login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Kino

It might get LOUD

Lilith A.
15. Oktober 2009 11:30 Uhr
22 Kommentare
Drei unglaublich talentierte Gitarristen drei verschiedener Generationen diskutieren über Musik, teilen ihre Erfahrungen und erzählen aus Leben, Karriere und Familie.
Eine improvisiert-eingerichtet wirkende Lagerhalle, ein paar Gitarren, dazu Verstärker und drei Gitarristen die mit ihren Fähigkeiten jeden Fan umhauen. Jimmy Page (Led Zeppelin), David Howell Evans a.k.a The Edge (U2) und Jack White (White Stripes) wurden von Regisseur Davis Guggenheim eingeladen und sitzen nun auf einem Sofa zusammen. Sie sprechen über ihre Karrieren, über ihre Inspirationen, über Probleme und Erfolge. Und natürlich (wie sollte es anders sein) zeigen sie sich gegenseitig einige Tricks auf der Gitarre. Alles eingefangen von Kameras, die beinahe wie zufällig daneben stehen.

Eine Leidenschaft, drei Generationen: Jack White, The Edge und Jimmy Page (r.)

Im Vorspann sieht man, noch bevor der eigentliche Film losgeht, Jack White wie er zuerst scheinbar ziellos Nägel in ein Stück Holz schlägt, Drähte spannt und einige Müll-Teile hinzufügt. Er schließt die ganze Apparatur an einen Verstärker an und nun erkennt man das improvisierte Instrument. Er spielt ein paar Takte und beendet dann die Szene mit dem einem sympathischen Schulterzucken und dem Satz: "Who says you need to buy a guitar?" - Auf deutsch: „Wer sagt, dass man sich eine Guitarre kaufen muss?“ Nicht nur er, auch The Edge kann Gitarren bauen, auch wenn die, die er mit seinem Bruder in ihrer Jugend baute, etwas ausgereifter und wohlklingender war.

Der Film dauert 97 Minuten und ist voll mit unterstreichenden Musikstücken die mitreißen und praktisch in die Geschichten der Musiker hineinziehen. Jeder von ihnen besucht noch einmal die Orte, an denen ihre Karriere begonnen hat und berichtet über die Umstände die dazu geführt haben dass sie da sind, wo sie heute sind. Und so wie die Männer während des Drehs Spaß haben, ist die Luft dort oben dünn. Die ''Rockumentary'' ist liebevoll gedreht und die vielen kleinen familiären Informationen die auf den ganzen Film verteilt sind, geben einem das Gefühl den Musikern, zumindest während man sich den Film anschaut, nahe zu sein und machen die Dokumentation zu einem wahren Juwel, nicht nur für Musikbegeisterte.
Bildquelle: © Arsenal Filmverleih
autor
redakteur
7. Februar 2012 10:26 Uhr