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Digital

Schweiz will Killerspiel-Verbot

Peter Bellmann
28. März 2010 15:31 Uhr
803 Kommentare
Vor einigen Monaten wurde alles ins Rollen gebracht: Nicht Eine sondern gleich Zwei Gesetzesinitiativen sollen in der Schweiz für eine eingeschränkte Verbreitung oder gar ein Verbot der sogenannten Killerspiele sorgen. Dieser Artikel geht auf die Hintergründe ein.
Obwohl viele Spieler mit Petitionen und Protesten gegen die geplanten Gesetzesänderungen Einspruch erhoben, hat es die Vorlage auf die nächste Etappe geschafft, so gamestar.com.

Während einer der Entwürfe lediglich ein Verkaufsverbot von Spielen ab 16- bzw. 18 Jahren an Jugendliche fordert, soll der zweite Entwurf den Verkauf, den Gebrauch, die Werbung, die Weitergabe sowie die Einfuhr der Spiele in die Schweiz komplett unterbinden.

Um überhaupt ein Verbot erreichen zu können, musste zuerst eine Definition des Begriffes "Killerspiel" gebildet werden. Die Schweiz erklärt, dass Killerspiele Games sind, "in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen".

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Laut des dortigen Justizministeriums wäre es allerdings nur schwer möglich eine Altersprüfung zum Schutze der Jugend zu gewährleisten, da man solche Instanzen erst gründen müsse.

Aufgrund dessen sei der zweite Entwurf leichter umsetzbar. Jedoch würde dies ein komplettes Verbot solcher Medien zur Folge haben, weshalb noch etliche Bedenken diesbezüglich bestehen. Trotz dessen wurde das Papier mit 19 zu 12 Stimmen an den Bundesrat überstellt. Dieser muss jetzt ein entsprechendes Gesetz formulieren und dieses dem Parlament vorlegen. Erst dann wird besagtes Verbot rechtskräftig.
Bildquelle: © videogameszone.de
redakteur
17. Mai 2012 22:48 Uhr