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Lifestyle

8. März - Weltfrauentag

J.- N. H.
8. März 2010 20:07 Uhr
226 Kommentare
Seit 1911 wird jährlich am 8. März der internationale Weltfrauentag gefeiert. Für Alice Schwarzer ist dies „der reinste Hohn“.
Er steht für Gleichberechtigung, Emanzipation und einen fairen Umgang mit Frauen über den ganzen Globus verteilt – der Weltfrauentag. Der Blick auf die historische Bewandtnis dieses Ereignisses geht dabei zunehmend verloren, meint Alice Schwarzer. In der Vergangenheit wurde der Frauentag überwiegend in den Ostblockstaaten gefeiert und symbolisierte vielmehr einen „sozialistischen Muttertag“, so süddeutsche.de. Daher fordert Schwarzer in der Frankfurter Rundschau eine Abschaffung des Weltfrauentags


Alice Schwarzer

Auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz forderte die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals einen Frauentag. Ein Jahr später gab man ihrer Forderung nach, sodass der Weltfrauentag seit 1911 jährlich am 8. März gefeiert wird. Vor allem der sozialistische Osten hielt an dieser Tradition nach dem zweiten Weltkrieg fest - allerdings unter falschen Aspekten, wie Alice Schwarzer bekundet.


Clara-Zetkin-Büste in Dresden, Clara-Zetkin-Str./Bonhoefferplatz

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Während der Emanzipation in Deutschland holte man den Frauentag mehr oder weniger zurück. Schwarzer dazu: "In den 1970er Jahren kannten wir keinen 8. März. Im Osten war er wohlbekannt.“ Zum internationalen Tag für die Rechte der Frauen wurde der 8. März auf Beschluss der UNO 1977. Alice Schwarzer kommentierte dies mit den Worten: "Für Feministinnen, gelinde gesagt, der blanke Hohn." So ruft sie in der Frankfurter Rundschau zum Boykott des 8. März auf. "Schaffen wir ihn also endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März."
Bildquelle: © stock.xchng
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31. Juli 2010 08:57 Uhr