Kino
Die Päpstin
Susi K
10. November 2009 00:24 Uhr
37 Kommentare
In einer Zeit, in der die Frau nicht mehr Wert war, als der Dreck unter den Fingernägeln des Mannes, wird eine von ihnen in DER Welthauptstadt Rom zur Päpstin gewählt - Grandios inszeniert von der deutschen Schauspielerin "Johanna Wokalek".
Seit dem 22. Oktober läuft "Die Päpstin" in den deutschen Kinos. Der bereits 1996 veröffentlichte Roman der amerikanischen Autorin Donna Woolfolk sorgte jahrelang für eine Herausforderung bei der filmtechnischen Umsetzung. Ständig wechselten Regisseure sowie Schauspieler.
Seine endgültige Besetzung fand "Die Päpstin" dann im Regisseur Sönke Wortmann und der Hauptdarstellerin Johanna Wokalek.
"Die Päpstin" - Filmplakat
Der Film zeigt den Werdegang der Protagonistin Johanna Anglicus. Sie ist seit ihrer Kindheit äußerst intelligent und findet immer wieder einen Weg, sich zu bilden. Doch sie lebt zu einer Zeit und in einer Welt, in der das Christentum hoch gewürdigt wird und Frauen verachtet werden.
Doch Johanna kämpft und entschließt sich irgendwann, in die Rolle ihres älteren Bruders zu schlüpfen. Fortan lebt sie als Johannes Anglicus. Dennoch findet sie nie und nirgends ihren Frieden. Überall lauern Feinde, die etwas gegen den jungen und ungewöhnlich talentierten Religiösen haben.
Nach einer Pilgerreise gelangt sie nach Rom. Mit ihrem Wissen über Heilung erlangt sie bald Anerkennung in der ganzen Stadt. Zu guter Letzt wird sie sogar berufen, dem schwerkranken Papst zu helfen. Nach seiner Genesung wird sie zu einer engen Vertrauen des Papstes. Nach seiner Ermordung und während der freien Wahl des neuen Papstes wird sie gewählt und bekleidet ab sofort eben jenes hohe Amt. Doch auch dort hat sie Widersacher. Zwar ist es dieses Mal nicht wegen ihres Geschlechtes, dafür aber wegen ihrer Stellung, auf die es andere seit Jahren abgesehen hatten.
Johanna Wokalek in der Hauptrolle als Päpstin
Während der Osterprozession wird der Hauptmann ihrer Garde und ihr heimlicher Geliebter von dem Zug weggelockt und überfallen. Die Schwangere Johanna verlässt ihren Platz, geschwächt und von Krämpfen geschüttelt. Mit letzter Kraft auf dem Boden dem Himmel entgegen kriechend stirbt sie, just in dem Moment, in dem auch ihr Geliebter ermordet wird.
In folgenden Aufzeichnungen und einer Chronologie über alle bisherigen Päpste wird sie einfach verschwiegen. Die Geistlichen schämen sich dafür, dass eine Frau dieses Amt bekleiden konnte.
Die Darstellungen im Film sind schonungslos und realistisch. Sie verdeutlichen, wie in der Zeit um 800 n.Chr. mit den Menschen und vor allem mit den Frauen verfahren wurde.
Die junge deutsche Schauspielerin Johanna Wokalek stellt das Leiden und Werden dieser jungen Frau überzeugend und realistisch dar.
Ein kleines Manko gibt es allerdings: Es wird deutlich, dass der Film, typisch für eine Buchverfilmung, in der Handlung (notgedrungen) gekürzt wurde.
Seine endgültige Besetzung fand "Die Päpstin" dann im Regisseur Sönke Wortmann und der Hauptdarstellerin Johanna Wokalek.
"Die Päpstin" - Filmplakat
Der Film zeigt den Werdegang der Protagonistin Johanna Anglicus. Sie ist seit ihrer Kindheit äußerst intelligent und findet immer wieder einen Weg, sich zu bilden. Doch sie lebt zu einer Zeit und in einer Welt, in der das Christentum hoch gewürdigt wird und Frauen verachtet werden.
Doch Johanna kämpft und entschließt sich irgendwann, in die Rolle ihres älteren Bruders zu schlüpfen. Fortan lebt sie als Johannes Anglicus. Dennoch findet sie nie und nirgends ihren Frieden. Überall lauern Feinde, die etwas gegen den jungen und ungewöhnlich talentierten Religiösen haben.
Nach einer Pilgerreise gelangt sie nach Rom. Mit ihrem Wissen über Heilung erlangt sie bald Anerkennung in der ganzen Stadt. Zu guter Letzt wird sie sogar berufen, dem schwerkranken Papst zu helfen. Nach seiner Genesung wird sie zu einer engen Vertrauen des Papstes. Nach seiner Ermordung und während der freien Wahl des neuen Papstes wird sie gewählt und bekleidet ab sofort eben jenes hohe Amt. Doch auch dort hat sie Widersacher. Zwar ist es dieses Mal nicht wegen ihres Geschlechtes, dafür aber wegen ihrer Stellung, auf die es andere seit Jahren abgesehen hatten.
Johanna Wokalek in der Hauptrolle als Päpstin
Während der Osterprozession wird der Hauptmann ihrer Garde und ihr heimlicher Geliebter von dem Zug weggelockt und überfallen. Die Schwangere Johanna verlässt ihren Platz, geschwächt und von Krämpfen geschüttelt. Mit letzter Kraft auf dem Boden dem Himmel entgegen kriechend stirbt sie, just in dem Moment, in dem auch ihr Geliebter ermordet wird.
In folgenden Aufzeichnungen und einer Chronologie über alle bisherigen Päpste wird sie einfach verschwiegen. Die Geistlichen schämen sich dafür, dass eine Frau dieses Amt bekleiden konnte.
Die Darstellungen im Film sind schonungslos und realistisch. Sie verdeutlichen, wie in der Zeit um 800 n.Chr. mit den Menschen und vor allem mit den Frauen verfahren wurde.
Die junge deutsche Schauspielerin Johanna Wokalek stellt das Leiden und Werden dieser jungen Frau überzeugend und realistisch dar.
Ein kleines Manko gibt es allerdings: Es wird deutlich, dass der Film, typisch für eine Buchverfilmung, in der Handlung (notgedrungen) gekürzt wurde.
umfrage
Bildquelle: © 2009 Constantin Film Verleih GmbH / Mathias Bothor, © 2009 Constantin Film Verleih GmbH, © Constantin Film Verleih GmbH / Mathias Bothor