Kino
Die "Filme der düsteren Zeit"
Hon Gre
20. Januar 2012 19:18 Uhr
5 Kommentare
Zeitgeist: Robert Redford (65) zeigt auf dem 'Sundance'-Filmfestival 2012 Filme, die dem "düsteren" Geist der Zeit entsprechen, aber auch hoffnungsfrohere Werke. Der Schauspieler ('Von Löwen und Lämmern') eröffnete gestern Abend die Veranstaltung mit einer Ansprache, die die Filmindustrie in den Kontext der aktuellen ökonomischen und politischen Krise stellte.
Dennoch räumte der Gründer des jährlichen Filmfestivals ein, dass er sich auch auf erfrischende Werke von Künstlern freue, die nicht von dem krisengeschüttelten globalen Zustand "gelähmt" seien.
Hart, aber nicht lähmend
"Wir fangen mit den schweren Zeiten an, in denen wir leben. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir in einer dunklen und grimmigen Welt leben. Und darüber hinaus leiden wir unter einer Regierung, die gelähmt ist. Das macht das Ganze ziemlich düster. Aber in dieser Woche sehen wir glücklicherweise auch Filme von Künstlern, die zwar die harten Zeiten reflektieren, von ihnen aber nicht gelähmt sind", erklärte er in einer Pressekonferenz.
Von Faszination zum Durchschnitt
In Übereinstimmung mit seiner Rede eröffnete ein Dokumentarfilm über die Finanzkrise das 'Sundance'-Festival 2012. Die Tragikomödie mit dem Titel 'The Queen of Versailles' handelt von den Billionären David und Jacqueline Siegel, die eine 27.500 Quadratmeter große, schlossartige Privatvilla bauen wollen. Die finanzielle Krise im Jahr 2008 durchkreuzt jedoch ihre Pläne.
"Der Film bot zunächst einen Kino-Blick auf den Wohlstand, auf eine reiche Familie. Doch dann ändert sich der Ton. Erst gehören sie zu dem einen Prozent, den man mit Faszination bestaunt. Doch dann kommen sie einem näher und werden zu Durchschnittsbürgern", erklärte die Regisseurin Lauren Greenfield nach der Vorführung.
"Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, dass wir uns in einer Zeit des Wandels befinden. Manche wollen dagegen ankämpfen - und man kann aufgrund des Verhaltens der Menschen erkennen, wer sich dagegen auflehnt", fügte Redford hinzu.
Neben dem Start des 'Sundance'-Filmfestivals fand gestern in London die Verleihung der 'Film Critics' Circle' statt.
Weitere düstere Filme ausgezeichnet
Der Schwarzweißfilm 'The Artist' erhielt drei Auszeichungen, wurde bester Film des Jahres, und sahnte die Preise für den besten Regisseur sowie den besten Schauspieler des Jahres ab. Der Titel der besten Schauspielerin des Jahres wurde aufgeteilt: Er ging zum einen an Anna Paquin für ihren Auftritt in Kenneth Lonergans Drama 'Margaret', zum anderen an Meryl Streep für ihre Darstellung der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher in 'The Iron Lady'. Kenneth Branagh erhielt den Preis als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Laurence Olivier in 'My Week With Marilyn' und Michael Fassbender konnte sich über die Auszeichnung als bester britischer Schauspieler für seine Auftritte als Carl Jung in 'Eine dunkle Begierde' sowie seine Darstellung als Sexsüchtiger in 'Shame' freuen.
Hart, aber nicht lähmend
"Wir fangen mit den schweren Zeiten an, in denen wir leben. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir in einer dunklen und grimmigen Welt leben. Und darüber hinaus leiden wir unter einer Regierung, die gelähmt ist. Das macht das Ganze ziemlich düster. Aber in dieser Woche sehen wir glücklicherweise auch Filme von Künstlern, die zwar die harten Zeiten reflektieren, von ihnen aber nicht gelähmt sind", erklärte er in einer Pressekonferenz.
Von Faszination zum Durchschnitt
In Übereinstimmung mit seiner Rede eröffnete ein Dokumentarfilm über die Finanzkrise das 'Sundance'-Festival 2012. Die Tragikomödie mit dem Titel 'The Queen of Versailles' handelt von den Billionären David und Jacqueline Siegel, die eine 27.500 Quadratmeter große, schlossartige Privatvilla bauen wollen. Die finanzielle Krise im Jahr 2008 durchkreuzt jedoch ihre Pläne.
"Der Film bot zunächst einen Kino-Blick auf den Wohlstand, auf eine reiche Familie. Doch dann ändert sich der Ton. Erst gehören sie zu dem einen Prozent, den man mit Faszination bestaunt. Doch dann kommen sie einem näher und werden zu Durchschnittsbürgern", erklärte die Regisseurin Lauren Greenfield nach der Vorführung.
"Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, dass wir uns in einer Zeit des Wandels befinden. Manche wollen dagegen ankämpfen - und man kann aufgrund des Verhaltens der Menschen erkennen, wer sich dagegen auflehnt", fügte Redford hinzu.
Neben dem Start des 'Sundance'-Filmfestivals fand gestern in London die Verleihung der 'Film Critics' Circle' statt.
Weitere düstere Filme ausgezeichnet
Der Schwarzweißfilm 'The Artist' erhielt drei Auszeichungen, wurde bester Film des Jahres, und sahnte die Preise für den besten Regisseur sowie den besten Schauspieler des Jahres ab. Der Titel der besten Schauspielerin des Jahres wurde aufgeteilt: Er ging zum einen an Anna Paquin für ihren Auftritt in Kenneth Lonergans Drama 'Margaret', zum anderen an Meryl Streep für ihre Darstellung der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher in 'The Iron Lady'. Kenneth Branagh erhielt den Preis als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Laurence Olivier in 'My Week With Marilyn' und Michael Fassbender konnte sich über die Auszeichnung als bester britischer Schauspieler für seine Auftritte als Carl Jung in 'Eine dunkle Begierde' sowie seine Darstellung als Sexsüchtiger in 'Shame' freuen.
Textquellen: © Cover Media
Bildquelle: © stock.xchng, © Cover Media
autor