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"ROME: Total War" - Review

Daniel S.
2. September 2009 20:07 Uhr
54 Kommentare
Eines der mit Sicherheit besten je erschienenen Strategie- und Taktikspiele. "ROME: Total War" spielt, wie der Name schon vermuten lässt, in der Zeit des Römischen Imperiums ab 269 v. Chr. Ziel ist es, die Herrschaft über den größeren Mittelmeerraum an sich zu reißen.
2004 erschien dieser dritte Teil der Total War-Reihe und zeichnet sich, wie die anderen Spiele dieser Reihe auch, durch Schlachten mit riesigen Heerschaaren aus. In „ROME: Total War“ wurde sehr viel Wert auf eine Kombination aus Strategie und Taktik gelegt. So gibt es eine große Karte, die geographisch ungefähr den Mittelmeerraum - von der Iberischen Halbinsel im Westen bis zum Kaspischen Meer im Osten und von Nordafrika im Süden bis zum Gebiet des heutigen Dänemark im Norden - umfasst, auf dem sich Charaktere sowie Armeen in Form einer Figur fortbewegen. Sollte es zu einer Schlacht zwischen zwei feindlichen Armeen kommen, so kann der Spieler entscheiden, ob die Schlacht automatisch entschieden werden soll, oder er sie auf einer taktischen Karte austragen will, auf welcher Flüsse, Wälder, Seen, Armeen und vieles Weitere sehr detailgetreu dargestellt werden.

Am Anfang des Spiels stehen dem Spieler die drei römischen Familien - Julier, Scipionen und Bruti - als Auswahl für die Kampagne zur Verfügung. Mit einer kann er versuchen, die Herrschaft an sich zu reißen. Im Verlauf des Spiels, also wenn gewisse Ziele in der Kampagne erreicht oder mit einem Land diese durchgespielt wurde, hat er die Möglichkeit, die Kampagne neu und mit weiteren Ländern bzw. Mächten zu beginnen. Hier erscheinen als erstes die Karthager und später andere damalige Völker, wie Gallier, Ägypter, Briten, die Griechen und weitere. Jedes mit anderen Einheiten bzw. mit mindestens einer Einheit, die nur manchen Ländern oder auch nur einem Land im kompletten Verlauf zur Verfügung steht. Ein Beispiel hierfür sind die nahezu unbezwingbaren Elefanten der Karthager und Seleukiden oder Legionärskohorten, die nur den Römern zur Verfügung stehen.



Die drei römischen Familien werden vom Senat immer wieder gefordert und so bekommen sie im Laufe des Spiels immer wieder Aufgaben, wie die Eroberung einer Stadt, das Abschließen eines Bündnisses und oder Ähnliches, zugeteilt. Sollten sie diese erfüllen, erhält die Familie vom Senat eine Belohnung in Form von Denaren oder Truppen und zusätzlich mehr Ansehen beim Senat. Wenn die Aufgabe nicht erfüllt wird, reagiert der Senat anfangs nicht wirklich schädigend für die Familie, im Laufe des Spiels erhält diese jedoch auch Strafen, die bis zur Ächtung führen können.

Zusätzlich bietet „ROME: Total War“ auch noch die Möglichkeit, historische Schlachten erneut auf der Taktikkarte auszutragen und eventuell sogar deren Ausgang zu ändern. Hier steht zum Beispiel die Schlacht des Varus gegen die Germanen im Teutoburger Wald zur Verfügung, in der dieser vernichtend geschlagen wurde.



Für vieles erhielt „ROME: Total War“ sehr gute Kritiken und wurde unter anderem auch mit dem Gold-Award der Zeitschrift GameStar ausgezeichnet.
Besonders die Schlachten sind sehr reell gehalten. So tun sich Soldaten bei Kämpfen, die sie bergauf austragen müssen, beispielsweise deutlich schwerer und ermüden schneller als Soldaten, die hinabstürmen können. Allerdings wurde teilweise auch einfach auf Realitätsbestandteile, wie Kleinigkeiten in der Geographie oder die detailgetreue Darstellung mancher bedeutender Städte der Vergangenheit, verzichtet.

Wir danken PC Games für die Bereitstellung des Bildmaterials.
Bildquelle: © pcgames.de
autor
redakteur
17. Mai 2012 22:44 Uhr