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Kino

Filmkritik: "Wrong Turn 3"

Gelöschter Nutzer
28. November 2009 12:34 Uhr
58 Kommentare
Der dritte Teil der Horrorfilm-Reihe «Wrong Turn» erscheint am 3. Dezember 2009 in Deutschland auf DVD. Mit einem Haken: Für eine Freigabe der Spio/JK mussten knapp zwei Minuten Filmmaterial weichen. Doch was und wie ist «Wrong Turn 3: Left for Dead» eigentlich?
Handlung:
Alex und ihre Freunde fahren für einen Kanu-Ausflug in die Wälder von West Virginia. Als ihre Freunde von dem Mutanten Three Finger getötet werden, schafft es Alex, in den Wald zu fliehen und versteckt sich dort für die nächsten Tage…
Zur selben Zeit bereitet Nate Wilson den Transport einiger Gefängnisinsassen vor, die über Landstraßen in ein Gefängnis verlegt werden sollen. Der Bus mit den Gefangenen wird jedoch von Three Finger von der Straße abgebracht. Die Gefangenen übernehmen die Kontrolle und wollen, dass Wilson sie in die Freiheit führt. Dabei stoßen sie auch auf Alex. Was die Gefangenen nicht wissen: Three Finger macht weiter Jagd auf sie...


Kritik:
Der Film beginnt, anders als seine Vorgänger, ohne eine Eröffnungssequenz. Während in «Wrong Turn» ein Bergsteigerpärchen und in «Wrong Turn 2: Dead End» die «American Idol»-Kandidatin Kimberly Caldwell das Ende fanden, bleibt eine starke Eröffnungssequenz im dritten Teil aus. Stattdessen folgt eine kurze Titeleinblendung und sofort beginnt die Einführung der Protagonistin.
Die schauspielerischen Fähigkeiten dieser sind mehr als fragwürdig – ebenso wie die der später auftauchenden Schauspieler – und man fragt sich: "Wie hat die das Casting für sich entscheiden können?!". Nach knapp drei Minuten sieht man die entblößte Oberweite einer Nebendarstellerin, was natürlich laut Horrorfilm-Klischees ihr Ende bedeuten wird, was auch keine zwei Minuten später der Fall sein soll – und das mehr als lächerlich!


Englischer Trailer für "Wrong Turn 3: Left for Dead"


Allgemein betrachtet bietet «Wrong Turn 3: Left for Dead» teilweise originelle Hinrichtungen, aber man zweifelt an der Machart des Filmes. Bleibt das mangelnde schauspielerische Talent der Darsteller noch
"Wrong Turn 3: Left for Dead": Ab 3. Dezember auf DVD erhältlich
das kleinste Manko, entpuppen sich die mehr als billigen Special Effects als Augenkrebs. Digitale Blutspritzer, billiger Blue-/Greenscreeneinsatz, den jeder Amateur besser hinkriegen würde, und haufenweise Drehbuchfehler.

Während in «Wrong Turn» und «Wrong Turn 2: Dead End» noch eine große Kannibalenfamilie durch den Wald jagte, muss sich hier der aus den ersten beiden Teilen bekannte Three Finger allein herumschlagen, da sein Nachwuchs schon schnell das Ende finden soll. Doch selbst der in dem ersten Teil so geniale Kannibale Three Finger verlor schon im zweiten Teil seinen Charme. Grund: Der Darstellerwechsel. Drei Filme und drei verschiedene Schauspieler bedeuten oft nichts Gutes - wie hier erneut bewiesen wird.


Wald: Ein wichtiges Stilmittel im Horrorstreifen "Wrong Turn 3: Left for Dead"


Pluspunkte:
Einige Pluspunkte hat «Wrong Turn 3: Left for Dead» dennoch. Wenn auch die Machart zweifelhaft ist, bietet er eine bessere Story als sein Vorgänger «Dead End» und, wie bereits erwähnt, interessantere und einfallsreichere Tötungsarten. Ebenfalls ein Pluspunkt ist die Musik. Der Komponist Claude Foisy hat hier eindeutig gute Arbeit geleistet und verleiht dem Film einen interessanten und guten Score. Außerdem bietet der dritte Teil endlich einige Bezüge zu den ersteren Teilen, so findet zum Beispiel der abgebrannte Turm, in dem die Protagonisten des ersten Teils zeitweilig Unterschlupf fanden, hier erneut Erwähnung und wird sogar noch einmal gezeigt.


Fazit:
Diese Plusaspekte reichen jedoch nicht aus, um «Wrong Turn 3: Left for Dead» in wirklich gutes Licht zu stellen. Somit bleibt der zweite Aufguss des überaus erfolgreichen und beliebten ersten Teils leider ein mangelhafter Horrorfilm.

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Wer sich selbst ein Bild vom Film machen will, kann dies ab dem 03. Dezember tun, denn zu diesem Termin erscheint die DVD in Deutschland mit einer Freigabe Spio/JK und knapp zwei Minuten weniger Laufzeit. Wer auf die US-Unrated-Fassung vertrauen möchte, sollte auf einen Import Wert legen. Ob dieser Aufwand aber bei diesem Film lohnt, ist eine ganz andere und vor allen Dingen mehr als berechtigte Frage...
Bildquelle: © flickr.com
redakteur
21. Mai 2012 16:54 Uhr