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Kino

Filmkritik: “Remember Me“

Gelöschter Nutzer
28. März 2010 15:44 Uhr
150 Kommentare
Robert Pattinson, bekannt als sensibler Vampir Edward Cullen aus „Twilight“ beweist in “Remember Me“, dass er auch als facettenreicher Schauspieler punkten kann. An der Seite von Emilie de Ravin, Pierce Brosnan und Chris Cooper überzeugt er in dem romantischen Filmdrama – frei von Klischees und Kitsch!
Handlung:
Tyler Hawkins ist ein sensibler, aber auch zorniger junger Mann, der den Tod seines Bruders vor einigen Jahren noch nicht verarbeitet hat. Sein Vater Charles, ein erfolgreicher Geschäftsmann, kommt zwar seinen finanziellen Verpflichtungen nach, ist aber emotional distanziert und praktisch nicht präsent im Leben von Tyler und seiner kleinen Schwester Caroline. Als Tyler in eine Schlägerei gerät, überredet ihn sein Kumpel Aidan mit der Tochter des Polizisten anzubandeln, der ihn verhaftet hat. Ally studiert genau wie Tyler an der NYU. Langsam kommen sich die beiden näher – und was zumindest auf Tylers Seite als Albernheit begann, entwickelt sich zu einer tiefen Liebesbeziehung, die auf eine harte Probe gestellt wird...

Kritik:
“Twilight“ -Star Robert Pattinson zeigt hier, dass er auch in einer Welt frei von glänzenden Vampiren als Schauspieler punkten kann. In “Remember Me“ spielt er einen verbitterten jungen Studenten, der den Tod seines Bruders nie überwunden hat. Dazu kommt noch sein Zorn auf seinen Vater (Pierce Brosnan), der ein einziger Workaholic ist – und so seine Kinder, und vor allem Tylers kleine Schwester, vernachlässigt.



Emilie de Ravin überzeugt ebenfalls als junge Frau, die vor 10 Jahren mit ansehen musste, wie ihre Mutter an einem U-Bahnhof erschossen wurde. De Ravin ist vor allem durch ihre Darstellung in “Lost“ und dem Horrorfilm “The Hills Have Eyes“ bekannt.
De Ravins Charakter muss sich zu ihrem Kindheitstrauma und der Gefühle für Tyler noch mit ihrem überfürsorglichen Vater herumschlagen, der von Oscar-Preisträger Chris Cooper verkörpert wird.

Was die Besetzung angeht, konnte es für “Remember Me“ nicht besser ausgehen. Alle Darsteller gehen in ihren Rollen auf und überzeugen.

Zum Inhalt des Filmes lässt sich sagen, dass Regisseur Allen Goulter den Hang zum dramatischen nicht überzog und der Film nie an Realismus verliert. Die Handlung wird langsam aufgebaut und verleiht dem Film zusätzliche Tiefe. Ebenso bleiben auch übertriebene Emotionsausbrüche aus, was dem Film ebenfalls nur positiv angerechnet werden kann.



"Remember Me" läuft seit dem 25. März in den deutschen Kinos.
Doch gegen Ende des Filmes verliert er an diesem Charme. Der Film, der so leise und still begann, breitet sich zu einem Sturm aus, der mit einem Donnerschlag beendet wird – Ob dies positiv oder negativ ist, sollte jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Fest steht, dass der Film im Großen und Ganzen überzeugt und das liegt vor allem an der perfekten Besetzung durch Robert Pattinson, Emilie de Ravin, Pierce Brosnan und Chris Cooper.

Das Ende des Filmes wird auf jeden Fall die Gemüter spalten, weil es auf ein Ereignis zurückgreift, was die Welt schockiert hat. Alles in allem, ist "Remember Me" ein überzeugendes Filmdrama.
Textquellen: © Concorde Filmverleih
Bildquelle: © Concorde Filmverleih GmbH
21. Mai 2012 16:53 Uhr