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Lifestyle

„Aids ist ein Massenmörder“

J. N. H.
8. September 2009 20:10 Uhr
549 Kommentare
Der provokative HIV-Präventionsspot des „Verein Regenbogen e.V.“ stößt vor allem im Ausland auf heftige Kritik. Der Spot namens „Aids ist ein Massenmörder“ zeigt zwei Personen beim Liebesakt, wobei sich der Mann als Adolf Hitler entpuppt.
Spiegel.de berichtet über die neue Kampagne gegen Aids, in deren Zentrum Adolf Hitler steht. Im Spot selbst zeigt sich ein nicht untypisches Bild aus gedämmtem Licht und zwei Menschen beim Geschlechtsverkehr. Letztlich fokussiert die Kamera jedoch das Gesicht des Mannes – ein Abbild von Adolf Hitler. Dem folgt der Slogan „Aids ist ein Massenmörder“

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Im Focus der neuen Kampagne der Initiative Regenbogen e.V. stehen neben Hitler auch Stalin und Saddam Hussein. Menschen, die als Massenmörder in die Geschichte eingegangen sind. Die Videospots und Plakate, die präventiv auf Aids aufmerksam machen, sorgen gleichermaßen für Kritik und Interesse.

Der deutsche Clip wird vor allem in Großbritannien und den USA als geschmacklos empfunden. Dort wird befürchtet, dass der Spot dazu führt, dass sich Menschen aus Scham nicht mehr testen lassen, um nicht mit Massenmördern wie Hitler und Hussein in Zusammenhang gebracht zu werden. Eine Sprecherin des National Aids Trust sagte, der Spot "stigmatisiere die Menschen, die HIV-positiv sind und die ohnehin einer großen Diskriminierung und Ignoranz ausgesetzt".


Durch die große Resonanz auf youtube.com fühlen sich die Macher in ihrer Kampagne bestätigt. "Bis jetzt starben weltweit mehr als 28 Millionen Menschen. Und jeden Tag kommen über 5000 neue Todesfälle hinzu. Damit ist Aids einer der größten Massenmörder in der Geschichte." – heißt es auf ihrer Internetseite.

Die Plakate der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) zeigen Gemüse mit Kondomen und dem Slogan "Gib Aids keine Chance".

Laut den Machern soll man die gezeigten Mörder nicht mit den Erkrankten identifizieren, sondern sie als „Gesicht des HIV-Virus“ wahrnehmen. Die bisherigen Plakate seitens der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) seien nicht im Stande, heutzutage noch die nötige Aufmerksamkeit zu erzielen. Die positive Resonanz, vor allem von jungen Leuten, bestätigt sie in ihrer Aktion.

Ähnlich provokant, ironisch und für manche vielleicht etwas derb rappt Olli Banjo auf Youtube über das heikle Thema.
Bildquelle: © stock.xchng
autor
8. Februar 2012 13:58 Uhr