätzliche Lebensmittelkennzeichnung für den Kohlenstoffdioxidausstoß fordert.

Die Menschen sollen sich dadurch nicht nur gesund, sondern auch umweltbewusst zu ernähren. Wer gesund lebt, isst auch in der kalten Jahreszeit Tomaten. Dabei sind Möhren umweltfreundlicher. Tomaten die im Winter erhältlich sind kommen meist aus Gewächshäusern in Holland oder aus Plantagen auf Gran Canaria, die natürlich Unmengen an Wasser und/ oder Heizöl verschlingen.

Bisher hat man versucht die europäischen Treibhausgase hauptsächlich in der Industrie, beim Verkehr und bei Haushaltsgeräten einzudämmen. Tatsächlich werden aber über 20 Prozent der Umweltschäden durch den Anbau, die Produktion und den Transport von Nahrungsgütern verursacht. Ganz oben auf der Blacklist steht Rindfleisch mit 15 bis 25 Kilogramm Treibhausgas pro Kilogramm Fleisch. Dem folgen andere Fleisch- und Milchprodukte.

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Die plötzliche Bedeutung der Umweltverträglichkeit von Lebensmitteln fordert von Produzenten sowie von Verbrauchern ein Umdenken. BIO- und Ökoprodukte können unter Umständen genauso viel CO2 fabrizieren wie vergleichbare Discountprodukte und wären somit nicht mehr "green". Verständlich das Schweden auch hier vorlegt. Produkte die das Biosiegel bekommen sollen, müssen ab 2014 auch umweltfreundlich produziert werden. Schon jetzt zeigt sich das sich die Mühe lohnt. Produkte die ein Klimasiegel tragen, beispielsweise alle Burger der schwedischen Fastfoodkette Max, verkaufen sich schon jetzt rund 20 Prozent besser.

Die Regierung in Stockholm will ihr neues Konzept auch an andere EU-Länder weiterreichen. Bis 2011 will die europäische Union eine Methode zur Berechnung des Klima-Fußabdrucks für Lebensmittel und Getränke entwickeln. Haferflocken produzieren pro Kilogramm 0,87 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Tomaten schaden der Umwelt mehr als Kartoffeln. Und Hühnchen stoßen in der Zucht weniger Treibhausgase als Rinder oder Schweine aus.
Bildquelle: © stock.xchng, © stock.xchng/iprole
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redakteur
9. Februar 2012 01:23 Uhr