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Kino

Kinokette Odeon plant Burton-Boykott

Michael Reinartz
24. Februar 2010 15:04 Uhr
39 Kommentare
Die größte europäische Kinokette Odeon wird aller Voraussicht nach „Alice im Wunderland“ von Regisseur Tim Burton boykottieren und nicht in ihr Kinoprogramm aufnehmen. Grund sind Streitigkeiten um den Veröffentlichungszeitpunkt der DVD, der früher als sonst liegen soll.
Europas größte Kinokette Odeon, zu der auch die UCI-Kinos gehören, will den neuen Burton-Film "Alice im Wunderland" in Großbritannien, Irland und Italien nicht ins Kinoprogramm aufnehmen. Dies verkündete heute die Geschäftsführung der Odeon-Gruppe laut Informationen von digitalfernsehen.de. Der weitreichende Boykott – allein in England betreibt Odeon über 100 Kinos – ist die Antwort auf die Pläne des Filmstudios Disney, die DVD- bzw. BluRay-Version des Films bereits nach etwa drei Monaten zu veröffentlichen. Derzeit ist eine Veröffentlichung nach vier Monaten normal.

Alice (Mia Wasikowska) wird nicht in allen Kinos Europas zu sehen sein

Odeon befürchtet durch die vorgezogene Veröffentlichung hohe Einnahmeverluste, denn immerhin gilt Tim Burtons aktueller Film bereits im Vorfeld als Kassenschlager. Disney hingegen will durch den nahe

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beieinanderliegenden Veröffentlichungszeitpunkt von Kino- und
DVD-Version Werbegelder sparen. Die Fronten zwischen den beiden Konfliktparteien haben sich nun dermaßen verhärtet, dass Odeon zu diesem drastischen Mittel greifen musste, um doch noch Disney zu einer Abkehr dieser neuen Werbepolitik zu bewegen.

Die Kinostarts von "Alice im Wunderland" in Deutschland und Österreich sind von dem Boykott nicht betroffen, da hierzulande die normale Frist zwischen Kinostart und Heimkino-Veröffentlichung von 17 Wochen nicht angetastet wurde. Somit wird der neue Film mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway pünktlich am 4. März 2010 in den deutschen Kinos starten.
Bildquelle: © widescreen-vision.de, © Walt Disney Studios Motion Pictures
9. Februar 2012 00:11 Uhr