Lifestyle
Anime und Manga
Annett G.
8. September 2009 13:30 Uhr
196 Kommentare
In diesem Artikel wird der Leser über Manga und Anime informiert. Unter anderem darüber, was Animes und Mangas sind und wie sie entstehen.
Definition des Begriffes Anime
Anime ist die japanische Abkürzung für Animation (jap. animeshon )
Ein Anime ist ein in Japan entstandener Trickfilm, der meist auf einem Manga beruht. In Deutschland sind Animes sehr populär. Die wohl bekanntesten Animes sind zu Beispiel Heidi, Sailor Moon oder Alice im Wunderland und auch Biene Maja gehört irgendwie dazu.
Entstehung eines Anime
Zuerst wird ein Drehbuch geschrieben, in dem steht, was passieren soll. Als nächstes folgt das Storyboard. Da entsteht für jede Einstellung eine Zeichnung aus der Kameraperspektive, Bewegung der Figur und dem Hintergrund. Nachdem das Storyboard fertig ist, werden Layouts gezeichnet. Für jede Figur gibt es dann ein "Modelsheet", das ist eine Vorlage für den Zeichner.
Wenn das Drehbuch fertig, ist werden Synchronsprecher für die Figuren aufgenommen.
Die aufgenommenen Dialoge werden von einer Software (trackreader) in "X-sheets" eingetragen. Das X-sheet ist ein einzelbildgenaues Drehbuch für jede einzelne Einstellung. In ihm werden neben dem Dialog sämtliche Kamerabewegungen und vor allem der zeitliche Ablauf der Bewegungen der Figuren gespeichert.
Nun bekommt der Animator das Storyboard, die wichtigen Modelsheets, eine Kopie vom Layout und natürlich auch das X-sheet. Er ist nun dafür zuständig, sogenannte Schlüsselbilder (Keyframes) oder auch Hauptphasen mit Hilfe von Skizzen zu erstellen. Das nennt man auch Gerüst. Diese Zeichnungen definieren die Bewegungen. Seine Arbeit nimmt er mit dem Lineseter auf. Das ist eine Software, die per Videokamera aufgenommene Zeichnungen am Computer abspielen kann. Dies macht er zur Überprüfung seiner Arbeit. Da kann er die Zeichnungen so verschieben, bis der zeitliche Ablauf passt.
Wenn der Animator und der Regisseur mit der Szene zufrieden sind, geht die ,,rough animation" zu einem Assistenten des Animators. Dieser zeichnet dann Reinzeichnungen der Schlüsselbilder nach dem Vorgaben des Modelsheets. Wenn nötig, fügt er noch ,,breakdowns" hinzu, das sind Zeichnungen zwischen den Schlüsselbildern, die die Bewegungen genauer definieren. Die entstandenen Bilder kommen dann zum Zwischenphasenzeichner. Er kümmert sich darum, dass noch immer fehlende Zeichnungen zwischen die bereits vorhandenen Zeichnungen gelangen. Für normale oder einfache Bewegungen reichen Zwölf Bilder pro Sekunde. Bei Bewegungen, die länger dauern oder welchen, die schnell ablaufen, sind rund 24 Bilder pro Sekunde nötig. Die Abstände zwischen den Bildern dürfen nicht so groß sein, sonst kann am Ende kein flüssiger Bewegungsablauf entstehen.
Wenn die Szene vollständig ist, wird sie getestet und abgenommen. Nun kann sie koloriert werden. Die Zeichnungen werden im Computer eingescannt und mit einem bestimmten Programm koloriert. Dies übernimmt ein sogenannter Kolorist. Das Programm arbeitet dabei fast von allein, denn koloriert wird nur das erste Bild. Die folgenden Bilder werden dann vom Computer koloriert und zum Schluss werden nur noch kleine Fehler korrigiert. In Zwischenzeit werden die Hintergründe gemalt. Diese werden heutzutage mit dem Computer erstellt. Beim Zusammenstellen der Teile werden oft noch Specialeffects hinzugefügt. Zum Schluss wird die Szene gerändert und wird entweder digital gespeichert oder auf Zelluloid-Film ausbelichtet.
So entstehen Animes und auch andere Trickfilme.
Definition Manga
Mangas sind japanische Comics. In Japan selbst werden sie als Comics bezeichnet (jap. kumikku ) Mittlerweile werden alle Comics, die im Stil eines Mangas sind, unabhängig von der Herkunft, Mangas genannt. Diese Bücher werden von hinten nach vorne gelesen und von links nach rechts. Die Japaner werfen einen Manga gleich nach dem Lesen weg.
Erstellen eines Mangas
Um einen Manga zu erstellen, braucht man zunächst eine Idee. Man muss sich ganz genau durch den Kopf gehen lassen: Was soll passieren? Wie sollen die Charaktere sein? In welches Genre soll der Manga eingeordnet werden?
Dann wird zu jeder Szene ein Dialog etwickelt. Dabei wird alles aufgeschrieben, wie zum Beispiel der Hintergrund aussehen soll, wie die handelnden Personen stehen sollen und was sie wann und bei welcher Bewegung sagen sollen. Der nächste Schritt ist das Anfertigen der Outlines, also die Figuren zu zeichnen. Dabei wird auf Individalität geachtet. Wichtig ist auch die Anordnung der Pannels, das sind die einzelnen Bilder. Nach der Arbeit mit Bleistift werden sie nochmals mit Fineliner oder einem dünnen Filzstift umrandet. Als nächstes folgt das Rastern. Dabei gibt es zwei Varianten. Die eine Möglichkeit ist, man scannt die Zeichnungen in einen Computer ein und kann dann per Maus bestimmen, wie und welches Raster verwendet wird. Die zweite Möglichkeit ist das Rastern per Hand. Dazu braucht man bestimmte Folien mit dem gewünschten Rastermuster. Diese Folien werden aufgelegt und dann abgeschabt, so dass sich das Muster auf das Bild überträgt.
Der letzte Schritt ist das Einfügen der Texte. Das erfolgt meist mit dem Computer in großen Druckbuchtstaben, damit ein gleichmäßig gut lesbarer Text entsteht.
So werden Mangas erstellt, aber auch herkömmliche Comics.
Anime ist die japanische Abkürzung für Animation (jap. animeshon )
Ein Anime ist ein in Japan entstandener Trickfilm, der meist auf einem Manga beruht. In Deutschland sind Animes sehr populär. Die wohl bekanntesten Animes sind zu Beispiel Heidi, Sailor Moon oder Alice im Wunderland und auch Biene Maja gehört irgendwie dazu.
Entstehung eines Anime
Zuerst wird ein Drehbuch geschrieben, in dem steht, was passieren soll. Als nächstes folgt das Storyboard. Da entsteht für jede Einstellung eine Zeichnung aus der Kameraperspektive, Bewegung der Figur und dem Hintergrund. Nachdem das Storyboard fertig ist, werden Layouts gezeichnet. Für jede Figur gibt es dann ein "Modelsheet", das ist eine Vorlage für den Zeichner.
Wenn das Drehbuch fertig, ist werden Synchronsprecher für die Figuren aufgenommen.
Die aufgenommenen Dialoge werden von einer Software (trackreader) in "X-sheets" eingetragen. Das X-sheet ist ein einzelbildgenaues Drehbuch für jede einzelne Einstellung. In ihm werden neben dem Dialog sämtliche Kamerabewegungen und vor allem der zeitliche Ablauf der Bewegungen der Figuren gespeichert.
Nun bekommt der Animator das Storyboard, die wichtigen Modelsheets, eine Kopie vom Layout und natürlich auch das X-sheet. Er ist nun dafür zuständig, sogenannte Schlüsselbilder (Keyframes) oder auch Hauptphasen mit Hilfe von Skizzen zu erstellen. Das nennt man auch Gerüst. Diese Zeichnungen definieren die Bewegungen. Seine Arbeit nimmt er mit dem Lineseter auf. Das ist eine Software, die per Videokamera aufgenommene Zeichnungen am Computer abspielen kann. Dies macht er zur Überprüfung seiner Arbeit. Da kann er die Zeichnungen so verschieben, bis der zeitliche Ablauf passt.
Wenn der Animator und der Regisseur mit der Szene zufrieden sind, geht die ,,rough animation" zu einem Assistenten des Animators. Dieser zeichnet dann Reinzeichnungen der Schlüsselbilder nach dem Vorgaben des Modelsheets. Wenn nötig, fügt er noch ,,breakdowns" hinzu, das sind Zeichnungen zwischen den Schlüsselbildern, die die Bewegungen genauer definieren. Die entstandenen Bilder kommen dann zum Zwischenphasenzeichner. Er kümmert sich darum, dass noch immer fehlende Zeichnungen zwischen die bereits vorhandenen Zeichnungen gelangen. Für normale oder einfache Bewegungen reichen Zwölf Bilder pro Sekunde. Bei Bewegungen, die länger dauern oder welchen, die schnell ablaufen, sind rund 24 Bilder pro Sekunde nötig. Die Abstände zwischen den Bildern dürfen nicht so groß sein, sonst kann am Ende kein flüssiger Bewegungsablauf entstehen. Wenn die Szene vollständig ist, wird sie getestet und abgenommen. Nun kann sie koloriert werden. Die Zeichnungen werden im Computer eingescannt und mit einem bestimmten Programm koloriert. Dies übernimmt ein sogenannter Kolorist. Das Programm arbeitet dabei fast von allein, denn koloriert wird nur das erste Bild. Die folgenden Bilder werden dann vom Computer koloriert und zum Schluss werden nur noch kleine Fehler korrigiert. In Zwischenzeit werden die Hintergründe gemalt. Diese werden heutzutage mit dem Computer erstellt. Beim Zusammenstellen der Teile werden oft noch Specialeffects hinzugefügt. Zum Schluss wird die Szene gerändert und wird entweder digital gespeichert oder auf Zelluloid-Film ausbelichtet.
So entstehen Animes und auch andere Trickfilme.
Definition Manga Mangas sind japanische Comics. In Japan selbst werden sie als Comics bezeichnet (jap. kumikku ) Mittlerweile werden alle Comics, die im Stil eines Mangas sind, unabhängig von der Herkunft, Mangas genannt. Diese Bücher werden von hinten nach vorne gelesen und von links nach rechts. Die Japaner werfen einen Manga gleich nach dem Lesen weg.
Erstellen eines Mangas
Um einen Manga zu erstellen, braucht man zunächst eine Idee. Man muss sich ganz genau durch den Kopf gehen lassen: Was soll passieren? Wie sollen die Charaktere sein? In welches Genre soll der Manga eingeordnet werden? Dann wird zu jeder Szene ein Dialog etwickelt. Dabei wird alles aufgeschrieben, wie zum Beispiel der Hintergrund aussehen soll, wie die handelnden Personen stehen sollen und was sie wann und bei welcher Bewegung sagen sollen. Der nächste Schritt ist das Anfertigen der Outlines, also die Figuren zu zeichnen. Dabei wird auf Individalität geachtet. Wichtig ist auch die Anordnung der Pannels, das sind die einzelnen Bilder. Nach der Arbeit mit Bleistift werden sie nochmals mit Fineliner oder einem dünnen Filzstift umrandet. Als nächstes folgt das Rastern. Dabei gibt es zwei Varianten. Die eine Möglichkeit ist, man scannt die Zeichnungen in einen Computer ein und kann dann per Maus bestimmen, wie und welches Raster verwendet wird. Die zweite Möglichkeit ist das Rastern per Hand. Dazu braucht man bestimmte Folien mit dem gewünschten Rastermuster. Diese Folien werden aufgelegt und dann abgeschabt, so dass sich das Muster auf das Bild überträgt.
Der letzte Schritt ist das Einfügen der Texte. Das erfolgt meist mit dem Computer in großen Druckbuchtstaben, damit ein gleichmäßig gut lesbarer Text entsteht.
So werden Mangas erstellt, aber auch herkömmliche Comics.
Bildquelle: © flickr.com/[177], © stock.xchng, © flickr.com/[177]