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Lifestyle

Araberschal oder Palästinensertuch

Moritz Luzner
29. September 2009 16:12 Uhr
238 Kommentare
Die Jugend von heute trägt Flip-Flops in der Stadt, aufgeschlitzte Jeans, Brillen im Design der 80er Jahre, doch besonders auffällig ist das Arabertuch, welchem bereits vor 30 Jahren große Popularität in Deutschland zukam.
Kurzrückblick

1930 (Arabischer Aufstand in Israel): Bis zu jenem Zeitpunkt war das Palästinensertuch (eigentlich "Kufiya") ein von Männern auf dem Kopf getragenes Tuch, welches eher zum Schutz gegen die gnadenlose Sonne Arabiens als ein Modeaccessoire von heute fungierte. Nun wird es allerdings zum Symbol des Kampfes gegen Israel erklärt.

1960: Die Palästinensischen Studenten und ihr Führer Jassir Arafat tragen das Tuch, um so ihre Zusammengehörigkeit mit der Unter-und MIttelschicht zu zeigen.

1970: Das Kufiya wird von Linksextremisten der BRD getragen, die den Antiimperialismus von Arafat schätzen.

1970 bis Heute: Das Tuch gewinnt immer mehr an Popularität und zählt als politisches Symbol gegen die USA, gegen Kapitalismus, gegen Imperialismus, gegen Rechts; doch noch immer führt es den bitteren Beigeschmack seines antisemitischen Einsatzes mit sich.

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Antisemitisch oder nicht?

Das Tuch wird heutzutage besonders von der sekulären Fatah getragen - ein Bund, der in Palästina gegen die Hamas kämpft und Israel u.a. als freien Staat akzeptiert. Diese Tatsache und jene, dass unter vielen Ereignissen das Kufiya vor bereits 80 Jahren einmal ein antisemitisches Symbol war, sind maßstabgebend für seine Bedeutung heute: ein modisches Accessoire und eine politische Bedeutung, die man gegebenfalls noch hinzufügen kann.
redakteur
21. Mai 2012 18:08 Uhr