login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Kino

Filmkritik: Inglourious Basterds

Gelöschter Nutzer
28. August 2009 08:31 Uhr
121 Kommentare
Der neue Film von Quentin Tarantino dreht sich um eine Gruppe jüdischer und amerikanischer Soldaten, die in dem von Nazi besetzten Frankreich beginnen Nationalsozalisten auf eigene Faust umzubringen. Quentin Tarantino bleibt seinem Stil treu!
Die Handlung spielt im Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1944, in dem eine Gruppe zum Tode verurteilten, jüdischer US-Soldaten nach Südfrankreich geschickt werden. Ihre Mission ist ein Himmelfahrtskommando und ihr einziges Ziel ist es so viele Nazis wie möglich zu töten. Angeführt werden sie von Lt. Aldo Raine, im Film gespielt von Brad Pitt.

Der Film beginnt mit einer wunderschönen Landschaft der französischen Provinz (ob dies wirklich Frankreich ist, bleibt dahingestellt). Schon schnell kommt der typische Tarantino Charme durch. Dramatische, fast schon graziöse Musik erklingt und kündigt in seltsam harmlosen Tönen ein Unheil an. Das Spektakel kann beginnen.

Der Film ist eingeteilt in fünf Kapitel. Jedes Kapitel widmet sich einem Charakter hervorhebend und erzählt deren Geschichte. Zu den Figuren gehören Lt. Aldo Raine (Brad Pitt, «Fight Club» o. «Mr. und Mrs. Smith»), Shosanna Dreyfus (Mélanie Larent, «So ist Paris»), SS-Standartenführer Hans Landa (Christoph Waltz, «Herr Lehmann»), Feldwebel Hugo Stieblitz (Til Schweiger, «KeinOhrHasen» oder «King Arthur»), Bridget von Hammersmark (Diane Kruger, «Troja») und Sgt. Donny Donowitz (Eli Roth, Regisseur von «Hostel»).

Shosanna Dreyfus ist eine flüchtige Jüdin, die es unter einer neuen Identität
geschafft hat ein friedliches Leben in Paris zu leben, nachdem Standartenführer Landa ihre Familie getötet hat. Sie leitet ein Kino, in dem bald die Premiere des Filmes «Stolz der Nation» gefeiert werden soll, der die wahre Geschichte des Soldaten Frederick Zoller (Daniel Brühl, «Good Bye, Lenin!» oder «Krabat») erzählt. Shosanna plant einen Racheakt mit ihrem farbigen Mitarbeiter. Sie wollen bei der Premiere das gesamte Publikum töten, in dem sie die Kinofilmrollen anzünden und den Saal verschließen. Zeitgleich planen die «Inglourious Basterds» ein Attentat auf dieselbe Premierenfeier, sie wollen Hitler, der die Premiere besuchen wird, in die Luft jagen.

Der gesamte Film zeichnet sich durch die klassischen Merkmale eines
Tarantino Filmes aus. Volle, realistische Dialoge. Nahaufnahmen von Dingen, die man sonst nie groß wahrnehmen würde (bestes Beispiel hierfür ist eine Nahaufnahme von Schlagsahne, die auf einen Strudel gemacht wird). Ebenfalls überzeugt der Film, wie andere Tarantino-Filme, durch die besondere Musikuntermalung, wo man anfangs zu denken mag: Bitte, was? Und man leicht zu schmunzeln beginnt.

Auch wenn der Film historisch und faktisch nicht ganz korrekt ist, überzeugt «Inglourous Basterds» auf ganzer Linie, durch Witz, Charme und klassischen Stilelementen. Quentin Tarantino bleibt seinem Stil treu und beweist einmal mehr, warum er Filme macht: Aus Liebe zum Film selbst! Kinofans sollten sich den Film auf jeden Fall ansehen.

«Inglourious Basterds» läuft seit dem 20. August in den deutschen Kinos. Freigabe ab 16 und hat eine Dauer von 154 Minuten.
Bildquelle: © Universal, © Universal Pictures
21. Mai 2012 16:53 Uhr