login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Lifestyle

Buchvorstellung: "DENKEN SIE SELBST!"

Robert B.
8. Februar 2010 14:18 Uhr
189 Kommentare
"Denken Sie noch selbst, oder lassen Sie mittlerweile denken?" So beginnt Vince Ebert sein Buch "DENKEN SIE SELBST!", in welchem er auf sehr humorvolle Art durch Lebenssituationen führt und dem Leser aufzeigt, wo wir zum Nichtdenker werden.
Egal was, egal wo: Wir Menschen sind nicht in der Lage unser Gehirn richtig zu benutzen.
Eindrucksvoll und unverhohlen macht Vince Ebert einem klar, was wir doch falsch machen und das unsere, wie er sagt, evolutorische Nische nicht immer nur gutes hervor bringt. Und diese evolutorische Nische ist das Denken.

Als studierter Physiker ist gerade Ebert in der Lage, Zusammenhänge zu erkennen und darzustellen und dazu muss man nun einmal denken können.
Auch auf typische Phänomene der Werbestrategie und unser damit eventuell verbundenes Abschalten des Gehirns weist er in seinem Buch "DENKEN SIE SELBST" dezent hin, wie z.B. bei der unendlichen Auswahl an Kaffesorten bei einem Unternehmen, das sich auf den Vertrieb vorher genannter Köstlichkeit spezialisiert hat. Uns ist dieses Unternehmen auch bekannt als Starbucks.

"Perfektioniert hat diese Werbestrategie die Caféhauskette Starbucks. Wenn Sie dort einen Becher Kaffe kaufen, werden Sie zuerst einmal nach Ihrem Vornamen gefragt. Der wird dann wasserfest und unwiderruflich auf einen Pappbecher geschrieben. Nun müssen Sie bis zu sechs verschiedene Entscheidungen treffen: Tall oder Grande? Frappucino oder Espresso? Caramel oder Peppermint? [...] Das klingt im ersten Moment vollkommen schwachsinnig. Doch aus psychologischer Sicht ist das eine geniale Idee, denn auf diese Weise gibt man Menschen, die im normalen Alltag über keinerlei Entscheidungsbefugnis besitzen, die Gelegenheit, endlich einmal zu bestimmen. Menschen, die nicht den

umfrage

blassesten Schimmer haben, was genau sie auf diesem Planeten tun, erwerben für 2 Euro 80 nicht etwa einen Becher Kaffee. Nein. Sie erwerben eine präzise Definition ihres Ichs: Vince, Tall, Frappucino, Caramel low, Fat, Entkoffeiniert."


Mit solchen Texten regt der aus Miltenberg stammende Physiker immer wieder zum Denken an und ersetzt, wie im Klappentext beschrieben, endlich nervige Halbbildung durch sympathisches Dreiviertelwissen.
Die doch größtenteils exorbitant lustigen und überlegten Zeilen werden immer wieder durch kleine Zeichnungen ergänzt, welche ebenfalls die grauen Zellen anregen sollen.
Für alle, die sich gerne hin und wieder einmal mit der Thematik des Denkens auseinandersetzen und somit selber in diesen biologischen Prozess verfallen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.
Bildquelle: © flickr.com/brain_blogger
autor
redakteur
9. Februar 2012 00:37 Uhr